Helpcity
Helpcity ist ein soziales Netzwerk für mentale Gesundheit mit Sitz in Köln. Die 2020 von Paul Schonnebeck, Stefan Schulz und Oliver Klein gegründete Plattform richtet sich an Menschen in belastenden Lebenssituationen – von psychischen Erkrankungen über chronische Krankheitsdiagnosen bis hin zu Einsamkeit. Kernidee ist die digitale Selbsthilfe: Betroffene tauschen sich anonym mit Gleichgesinnten aus, finden Verständnis und erhalten niedrigschwelligen Zugang zu professioneller Unterstützung. Die Community zählt nach eigenen Angaben mehr als 25.000 registrierte Nutzerinnen und Nutzer (Stand 2025). Die App gliedert sich in mehrere Bereiche. Im anonymen Community-Chat können Mitglieder rund um die Uhr Gespräche führen – ob zu ADHS, Depression, Angststörungen, Stress, Trauer oder Einsamkeit. Ein Schwarzes-Brett-System verbindet Hilfesuchende mit ehrenamtlichen Mentorinnen und Mentoren, die eigene Erfahrungen mit ähnlichen Herausforderungen mitbringen. Ergänzend stehen Wissensartikel zu psychischer Gesundheit bereit, die Hintergrundinformationen und Selbsthilfestrategien vermitteln. Für Nutzerinnen und Nutzer, die darüber hinaus professionelle Begleitung suchen, vermittelt Helpcity Einzelsitzungen mit Online-Psychologinnen und -Psychologen sowie Gesundheitskurse und Coaching-Angebote. Das Geschäftsmodell folgt einem Freemium-Ansatz: Die grundlegenden Community-Funktionen – Chat, Mentoren-Kontakt, Wissensartikel – sind kostenlos nutzbar. Einnahmen erzielt Helpcity über Vermittlungsprovisionen für gebuchte Expertensitzungen und über das optionale Abonnement „Helpcity Hero", das zusätzliche Funktionen freischaltet. Eine gesetzliche Kostenübernahme durch Krankenkassen besteht derzeit nicht, da Helpcity nicht als Digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) gelistet ist. Die genauen Preise für Einzelsitzungen sind in der App einsehbar. Datenschutz spielt bei Helpcity eine zentrale Rolle. Die Registrierung ist vollständig anonym möglich – ein Klarname ist nicht erforderlich. Sämtliche Nutzerdaten werden ausschließlich auf Servern in Deutschland gespeichert und unterliegen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Für Menschen, die bei sensiblen Themen wie psychischen Belastungen ungern persönliche Daten preisgeben, senkt das die Hemmschwelle erheblich. Im Jahr 2025 bewarb sich Helpcity beim Publikumspreis für digitales Miteinander der Initiative „Digital für alle", einer Plattform, die herausragende Digitalisierungsprojekte in Deutschland auszeichnet. Die Nominierung unterstreicht die gesellschaftliche Relevanz des Ansatzes: Laut dem Einsamkeitsbarometer der Bundesregierung (2024) fühlen sich in Deutschland rund 15 Prozent der Erwachsenen häufig oder immer einsam, bei den 18- bis 29-Jährigen ist der Anteil noch höher. Digitale Plattformen wie Helpcity schließen eine Lücke zwischen dem klassischen Versorgungssystem – in dem die durchschnittliche Wartezeit auf einen Psychotherapieplatz laut Bundespsychotherapeutenkammer bei rund 20 Wochen liegt – und dem Bedarf nach sofortigem, niedrigschwelligem Austausch. Thematisch deckt Helpcity ein breites Spektrum ab: Neben psychischen Erkrankungen wie Depression, Angst- und Panikstörungen, ADHS und Burnout finden sich in der Community auch Gruppen zu chronischen Erkrankungen, Trauer, Beziehungsproblemen und Einsamkeit im Alter. Die Plattform betont dabei den Peer-Ansatz – also den Austausch unter Menschen mit vergleichbaren Erfahrungen. Peer-Support ist in der psychologischen Forschung als wirksame Ergänzung zur professionellen Therapie anerkannt; eine Übersichtsarbeit im Journal of Mental Health (2020) beschreibt positive Effekte auf Selbstwirksamkeit, soziale Eingebundenheit und Symptomreduktion. Helpcity setzt diesen Ansatz konsequent digital um und macht ihn damit unabhängig von Ort und Tageszeit zugänglich. Die App ist für iOS (App Store) und Android (Google Play) verfügbar und wird regelmäßig aktualisiert. Gründer Paul Schonnebeck bringt eine Ausbildung als Gesundheits- und Krankenpfleger mit; die Idee für Helpcity entstand aus der direkten Erfahrung mit Patientinnen und Patienten, die nach dem Klinikaufenthalt auf sich allein gestellt waren und keinen niedrigschwelligen Ansprechpartner fanden. Das Unternehmen wird als Helpcity UG (haftungsbeschränkt) mit Sitz in der Drachenfelsstraße 62, 50939 Köln geführt und wurde unter anderem durch das Gründerstipendium NRW gefördert. In der Bestes-Datenbank lässt sich Helpcity mit weiteren Angeboten im Bereich psychische Gesundheit vergleichen – etwa Selfapy, 7Mind, Mentavio oder OpenUp.
Die Einträge zu Firmen und Produkten sind das Ergebnis eigener Recherche, die wir hier teilweise veröffentlichen. Weitere Infos dazu und noch viel mehr gibt es in der MyBestes App.
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