CardiLink

Automatische Externe Defibrillatoren (AED) sind in öffentlichen Gebäuden, Flughäfen, Sportstadien und Unternehmen installiert – im Notfall können sie Menschenleben retten. Entscheidend ist, dass sie im Ernstfall funktionsfähig, korrekt gewartet und auffindbar sind. CardiLink GmbH aus Nürnberg hat dafür ein IoT-basiertes Überwachungssystem entwickelt, das AED-Geräte rund um die Uhr fernüberwacht – und das herstellerunabhängig.

01 · Profil

Über CardiLink

Herstellerunabhängige AED-Überwachung via IoT

Das CardiLink-System koppelt sich über ein proprietäres IoT-Modul an installierte AED-Geräte. Übermittelt werden Statusdaten zu Betriebsbereitschaft, Akkustand und Elektrodenhaltbarkeit auf eine zentrale Plattform – 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche. Besonderheit: CardiLink arbeitet herstellerunabhängig und ist laut Unternehmensangaben mit Geräten von Zoll, Philips HeartStart, Schiller und anderen Marken kompatibel. Die Plattform ermöglicht zudem ECG-Datenvisualisierung und erstellt Compliance-Berichte für Betreiber, die gesetzliche Nachweis- und Prüfpflichten belegen müssen. CardiLink wurde 2016 in Nürnberg gegründet und war 2018 Finalist beim Bayerischen Gründerpreis des Sparkassenverbands Bayern.

Partnerschaft mit Corscience

2024 schlossen CardiLink und das Erlanger Medizintechnikunternehmen Corscience eine Kooperation für ein gemeinsames Geschäftsökosystem im Bereich Defibrillation. Laut Corscience-Pressemitteilung sollen CardiLink-IoT-Konnektivität und Corscience-Hardwareexpertise in einem integrierten Angebot für Kliniken, Betreiber und Rettungsdienste kombiniert werden. Diese Partnerschaft markiert einen Schritt vom reinen IoT-Monitoring-Dienst hin zu einer breiteren Defibrillator-Ökosystemstrategie.

Gesetzliche Pflichten als Markttreiber

Der regulatorische Druck auf AED-Betreiber wächst: Mehrere Bundesländer haben seit 2020 Regelungen zur obligatorischen AED-Registrierung und regelmäßiger Prüfpflicht eingeführt. Geräte müssen nachweislich funktionsfähig sein – Dokumentation ist Pflicht. Plattformen wie CardiLink adressieren genau diesen Bedarf. Wettbewerber im Bereich vernetzter AED-Verwaltung sind unter anderem RescueTrack und nationale AED-Registrierungsplattformen. CardiLink hebt gegenüber diesen die internationale Skalierbarkeit seines IoT-Moduls hervor: Geräte in verschiedenen Ländern lassen sich über eine zentrale Plattform verwalten.

Systemarchitektur und Mehrwert

Das CardiLink-System besteht aus drei Komponenten: dem proprietären IoT-Modul am AED, der cloudbasierten Überwachungsplattform und dem Betreiber-Dashboard mit Compliance-Reporting. Die 24/7-Überwachung erfolgt ohne manuelle Eingriffe. Das System identifiziert potenziell gefährliche Situationen – etwa leerer Akku oder abgelaufene Elektroden – und löst Benachrichtigungen aus, bevor ein Gerät im Notfall ausfällt. Diese proaktive Fehlervermeidung ist der wesentliche Mehrwert gegenüber jährlichen Sichtprüfungen. Für Großbetreiber wie Konzerne, Flughäfen und Sportstadien mit dutzenden AED-Geräten an verschiedenen Standorten bietet CardiLink eine zentrale Übersicht über den Gerätezustand aller Einheiten. Das reduziert den administrativen Aufwand für Wartungs- und Prüfprotokolle erheblich und stellt sicher, dass Compliance-Berichte auf Knopfdruck verfügbar sind. Laut Crunchbase ist CardiLink ein Frühphasen-Startup im Bereich Medical Devices und IoT-Monitoring mit Sitz in Nürnberg, das seinen Schwerpunkt auf die regulatorische Compliance-Infrastruktur für AED-Betreiber legt.

02 · Wer profitiert

Zielgruppe

Unternehmen, öffentliche Einrichtungen und Kliniken als AED-Betreiber (B2B).

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