Helpcity

Psychische Belastungen sind weit verbreitet: Laut dem Einsamkeitsbarometer der Bundesregierung (2024) fühlen sich rund 15 Prozent der Erwachsenen in Deutschland häufig oder immer einsam – bei 18- bis 29-Jährigen ist der Anteil noch höher. Helpcity ist ein soziales Netzwerk für digitale Selbsthilfe bei psychischen und emotionalen Belastungen, entwickelt von einem Kölner Startup. Die 2020 gegründete Plattform richtet sich an Menschen in belastenden Lebenssituationen – von psychischen Erkrankungen über chronische Krankheitsdiagnosen bis hin zu Einsamkeit. Die Community zählt nach eigenen Angaben mehr als 25.000 registrierte Nutzerinnen und Nutzer (Stand 2025).

01 · Profil

Über Helpcity

Funktionen und Angebote

Die App gliedert sich in mehrere Bereiche. Im anonymen Community-Chat können Mitglieder rund um die Uhr Gespräche führen – ob zu ADHS, Depression, Angststörungen, Stress, Trauer oder Einsamkeit. Ein Schwarzes-Brett-System verbindet Hilfesuchende mit ehrenamtlichen Mentorinnen und Mentoren, die eigene Erfahrungen mit ähnlichen Herausforderungen mitbringen. Ergänzend stehen Wissensartikel zu psychischer Gesundheit bereit. Für Nutzerinnen und Nutzer, die professionelle Begleitung suchen, vermittelt Helpcity Einzelsitzungen mit Online-Psychologinnen und -Psychologen sowie Gesundheitskurse und Coaching-Angebote.

Peer-Support: Wirksamkeit und Ansatz

Peer-Support ist in der psychologischen Forschung als wirksame Ergänzung zur professionellen Therapie anerkannt; Laut einer Übersichtsarbeit im Journal of Mental Health zeigen Peer-Netzwerke positive Effekte auf Selbstwirksamkeit, soziale Eingebundenheit und Symptomreduktion. Helpcity setzt diesen Ansatz konsequent digital um und macht ihn unabhängig von Ort und Tageszeit zugänglich. Laut Bundespsychotherapeutenkammer liegt die durchschnittliche Wartezeit auf einen Psychotherapieplatz in Deutschland bei rund 20 Wochen – digitale Plattformen wie Helpcity schließen diese Versorgungslücke niedrigschwellig.

Datenschutz und Geschäftsmodell

Datenschutz spielt bei Helpcity eine zentrale Rolle. Die Registrierung ist vollständig anonym möglich – ein Klarname ist nicht erforderlich. Sämtliche Nutzerdaten werden auf Servern in Deutschland gespeichert und unterliegen der DSGVO. Das Geschäftsmodell folgt einem Freemium-Ansatz: Community-Chat, Mentoren-Kontakt und Wissensartikel sind kostenlos. Einnahmen erzielt Helpcity über Vermittlungsprovisionen für Expertensitzungen und das optionale Abonnement. Eine GKV-Erstattung besteht nicht, da Helpcity nicht als DiGA gelistet ist.

Die App ist für iOS und Android verfügbar. Das Unternehmen wurde unter anderem durch das Gründerstipendium NRW gefördert und nahm am Start my Business Award teil. Thematisch deckt Helpcity ein breites Spektrum ab: Depression, Angst- und Panikstörungen, ADHS, Burnout, chronische Erkrankungen, Trauer und Einsamkeit im Alter.

Helpcity versteht sich als Brücke zwischen akutem Unterstützungsbedarf und professioneller Therapie: Während auf einen Psychotherapieplatz gewartet wird, kann die Community-Plattform psychosoziale Stabilisierung leisten und das Gefühl der Isolation reduzieren. Bei ernsthaften psychischen Krisen empfiehlt die Plattform ausdrücklich professionelle Unterstützung; in Deutschland sind Telefonseelsorge (0800 111 0 111, kostenlos) und psychiatrische Notfalldienste rund um die Uhr erreichbar.

02 · Wer profitiert

Zielgruppe

Die Zielgruppe von Helpcity sind Menschen in psychisch belastenden Lebenssituationen – darunter Personen mit Depressionen, Angststörungen, ADHS, chronischen Erkrankungen oder Einsamkeitsgefühlen. Die App richtet sich auch an Angehörige und an Personen, die als ehrenamtliche Mentorinnen und Mentoren eigene Erfahrungen weitergeben möchten. Die anonyme Nutzung und der kostenlose Basiszugang machen das Angebot besonders niedrigschwellig.

05 · Was es kostet

Kosten & Preise

Die Nutzung der Helpcity App ist kostenlos. Es gibt jedoch kostenpflichtige Angebote wie 1:1 Sitzungen mit Online-Psycholog:innen und weitere Gesundheitskurse. Die genauen Preise für diese Dienstleistungen sind auf der Plattform einsehbar.

FAQ · 05 Fragen

Häufig gefragt zu Helpcity

Kurze Antworten aus unserer Recherche. Wenn etwas fehlt oder unklar ist: Schreib uns direkt.

Ja. Helpcity erlaubt die Anmeldung ohne Klarnamen; Nutzer wählen ein Pseudonym. Die Kommunikation in der Community findet unter Pseudonym statt. Nutzerdaten werden auf Servern in Deutschland gespeichert und unterliegen der DSGVO.

Community-Chat, Mentoren-Kontakt und Wissensartikel sind kostenlos nutzbar. Einnahmen erzielt Helpcity über Vermittlungsgebühren für kostenpflichtige Einzelsitzungen mit Online-Psychologen sowie über ein optionales Abonnement.

Ueber ein Schwarzes-Brett-System in der App können Nutzer Mentoren finden, die eigene Erfahrungen mit ähnlichen Herausforderungen mitbringen. Der Kontakt ist niedrigschwellig und ohne formale Terminvereinbarung möglich.

Nein. Helpcity versteht sich als digitale Selbsthilfeplattform und Ergänzung zur professionellen Versorgung. Bei akuten psychischen Krisen sollte eine Fachkraft aufgesucht werden.

Helpcity adressiert Belastungen wie Depression, Angststörungen, ADHS, Burnout, chronische Erkrankungen, Trauer und Einsamkeit. Die Community zählt mehr als 25.000 registrierte Nutzer (Stand 2025).

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