Libify

Jedes Jahr stürzen laut Robert Koch-Institut (RKI) rund 30 Prozent aller Menschen über 65 in Deutschland – viele von ihnen liegen dabei hilflos am Boden und können sich nicht selbst helfen. Libify Technologies GmbH aus München entwickelt Hausnotrufsysteme, mobile Notrufgeräte und ein ergänzendes Pflegeangebot, das Senioren und Pflegebedürftige in solchen Notfallsituationen technisch absichern soll.

01 · Profil

Über Libify

Wie funktioniert's

Das Einstiegsmodell libifyBasic ist ein Notruf-Armband oder -Knopf für zuhause: Ein einziger Druck stellt eine direkte Verbindung zur angebundenen 24-Stunden-Notrufzentrale her, die je nach Lage Angehörige oder den Rettungsdienst alarmiert. libifyHome erweitert dieses Grundprinzip um einen integrierten Sturzsensor, der automatisch Alarm schlägt, wenn der Nutzer gestürzt ist und sich nicht mehr selbst melden kann. Die GPS-Variante libifyMobil 2.0 ist für aktive Senioren gedacht, die auch außerhalb der Wohnung abgesichert sein wollen – das Gerät ermittelt den Standort per Mobilfunk und ermöglicht den Notruf ohne festen Festnetzanschluss.

Neben den Geräten umfasst das Portfolio nach Angaben des Herstellers monatliche Pflegeboxen mit verordnungsfähigen Pflegehilfsmitteln, kostenlose Online-Pflegekurse und telefonische Pflegeberatung. Ergänzend bietet das Unternehmen einen Badumbau-Service an, der auf sturzpräventive Wohnraumgestaltung ausgerichtet ist.

Das Geschäftsmodell von Libify

Hausnotrufgeräte gelten nach dem Sozialgesetzbuch als anerkannte Pflegehilfsmittel (§40 Abs. 2 SGB XI). Laut GKV-Spitzenverband erhalten Pflegebedürftige mit bestätigtem Pflegegrad (1–5) von der gesetzlichen Pflegeversicherung einen monatlichen Zuschuss von bis zu 40 Euro – ein Betrag, der bei vielen Tarifen die Mietkosten vollständig abdeckt. Ein gesondertes monatliches Budget steht Versicherten mit Pflegegrad zusätzlich für verordnungsfähige Pflegehilfsmittel wie Pflegeboxen zur Verfügung. Ohne anerkannten Pflegegrad sind die Geräte ebenfalls mietbar, die Kosten trägt der Nutzer selbst. Die telefonische Pflegeberatung, auf die Pflegebedürftige mit Pflegegrad gesetzlichen Anspruch haben (§37 Abs. 3 SGB XI), kann über das Libify-Angebot in Anspruch genommen werden.

Für wen ist es gedacht

Die Systeme richten sich an Senioren, die allein zuhause leben und sich vor plötzlichen Notfällen absichern möchten, sowie an pflegebedürftige Personen mit anerkanntem Pflegegrad. libifyMobil 2.0 eignet sich besonders für ältere Menschen, die trotz eingeschränkter Mobilität aktiv am Alltagsleben teilnehmen und auch unterwegs erreichbar bleiben wollen. Angehörige können über die verbundene App den Standort in Echtzeit verfolgen und bei einem ausgelösten Alarm unmittelbar reagieren. Das Angebot richtet sich damit auch an Familien, die die Sicherheit von Verwandten im Blick behalten möchten, ohne dauerhaft vor Ort zu sein. Laut Statistischem Bundesamt lebten 2023 rund 5,2 Millionen Menschen im Alter von 80 Jahren und älter in Deutschland – eine Altersgruppe mit erhöhtem Sturzrisiko, für die Hausnotruf-Systeme die selbstständige Lebensführung wirksam absichern können (Quelle: Statistisches Bundesamt, Bevölkerungsstatistik 2023).

02 · Wer profitiert

Zielgruppe

Dieses Notrufsystem ist für Senioren und pflegebedürftige Personen.

05 · Was es kostet

Kosten & Preise

Die Kosten für die Notrufsysteme können bei vorhandenem Pflegegrad vollständig von der Pflegekasse übernommen werden. Ohne Pflegegrad fallen monatliche Kosten an, die je nach Gerät variieren.

FAQ · 05 Fragen

Häufig gefragt zu Libify

Kurze Antworten aus unserer Recherche. Wenn etwas fehlt oder unklar ist: Schreib uns direkt.

Die genauen Mietpreise gibt Libify auf Anfrage bekannt. Wer einen anerkannten Pflegegrad (1–5) besitzt, kann nach §40 Abs. 2 SGB XI einen Zuschuss der gesetzlichen Pflegeversicherung von bis zu 40 Euro monatlich erhalten, der bei vielen Tarifen die Mietkosten vollständig abdeckt.

Ja. Laut GKV-Spitzenverband sind Hausnotrufgeräte nach §40 Abs. 2 SGB XI als Pflegehilfsmittel anerkannt. Mit bestätigtem Pflegegrad (1–5) erstatten gesetzliche Pflegekassen bis zu 40 Euro pro Monat. Ohne Pflegegrad besteht kein gesetzlicher Anspruch auf Kostenübernahme.

libifyHome ist für den Einsatz zuhause konzipiert und verfügt über einen integrierten Sturzsensor, der automatisch Alarm auslöst, wenn der Nutzer stürzt und sich nicht mehr melden kann. libifyMobil 2.0 bietet zusätzlich GPS-Ortung per Mobilfunk und ist auch außerhalb der Wohnung nutzbar – ohne Festnetzanschluss.

Ja. Die Geräte von Libify können auch ohne anerkannten Pflegegrad gemietet werden. Der GKV-Zuschuss nach §40 SGB XI entfällt in diesem Fall, und die monatlichen Mietkosten sind vollständig selbst zu tragen.

Ja. Neben Notrufsystemen bietet Libify nach Angaben des Unternehmens monatliche Pflegeboxen mit verordnungsfähigen Pflegehilfsmitteln, Online-Pflegekurse, telefonische Pflegeberatung nach §37 Abs. 3 SGB XI sowie einen Badumbau-Service zur sturzpräventiven Wohnraumgestaltung.

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