Rimidi
01 · Profil
Über Rimidi
Wie funktioniert die Rimidi-Plattform
Rimidi verbindet sich via FHIR-Schnittstellen mit gängigen EHR-Systemen und importiert gleichzeitig Gerätedaten von Continuous Glucose Monitoring-Sensoren. Unterstützte Geräte umfassen nach Unternehmensangaben Dexcom G6/G7, FreeStyle Libre und Eversense. Die Plattform aggregiert diese Datenströme, berechnet Risikoscores und zeigt behandelnden Ärzten priorisierende Aufgabenlisten direkt in der gewohnten EHR-Oberfläche. Damit soll die Versorgung von Patienten mit Diabetes, Herzinsuffizienz und weiteren kardiometabolischen Erkrankungen effizienter und proaktiver werden, ohne den Klinikalltag strukturell zu verändern. Das Geschäftsmodell ist rein B2B; Rimidi lizenziert die Plattform an Krankenhäuser, Praxisverbünde und ambulante Zentren.
Unternehmensgeschichte und Übernahme 2026
Rimidi wurde in Atlanta, Georgia, gegründet und hat nach Angaben von Crunchbase (2026) insgesamt 22,7 Millionen US-Dollar aufgenommen, zuletzt von The JumpFund als Lead-Investor. Im März 2026 übernahm Health Recovery Solutions (HRS), der nach eigenen Angaben führende US-Anbieter für Remote Patient Monitoring, Rimidi vollständig, wie hitconsultant.net und Becker's Hospital Review berichteten. HRS integriert die Rimidi-Technologie in sein Remote-Care-Portfolio, um Chronisch-Krank-Management mit stationärem Entlassungsmanagement zu verbinden. Die Marke Rimidi bleibt zunächst bestehen; strategische Weiterentwicklungen erfolgen im HRS-Kontext. Nach Angaben von Crunchbase betrug das Gesamtfunding vor der Übernahme 22,7 Millionen US-Dollar. Laut hitconsultant soll die Integration Rimidis Diabetes- und Herzerkrankungsplattform mit dem Remote-Care-Portfolio von HRS für über 500 Kliniken zugänglich machen.
Studienlage und Marktkontext
Die klinische Relevanz von CGM-Daten im Behandlungsalltag ist gut belegt. In einer randomisierten kontrollierten Studie in Diabetes Care (Beck et al., 2019, n=158) verbesserte das Tragen eines CGM-Sensors den HbA1c-Wert bei Typ-1-Diabetikern um durchschnittlich 0,4 Prozentpunkte gegenüber Kontrollgruppen. Rimidi adressiert das strukturelle Problem, dass solche Gerätedaten heute selten systematisch in die Arzt-Patient-Interaktion einfließen, weil sie in separaten App-Silos verbleiben und nicht im EHR sichtbar sind.
Im Vergleich zu Alternativen
Ähnliche Plattformansätze verfolgen Welldoc (BlueStar) und Glooko, die ebenfalls CGM-Daten aggregieren. Der wesentliche Unterschied: Rimidi legt mehr Gewicht auf die EHR-Integration als eigenständige Oberfläche, während Glooko auch eine starke Patienten-App für das Selbstmanagement bietet. Nach der Übernahme durch HRS ist zu erwarten, dass Rimidi verstärkt in Remote-Monitoring-Szenarien eingebettet wird, in denen Patientendaten von Zuhause kontinuierlich in den klinischen Workflow fließen.
02 · Wer profitiert
Zielgruppe
Die Zielgruppe für Rimidi sind hauptsächlich Gesundheitsdienstleister und medizinische Fachleute, die sich auf die Behandlung chronischer Krankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Fettleibigkeit spezialisiert haben. Darüber hinaus können auch Patienten, die an diesen Krankheiten leiden und eine effektive Verwaltung ihrer Gesundheitsprobleme suchen, von Rimidi profitieren. Es könnte auch für Gesundheitsorganisationen nützlich sein, die nach digitalen Lösungen suchen, um die Patientenversorgung zu verbessern und gleichzeitig die Effizienz zu steigern.
05 · Was es kostet
Kosten & Preise
B2B-Lizenzmodell für klinische Einrichtungen; Preise variieren nach Einrichtungsgröße und Integrationsaufwand.
06 · Aktuelles
News zu Rimidi
FAQ · 04 Fragen
Häufig gefragt zu Rimidi
Kurze Antworten aus unserer Recherche. Wenn etwas fehlt oder unklar ist: Schreib uns direkt.
Rimidi ist primär für kardiometabolische Erkrankungen konzipiert – insbesondere Diabetes Typ 1 und Typ 2, Herzinsuffizienz und Bluthochdruck. Die Plattform aggregiert CGM-Gerätedaten und Vitalparameter und bündelt sie im EHR-Workflow des Arztes.
Laut Unternehmensangaben integriert Rimidi Daten von Dexcom G6/G7, FreeStyle Libre und Eversense direkt in das EHR-System der Einrichtung. Weitere Gerätedaten wie Blutdruck- und Gewichtsmessungen können ebenfalls eingebunden werden.
Ja. Im März 2026 übernahm Health Recovery Solutions (HRS), ein führender US-Anbieter für Remote Patient Monitoring, Rimidi vollständig, wie hitconsultant.net berichtete. Die Integration soll Rimidis Chronisch-Krank-Management mit dem HRS Remote-Care-Portfolio verbinden.
Rimidi ist ausschließlich eine B2B-Kliniklösung. Die Plattform richtet sich an Ärzte und klinische Teams, die Patientendaten aus Wearables und CGM-Geräten systematisch in ihren EHR-Workflow integrieren möchten. Eine direkte Patientenoberfläche bietet Rimidi nicht an.
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