Aidminutes

Sprachbarrieren zwischen Rettungskräften und Patienten können in Notfallsituationen zu Fehldiagnosen, verzögerter Behandlung oder falschen Dosierungen führen. Laut Statistischem Bundesamt haben über 26 Prozent der Bevölkerung in Deutschland einen Migrationshintergrund – in städtischen Ballungsräumen wie Berlin, Hamburg oder Frankfurt liegt der Anteil teils deutlich höher. Gerade im Rettungsdienst begegnen Einsatzkräfte täglich Patienten, die kein oder kaum Deutsch sprechen. Ohne verlässliche Kommunikation bleiben Vorerkrankungen, Allergien und Medikamente unbekannt – mit direkten Auswirkungen auf die Behandlungssicherheit. aidminutes ist ein deutsches Health-Tech-Unternehmen, das KI-gestützte Echtzeit-Übersetzungslösungen speziell für den Rettungsdienst und die präklinische Notfallversorgung entwickelt, um diese Barrieren systematisch zu überwinden.

01 · Profil

Über Aidminutes

Was aidminutes macht

Die aidminutes-Plattform ermöglicht Rettungssanitätern und Notärzten eine strukturierte, mehrsprachige Anamnese in zeitkritischen Situationen. Die Software übersetzt gesprochene Sprache in Echtzeit und stellt medizinisch validierte Standardfragen – etwa zu Schmerzlokalisation, Vorerkrankungen, Medikamenten und Allergien – in der Muttersprache des Patienten dar. Standardisierte Anamneseprotokolle in der Muttersprache verbessern nicht nur die Erstdiagnose, sondern auch die Übergabe an die Notaufnahme und die Dokumentation für nachfolgende Behandler.

Kernfunktionen und Offline-Betrieb

Die App läuft auf Tablets und Smartphones (iOS und Android) und bietet Offline-Funktionalität für Einsatzbereiche mit schlechter Netzanbindung – ein kritisches Merkmal für den Rettungsdienst. Die Übersetzungsmodule decken laut Unternehmensangaben mehr als 70 Sprachen ab und sind auf medizinisches Fachvokabular spezialisiert; allgemeine Tools wie Google Translate sind für klinische Zwecke nicht validiert. Laut DGINA (Deutsche Gesellschaft für interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin) sind Sprachbarrieren in der Notaufnahme eines der größten Kommunikationsrisiken in der Notfallversorgung – ein Befund, der den Bedarf für validierte Übersetzungslösungen unterstreicht. Alle Übersetzungsprozesse laufen DSGVO-konform ohne dauerhafte Datenspeicherung auf externen Servern. Die App kann in bestehende Rettungsdienst-Software integriert werden; Rettungsdienstorganisationen erhalten Schulungsmaterialien und Onboarding-Support.

Zielgruppen und Markteinordnung

Kernzielgruppe sind Rettungsdienstorganisationen (DRK, Malteser, ASB, DLRG), kommunale Feuerwehren mit Rettungsdienstanteil sowie Krankenhäuser mit internationalem Patientenaufkommen. Im Vergleich zu manuellen Dolmetscherdiensten per Telefon bietet aidminutes Sofortverfügbarkeit ohne Wartezeiten und vollständige Datenkontrolle. Gegenüber generischen Übersetzungs-Apps fehlen diesen die medizinische Terminologievalidierung und die Offline-Funktionalität. Besonders relevant ist die Lösung in der Notaufnahme, wo Triage und Erstgespräch oft unter Zeitdruck und mit wechselndem Personal stattfinden. Laut DGINA verkürzt strukturierte mehrsprachige Kommunikation die Anamnesezeit deutlich und reduziert Rückfragen bei Übergaben. Das Angebot umfasst zwei Produkte: aidminutes.rescue für die präklinische Erstkommunikation im Rettungseinsatz und aidminutes.anamnesis für strukturierte mehrsprachige Vorab-Anamnesen in Kliniken und Praxen. Für Rettungsdienstorganisationen stellt aidminutes Schulungsmaterialien bereit; die Integration in bestehende Dispositionssoftware ist über Schnittstellen möglich.

02 · Wer profitiert

Zielgruppe

aidminutes.org richtet sich an zwei Hauptgruppen: Rettungskräfte, Notärzte und Rettungsleitstellen, die schnelle Kommunikation mit fremdsprachigen Patienten benötigen (aidminutes.rescue), sowie Arztpraxen, Notaufnahmen und Kliniken, die Patienten vorab mehrsprachige Anamnesebögen anbieten möchten (aidminutes.anamnesis). Beide Produkte sind für medizinisches Fachpersonal konzipiert.

04 · Auf einen Blick

Wichtige Fakten

  • Registrierung: aidminutes.org gUG, HRB 185896, AG Hamburg – gemeinnützig
  • Produkt 1: aidminutes.rescue – Notfallkommunikation, 40 Sprachen inkl. DGS
  • Produkt 2: aidminutes.anamnesis – digitale Vorab-Anamnese, 20 Sprachen
  • Kooperation: Entwickelt mit Deutschem Hausarztverband (HÄVA)
  • Studie: DASI-Studie am UKG Göttingen, 2020–2024, gefördert vom G-BA

05 · Was es kostet

Kosten & Preise

aidminutes.org bietet ein Monats-Abonnement für 4,99 € und ein Jahres-Abonnement für 49,99 € an, was einem monatlichen Preis von 4,17 € entspricht. Es gibt einen 7-tägigen Testzeitraum. Volumenlizenzen sind ebenfalls verfügbar und können individuell angefragt werden. Rabatte werden für medizinisches Ausbildungspersonal und Bildungseinrichtungen angeboten.

FAQ · 04 Fragen

Häufig gefragt zu Aidminutes

Kurze Antworten aus unserer Recherche. Wenn etwas fehlt oder unklar ist: Schreib uns direkt.

aidminutes richtet sich an Rettungsdienstorganisationen (DRK, Malteser, ASB), kommunale Feuerwehren mit Rettungsdienstanteil sowie Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen mit internationalem Patientenaufkommen in städtischen Regionen.

Die Übersetzungsmodule decken laut Unternehmensangaben mehr als 70 Sprachen ab und sind auf medizinisches Fachvokabular spezialisiert – im Unterschied zu allgemeinen Tools wie Google Translate, die für klinische Zwecke nicht validiert sind.

Ja. aidminutes bietet Offline-Funktionalität für Einsatzbereiche mit schlechter Netzanbindung. Die App läuft laut Anbieter auf Tablets und Smartphones mit iOS und Android und kann in bestehende Rettungsdienst-Software integriert werden.

aidminutes ist auf den Rettungsdienst optimiert: vorstrukturierte Anamnesefragen, Offline-Fähigkeit und medizinische Terminologievalidierung unterscheiden die Lösung von generischen Übersetzungstools. Zudem laufen alle Prozesse DSGVO-konform ohne dauerhafte Datenspeicherung auf externen Servern.

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