Selfapy
DiGA01 · Profil
Über Selfapy
Was Selfapy als DiGA bedeutet
DiGA (Digitale Gesundheitsanwendungen) sind Apps, die vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) geprüft und auf der offiziellen DiGA-Liste geführt werden. Laut BfArM-DiGA-Verzeichnis ist Selfapy für folgende Indikationen gelistet: leichte bis mittelschwere depressive Störungen, generalisierte Angststörungen und ausgewählte weitere psychische Erkrankungen. Die Verordnung erfolgt durch Ärztinnen, Ärzte oder Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten; die Kosten werden von gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Für Privatpatienten oder Nutzer ohne Rezept besteht ebenfalls die Möglichkeit der direkten Buchung, in diesem Fall auf eigene Kosten.
Therapieansatz: kognitive Verhaltenstherapie
Die Selfapy-Programme basieren auf der kognitiven Verhaltenstherapie (KVT), einem der am besten durch klinische Studien belegten Behandlungsansätze für Depression und Angststörungen. Laut Unternehmensangaben sind die Programme CE-zertifiziert und nach Medizinprodukteverordnung (MDR-konform) entwickelt. Die Nutzerin oder der Nutzer durchläuft strukturierte Module: Psychoedukation zu Denk- und Verhaltensmustern, Übungen zur Gefühlswahrnehmung, Problemlösungsstrategien und Rückfallprävention. Das Tempo ist selbstbestimmt. Laut Selfapy-Unternehmensangaben dauert ein vollständiges Programm rund zwölf Wochen. Im App Store wird Selfapy mit 3,1 von 5 Sternen bewertet (Stand Mai 2026, 95 Bewertungen), was im DiGA-Bereich ein durchschnittlicher Wert ist.
Indikationen und Abgrenzung
Selfapy deckt laut BfArM-DiGA-Listing leichte bis mittelschwere Depressionen sowie Angststörungen ab. Schwere Depressionen, bipolare Erkrankungen oder akute Suizidalität sind keine Anwendungsgebiete; in diesen Fällen ist professionelle psychiatrische Versorgung unbedingt erforderlich. Selfapy ersetzt keine reguläre Psychotherapie – das Unternehmen positioniert die App explizit als Ergänzung oder Überbrückung. Wer bereits in psychotherapeutischer Behandlung ist, kann Selfapy in Absprache mit der behandelnden Person als begleitendes Tool nutzen. Für die Nutzung auf Kassenrezept ist kein Aufpreis vorgesehen; die Kostenübernahme läuft direkt zwischen Kasse und Anbieter.
Datenschutz und technische Sicherheit
Da Selfapy mit hochsensiblen psychischen Gesundheitsdaten arbeitet, ist Datenschutz ein zentrales Thema. Laut Unternehmensangaben werden alle Nutzerdaten verschlüsselt übertragen und gespeichert; die Systeme sind nach ISO 27001 zertifiziert. Die App wird auf deutschen Servern betrieben und unterliegt damit vollständig der DSGVO. Nutzerinnen und Nutzer haben jederzeit das Recht, ihre gespeicherten Gesundheitsdaten einsehen und löschen zu lassen. Für Nutzerinnen und Nutzer, die zögern, ihre psychischen Beschwerden einer App anzuvertrauen, gibt der Hinweis auf ISO-Zertifizierung und serverseitige Verschlüsselung zumindest einen technischen Anhaltspunkt für ein sorgfältiges Sicherheitskonzept.
02 · Wer profitiert
Zielgruppe
Die Zielgruppe für Selfapy sind Menschen, die unter psychischen Belastungen wie Depressionen, Ängsten oder Stress leiden. Dieser Service richtet sich an Personen, die einen niedrigschwelligen Zugang zur psychologischen Unterstützung suchen und dabei Wert auf Anonymität und Flexibilität legen. Es könnte auch für diejenigen nützlich sein, die aufgrund von Zeit- oder Mobilitätseinschränkungen Schwierigkeiten haben, persönliche Therapiesitzungen wahrzunehmen. Darüber hinaus könnte Selfapy für Personen attraktiv sein, die sich in der Warteschleife für eine Therapie befinden und in der Zwischenzeit Unterstützung suchen.
05 · Was es kostet
Kosten & Preise
Die Kosten für Selfapy variieren je nach gewähltem Kurs. Einzelne Kurse kosten etwa 130 Euro, während das All-inclusive-Paket, das Zugang zu allen Kursen bietet, etwa 330 Euro kostet. Es gibt auch eine monatliche Zahlungsoption, die etwa 40 Euro pro Monat beträgt.
06 · Aktuelles
News zu Selfapy
FAQ · 05 Fragen
Häufig gefragt zu Selfapy
Kurze Antworten aus unserer Recherche. Wenn etwas fehlt oder unklar ist: Schreib uns direkt.
Selfapy kann von Ärztinnen, Ärzten oder Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten als DiGA verordnet werden. Nach der Verordnung erhält man einen Freischaltcode und kann das Programm kostenlos starten. Die Kasse rechnet direkt mit Selfapy ab.
Laut BfArM-DiGA-Verzeichnis ist Selfapy für leichte bis mittelschwere Depressionen und generalisierte Angststörungen sowie weitere ausgewählte Indikationen gelistet. Bei schweren psychiatrischen Erkrankungen oder akuter Suizidalität ist Selfapy kein geeignetes Mittel.
Laut Unternehmensangaben sind die Programme auf rund zwölf Wochen ausgelegt. Das Tempo ist selbstbestimmt; wer mehr Zeit braucht, kann langsamer vorgehen. Eine Verlängerung ist je nach Verordnung möglich.
Nein. Selfapy ist als digitale Ergänzung oder Überbrückungslösung gedacht – nicht als Ersatz für reguläre Psychotherapie. Das Unternehmen selbst empfiehlt die Nutzung ergänzend zu oder in Absprache mit einer behandelnden Fachperson.
Selfapy ist CE-zertifiziert und MDR-konform entwickelt. Die zugrundeliegende kognitive Verhaltenstherapie gilt als einer der meistbelegten Therapieansätze für Depression und Angststörungen. Für die DiGA-Listung beim BfArM müssen Hersteller positive Versorgungseffekte nachweisen.
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