Perfood
DiGA01 · Profil
Über Perfood
Wie sinCephalea funktioniert
sinCephalea basiert auf dem wissenschaftlich belegten Zusammenhang zwischen postprandialen Blutzuckerschwankungen und Migräneattacken. Die App kombiniert ein kontinuierliches Glukosemessgerät (CGM) mit einem KI-gestützten Algorithmus, der aus den individuellen Messungen personalisierte Ernährungsempfehlungen ableitet. Über 12 Wochen begleitet sinCephalea die Nutzerinnen und Nutzer mit täglichen Lektionen zu Ernährung, Migräne, Blutzucker, Entspannung und Bewegung. Das mitgelieferte CGM-Gerät – ein kleiner Sensor am Oberarm – misst kontinuierlich den Glukosespiegel im Gewebe.
Klinische Wirksamkeit
Die Wirksamkeit von sinCephalea wurde in einer randomisierten kontrollierten Studie (RCT) mit mehr als 800 randomisierten Patientinnen und Patienten am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein untersucht. Laut den veröffentlichten Studienergebnissen erreichte sinCephalea den primären Endpunkt: Die Interventionsgruppe reduzierte die monatlichen Migränetage statistisch signifikant stärker als die Kontrollgruppe. In einer früheren Pilotstudie berichteten Teilnehmende von einer Reduktion der Migränehäufigkeit um durchschnittlich 60 Prozent.
DiGA-Status (aktuell)
sinCephalea wurde im Oktober 2022 in das DiGA-Verzeichnis des BfArM aufgenommen – als erste DiGA zur Migräneprophylaxe in Deutschland. Im Oktober 2024 wurde die Anwendung nach Prüfung der Nutzennachweise aus dem Verzeichnis gestrichen. Perfood befindet sich nach eigenen Angaben in Gesprächen mit dem BfArM zur möglichen Wiederaufnahme. Den aktuellen Status sollte man direkt über das offizielle DiGA-Verzeichnis unter diga.bfarm.de prüfen, bevor ein Rezept ausgestellt oder eingereicht wird.
Finanzierung und Unternehmen
Perfood schloss 2020 eine Series-A-Runde über 5 Millionen Euro ab, angeführt vom Boehringer Ingelheim Venture Fund. Im Mai 2025 investierte das Münchner Impact-Investment-Unternehmen BonVenture einen weiteren einstelligen Millionenbetrag. Das Kapital fließt in die Weiterentwicklung von sinCephalea und klinische Studien zu weiteren Erkrankungen mit Blutzuckerrelevanz. Laut Angaben der Universität zu Lübeck entstand Perfood aus universitärer Forschung zur Bedeutung von Blutzuckervariabilität bei Migräne – ein Beispiel für erfolgreichen Wissenstransfer aus der Hochschulforschung in die Gesundheitsversorgung.
02 · Wer profitiert
Zielgruppe
sinCephalea richtet sich an erwachsene Patientinnen und Patienten mit einer ärztlich gesicherten Migräneerkrankung mit oder ohne Aura (ICD-10: G43.0, G43.1), die eine nicht-medikamentöse oder ergänzende Prophylaxe suchen. Besonders geeignet für Betroffene, die bereits mehrere Migränetage pro Monat verzeichnen und eine individuelle Ernährungsanpassung als Therapieoption in Betracht ziehen möchten. Voraussetzung ist eine ärztliche Verschreibung.
06 · Aktuelles
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FAQ · 05 Fragen
Häufig gefragt zu Perfood
Kurze Antworten aus unserer Recherche. Wenn etwas fehlt oder unklar ist: Schreib uns direkt.
sinCephalea war als DiGA gelistet und war bis Oktober 2024 GKV-erstattungsfähig. Im Oktober 2024 wurde die Anwendung aus dem BfArM-DiGA-Verzeichnis gestrichen. Den aktuellen Status bitte direkt unter diga.bfarm.de prüfen.
sinCephalea richtet sich an Erwachsene mit diagnostizierter Migräne ohne Aura und mindestens drei Anfällen pro Monat. Eine ärztliche Beratung ist vor Anwendung empfehlenswert.
CGM steht für Continuous Glucose Monitoring – ein kleiner Sensor am Oberarm misst kontinuierlich den Glukosespiegel. Bei sinCephalea wird das mitgelieferte Gerät genutzt, um individuelle Blutzuckerschwankungen zu erfassen und daraus personalisierte Ernährungsempfehlungen abzuleiten.
Das Programm ist auf 12 Wochen ausgelegt und begleitet Nutzerinnen und Nutzer mit täglichen Lektionen zu Ernährung, Migräne, Blutzucker, Entspannung und Bewegung.
In einer randomisierten kontrollierten Studie mit mehr als 800 Patientinnen und Patienten am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein wurde eine signifikante Reduktion der monatlichen Migränetage nachgewiesen. Die Ergebnisse bildeten die Grundlage für die frühere DiGA-Aufnahme.
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