Cardiomo

Herzerkrankungen sind die häufigste Todesursache weltweit — und viele Warnsignale bleiben unbemerkt, weil sie zwischen den Arztterminen auftreten. Cardiomo schließt diese Lücke mit einem KI-gestützten EKG-Pflaster, das Herzrhythmus, Atemfrequenz, Körpertemperatur und Sturzerkennung kontinuierlich außerhalb des Krankenhauses erfasst.

01 · Profil

Über Cardiomo

Das Unternehmen hat laut Crunchbase (Stand Mai 2026) bislang 7,61 Millionen US-Dollar eingeworben, mit Investoren wie dem Rockstart-Accelerator, der Europäischen Kommission und dem U.S. Agency for International Development (USAID). Das System besteht aus einem flachen, nicht-invasiven Wearable-Patch und einer cloudbasierten Analyseplattform, die HIPAA-konform betrieben wird und durch KI-Algorithmen in Echtzeit kritische Veränderungen erkennen kann.

Wie funktioniert's

Nach dem Aufkleben des Patches auf die Haut unterhalb des Herzens registriert das Gerät kontinuierlich EKG-Signale, Herzfrequenzvariabilität (HRV), Atemfrequenz, Hauttemperatur, Körperposition und Aktivitätsniveau. Eine mobile App verbindet sich mit dem Gerät und überträgt die Messwerte an die HIPAA-konforme Cloud, wo die KI-Engine die Daten analysiert und bei kritischen Mustern alarmiert. Laut Unternehmensangaben kann das System bis zu 40 Erkrankungen erkennen, darunter Herzrhythmusstörungen, Vorhofflimmern und Schlaganfall-Vorstufen. Das Dashboard zeigt Echtzeit-Vitaldaten und ermöglicht die direkte Weitergabe an das Behandlungsteam. Laut einem Bericht von Wareable (2019) hat das Gerät eine Batterielaufzeit von zehn Tagen — mehr als die meisten vergleichbaren Pflaster-Konkurrenten zum Zeitpunkt der Markteinführung.

Verfügbarkeit und Zulassung

Cardiomo befindet sich im Marktaufbau und richtet sich primär an Patienten mit bekannten Herzerkrankungen sowie an Pflegekräfte und Angehörige, die eine kontinuierliche Überwachung benötigen. Das System wurde für Remote-Patient-Monitoring konzipiert, also für die Überwachung außerhalb stationärer Settings. Laut Wareable zielt das Unternehmen darauf ab, die Kosten für klinische Herzüberwachung durch eine dezentrale, home-basierte Lösung erheblich zu senken. Die Markteinführung für den europäischen Raum wird vom Unternehmen vorangetrieben; konkrete CE/MDR-Zulassungsdaten wurden öffentlich noch nicht kommuniziert. Das System ist aktuell auf den US-amerikanischen Markt mit HIPAA-Konformität ausgerichtet.

Für wen ist es gedacht

Das System richtet sich an Herzpatientinnen und -patienten, die nach Krankenhausaufenthalten oder bei chronischen Herzerkrankungen eine lückenlose Überwachung zwischen Arztterminen benötigen. Auch pflegende Angehörige älterer Menschen, die sturzgefährdet sind, profitieren von der integrierten Sturzerkennung und den Alarm-Benachrichtigungen. Das Cardiomo-System ist ausdrücklich kein Ersatz für professionelle kardiologische Diagnostik, sondern ein Ergänzungswerkzeug für die Zeit zwischen den Kontrollterminen.

Stärken und Schwächen

Die Stärke von Cardiomo liegt im breiten Sensor-Portfolio: Wenige Wearables kombinieren EKG, Atemfrequenz, Hauttemperatur, Körperposition und Sturzerkennung in einem Gerät mit zehn Tagen Akkulaufzeit. Die KI-basierte Früherkennungsmethode und die HIPAA-Konformität sind relevant für den US-Markt sowie für datenschutzbewusste europäische Nutzer. Kritisch zu nennen ist, dass unabhängige klinische Validierungsdaten öffentlich noch nicht verfügbar sind — für ein System, das laut Hersteller 40 Erkrankungen erkennen soll, wäre eine publizierte Studie mit definierten Endpunkten ein wichtiger Vertrauensfaktor.

02 · Wer profitiert

Zielgruppe

Cardiomo richtet sich an Personen mit hohem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die durch Stress, Fettleibigkeit, Rauchen, Alkohol oder körperliche Inaktivität gefährdet sind. Darüber hinaus ist es für Familienangehörige und Betreuer von älteren Menschen oder Personen, die lange Zeit allein sind, geeignet. Auch Gesundheitsbegeisterte, die ihre Vitalwerte wie EKG und Blutdruck in Echtzeit überwachen möchten, zählen zur Zielgruppe.

05 · Was es kostet

Kosten & Preise

Informationen zu den Kosten oder dem Preismodell von Cardiomo sind nicht verfügbar.

FAQ · 04 Fragen

Häufig gefragt zu Cardiomo

Kurze Antworten aus unserer Recherche. Wenn etwas fehlt oder unklar ist: Schreib uns direkt.

Der Patch misst EKG-Signale, Herzfrequenzvariabilität (HRV), Atemfrequenz, Hauttemperatur, Körperposition und Aktivitätsniveau. Die Daten werden per mobiler App an eine KI-gestützte Cloud übertragen.

Primär für Herzpatienten, die zwischen Arztterminen lückenlos überwacht werden wollen, sowie für pflegende Angehörige von sturzgefährdeten oder herzerkrankten Personen.

Eine CE- oder MDR-Zulassung für den europäischen Markt wurde vom Unternehmen bislang nicht öffentlich kommuniziert. Das System ist HIPAA-konform für den US-Markt ausgelegt.

Laut Crunchbase hat Cardiomo bis dato 7,61 Millionen US-Dollar eingeworben, unter anderem von Rockstart, der Europäischen Kommission und USAID.

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