Notfallmedizin auf Abruf

Dienste, die Notfallmedizin und Rettungsdienste auf Abruf bereitstellen.

6 Angebote in dieser Kategorie

Notfallmedizin auf Abruf – Kategorie auf Bestes.com

Wer nachts um drei Fieber bekommt, ein Kind sich verletzt oder plötzliche Schmerzen auftreten, steht vor einer unangenehmen Frage: Hausarzt geschlossen, Notaufnahme überfüllt – was tun? Digitale Angebote für Notfallmedizin auf Abruf schließen genau diese Lücke. Sie verbinden Patienten in echten medizinischen Notlagen schnell mit qualifiziertem Fachpersonal, ohne dass ein Krankenhausbesuch zwingend notwendig ist.

Der Begriff „Notfallmedizin auf Abruf" umfasst zwei Bereiche: den gesetzlich geregelten ärztlichen Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigungen, erreichbar über die kostenlose Nummer 116 117, und digitale Telemedizin-Dienste, die rund um die Uhr verfügbar sind. Letztere ermöglichen es, per Video oder Chat innerhalb von Minuten mit einem Arzt zu sprechen – für erste Einschätzungen, Rezepte oder die Entscheidung, ob ein Notarztwagen nötig ist.

Für wen sind solche Dienste geeignet? Für alle, die außerhalb regulärer Praxiszeiten medizinische Hilfe benötigen, keine Möglichkeit haben, physisch eine Notaufnahme aufzusuchen, oder schlicht Zeit sparen möchten. Besonders häufig genutzt werden sie von Familien mit kleinen Kindern, älteren Menschen mit eingeschränkter Mobilität sowie Berufstätigen. Auf Bestes.com finden Sie eine unabhängige Übersicht der verfügbaren Anbieter, damit Sie im Ernstfall keine Zeit mit der Suche verschwenden.

Marktentwicklung und Versorgungslage

Der Bedarf an telemedizinischen Notfalldiensten wächst kontinuierlich. Laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV, 2023) wurden über die Bereitschaftsdienstnummer 116 117 jährlich mehr als 10 Millionen Kontakte registriert – Tendenz steigend. Gleichzeitig berichten Notaufnahmen in deutschen Krankenhäusern von einer chronischen Überlastung: Nach Daten des Robert Koch-Instituts (2022) suchen rund 25 Millionen Patienten pro Jahr Notaufnahmen auf, obwohl ein erheblicher Anteil ambulant behandelt werden könnte.

Digitale Notfalldienste können hier entlasten. Anbieter wie TeleClinic, Teleclinic und KV Safir bieten Videosprechstunden für Akutsituationen an. Eine Auswertung des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO, 2023) zeigt, dass telemedizinische Ersteinschätzungen in rund 70 Prozent der Fälle einen physischen Arztbesuch ersetzen oder zumindest verzögern konnten. Das entlastet Notaufnahmen und spart Kosten – für Patienten und Kassen gleichermaßen.

Die rechtlichen Rahmenbedingungen haben sich zugunsten der Telemedizin entwickelt. Seit der Änderung der Musterberufsordnung 2018 dürfen Ärzte in Deutschland auch ohne vorherigen persönlichen Kontakt Diagnosen stellen und Rezepte ausstellen – ein Meilenstein für digitale Notfalldienste. Viele gesetzliche Krankenkassen erstatten inzwischen telemedizinische Konsultationen im Rahmen des Leistungskatalogs.

Worauf Sie bei der Anbieter-Wahl achten sollten

Nicht jeder Anbieter eignet sich für jeden Notfall. Prüfen Sie zunächst, ob der Dienst für Ihren Anwendungsfall zugelassen ist: Manche Plattformen sind auf bestimmte Indikationen spezialisiert (zum Beispiel psychische Krisen oder pädiatrische Notfälle), andere bieten eine breite Allgemeinmedizin-Abdeckung. Ein seriöser Anbieter nennt klare Grenzen – und verweist aktiv auf den Notruf 112, wenn die Situation lebensbedrohlich ist.

Achten Sie außerdem auf die Reaktionszeiten, die Qualifikation der eingesetzten Ärzte sowie die Datenschutzkonformität nach DSGVO. Die Kategorien-Übersicht auf Bestes.com hilft Ihnen, Anbieter systematisch zu vergleichen. Verwandte Bereiche wie Telemedizin und Software für Ärzte bieten ergänzende Perspektiven für die Suche nach passenden Versorgungsformen.

Aidminutes

aidminutes.org ist eine gemeinnützige Gesellschaft aus Hamburg (aidminutes.org gUG, HRB 185896, AG Hamburg), die mehrsprachige Software für die Notfallversorgung und klinische Anamnese entwickelt. Das Kernanliegen

Notfallmedizin auf Abruf Gesundheits-Apps

CardiLink

CardiLink bietet eine cloudbasierte Plattform für professionelles AED-Management (Automatisierte Externe Defibrillatoren), die für Organisationen jeder Größe konzipiert ist. Das System unterstützt eine Vielzahl von AED-Marken

Medizintechnik Gesundheits-Monitoring +1

Libify

Libify Technologies GmbH ist ein Münchner Anbieter von Hausnotrufsystemen, Pflegehilfsmitteln und ergänzenden Pflegedienstleistungen für Senioren. Das Produktportfolio umfasst LibifyBasic (klassisches Hausnotruf), LibifyHome (mit Sturzsensor) und

Senioren Notfallmedizin auf Abruf +2

Medical Cooling

Medical Cooling entwickelt tragbare und benutzerfreundliche Lösungen für therapeutische Hypothermie, um Leben zu retten und die Gesundheit von Millionen Menschen zu verbessern. Das Unternehmen bietet

Medizintechnik Notfallmedizin auf Abruf

MediVans

MediVans bietet mobile medizinische Dienstleistungen an, indem sie speziell ausgestattete Fahrzeuge als mobile Eingriffs- und Untersuchungsräume nutzen. Diese Fahrzeuge sind mit modernster medizinischer Ausstattung ausgestattet

Gesundheits-Monitoring Medizintechnik +3

Xenios

Xenios ist ein Unternehmen, das sich auf die Entwicklung und Herstellung von Lungen- und Herztherapiegeräten spezialisiert hat. Sie bieten innovative Lösungen für extrakorporale Lungen- und

Medizintechnik Herzerkrankungen +1

Häufige Fragen

Wann sollte ich einen digitalen Notfalldienst nutzen statt den Notruf 112 anzurufen?
Digitale Notfalldienste eignen sich für nicht lebensbedrohliche Akutsituationen – zum Beispiel hohes Fieber, starke Schmerzen, Hautausschläge oder Unsicherheit über die Schwere einer Verletzung. Bei Bewusstlosigkeit, Verdacht auf Herzinfarkt oder Schlaganfall, Atemnot oder starken Blutungen immer sofort den Notruf 112 wählen. Seriöse Telemedizin-Anbieter weisen aktiv auf diese Grenze hin und verweisen bei lebensbedrohlichen Symptomen umgehend an den Rettungsdienst.
Übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten für telemedizinische Notfallkonsultationen?
Viele gesetzliche Krankenkassen erstatten telemedizinische Konsultationen, die über zugelassene Plattformen stattfinden. Die genauen Leistungen variieren je nach Kasse und Vertrag mit dem Anbieter. Grundsätzlich gilt: Kassenpatienten sollten vorab prüfen, ob ihr bevorzugter Dienst als Kassenleistung abrechenbar ist. Privat Versicherte können Telemedizin-Kosten in der Regel nach GOÄ abrechnen.
Wie schnell erreiche ich über digitale Notfalldienste einen Arzt?
Die Wartezeiten variieren stark zwischen den Anbietern und der Tageszeit. Führende Telemedizin-Plattformen versprechen Reaktionszeiten von 5 bis 30 Minuten für Videokonsultationen. Der ärztliche Bereitschaftsdienst über 116 117 bietet bei Bedarf auch Hausbesuche an, die je nach Region innerhalb von 1 bis 2 Stunden erfolgen. In der Praxis zeigen Tests, dass digitale Dienste gerade nachts und am Wochenende deutlich schneller reagieren als klassische Notaufnahmen.
Können digitale Notfalldienste auch Rezepte und Krankschreibungen ausstellen?
Ja – seit der Liberalisierung der Fernbehandlung durch die Musterberufsordnung 2018 dürfen in Deutschland zugelassene Telemedizin-Ärzte nach einer Videokonsultation Rezepte und Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen ausstellen. Das e-Rezept und die digitale AU (eAU) können direkt an Apotheke oder Arbeitgeber übermittelt werden. Voraussetzung ist immer, dass der Arzt die Situation klinisch einschätzen kann – rein textbasierte Anfragen ohne Video reichen für eine AU oder ein Kassenrezept nicht aus.