Machtfit

Betriebliche Gesundheitsförderung ist seit Jahren über §20 SGB V gesetzlich geregelt – in der Praxis scheitert sie aber häufig an fehlender Infrastruktur: HR-Abteilungen koordinieren Einzelmaßnahmen über verschiedene Anbieter, und die Nutzung bleibt ungemessen. Machtfit adressiert dieses Koordinationsproblem mit einer zentralen Plattform für das betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM).

01 · Profil

Über Machtfit

Die Berliner machtfit GmbH bietet Unternehmen eine B2B-SaaS-Lösung, über die Mitarbeitende Zugang zu mehr als 10.000 Gesundheitsangeboten aus 49 Kategorien erhalten – darunter Fitnessangebote, Online-Kurse, Ernährungsprogramme, Health-Gadgets und Team-Challenges. Laut Unternehmensangaben nutzen rund 320.000 Beschäftigte die Plattform; zu den Kunden zählen laut Crunchbase Unternehmen wie BVG, Deutsche Bahn, Deka und KfW. Der Jahresumsatz lag laut Rocketreach zuletzt bei rund 10,6 Millionen US-Dollar.

Wie funktioniert's

Arbeitgeber richten ein individuell gestaltetes digitales Gesundheitsportal ein, wählen Angebotsthemen aus und können das Sortiment regelmäßig anpassen. Mitarbeitende greifen per App oder Browser auf das Portal zu, buchen Kurse und nehmen optional an unternehmensinternen Challenges teil. Das Admin-Dashboard liefert HR-Teams aggregierte, nicht personenbezogene Nutzungsdaten, um die Wirksamkeit des BGM-Programms zu messen. Die Machtfit-App ist im Apple App Store (App-ID 1116916354) und bei Google Play (de.machtfit.poc) verfügbar; im Play Store erreicht sie laut Drittanbieterdaten (Stand 2026) eine Bewertung von 3,0 Sternen.

Das Geschäftsmodell von Machtfit

Das B2B-Lizenzmodell skaliert nach Unternehmensgröße und Modulumfang. Die Plattform ist kompatibel mit der GKV-Förderung nach §20b SGB V, die Arbeitgebern erlaubt, Teile der BGM-Kosten über die zuständige gesetzliche Krankenkasse zu refinanzieren. Laut einer Marktübersicht von GlobeNewswire (April 2024) zählt Machtfit zum Wettbewerbsfeld neben Urban Sports Club, Peloton und Workplace Options im deutschen Corporate-Wellness-Segment.

Im Vergleich zu Alternativen

Machtfit konkurriert vor allem mit Teamfit (Fokus auf Team-Challenges und Nachhaltigkeitsmodule) und Urban Sports Club (primär Fitnessstudio-Zugang). Der Unterschied: Machtfit positioniert sich als vollständige BGM-Plattform mit breiter Kategorienabdeckung und HR-Verwaltungstools, während Teamfit stärker auf spielerische Team-Interaktion setzt. Für Unternehmen, die eine umfassende BGM-Lösung mit Reporting benötigen, ist Machtfit das breitere Angebot.

Für wen ist es gedacht

Die Plattform richtet sich an mittelständische und große Unternehmen, die ein strukturiertes BGM aufbauen oder bestehende Einzelmaßnahmen konsolidieren möchten. Soloselbstständige und Privatpersonen können die Plattform nicht direkt buchen.

Eine Besonderheit des Machtfit-Modells ist die kontinuierliche Erweiterung des Angebots: Laut Unternehmensangaben werden monatlich neue Gesundheitsangebote auf der Plattform aufgenommen, sodass HR-Abteilungen das Portfolio ohne eigenen Aufwand aktuell halten können. Für Unternehmen mit verteilten Teams – etwa mit Standorten in verschiedenen Städten – ist das ein relevanter Vorteil gegenüber lokal gebundenen Fitnessnetzwerken.

02 · Wer profitiert

Zielgruppe

Die Zielgruppe von machtfit sind Großunternehmen, die ihren Mitarbeitenden Gesundheits-Benefits bieten möchten. Die Plattform richtet sich an BGM-Verantwortliche und Gesundheitsmanager in Unternehmen, die ihre Gesundheitsangebote zentral verwalten und erweitern möchten. Auch Mitarbeitende dieser Unternehmen, die von den vielfältigen Gesundheitsangeboten profitieren möchten, gehören zur Zielgruppe.

05 · Was es kostet

Kosten & Preise

machtfit arbeitet mit einem nutzungsbasierten Preismodell. Unternehmen bezahlen nur für Mitarbeitende, die sich auf der Plattform anmelden. Diese erhalten ein festgelegtes Budget, z.B. 200 € pro Jahr, mit welchem der Arbeitgeber die Angebote auf der Plattform bezuschusst. Den Restbetrag zahlen die Mitarbeitenden selbst. Unternehmen können auch steuerliche Vorteile nutzen, wie den monatlichen Sachbezug von 50 € pro Person und ein jährliches Präventionsbudget von 600 € pro Person.

FAQ · 05 Fragen

Häufig gefragt zu Machtfit

Kurze Antworten aus unserer Recherche. Wenn etwas fehlt oder unklar ist: Schreib uns direkt.

Nach §20b SGB V können gesetzliche Krankenkassen betriebliche Gesundheitsförderung bezuschussen. Arbeitgeber sollten bei ihrer zuständigen Kasse den konkreten Förderumfang anfragen; Machtfit stellt entsprechende Unterlagen bereit.

Laut Unternehmensangaben nutzen rund 320.000 Mitarbeitende die Plattform. Das B2B-Modell ist primär für mittelständische bis große Unternehmen ausgelegt; die Lizenzkosten skalieren nach Mitarbeiterzahl.

Ja, die Machtfit-App ist im Apple App Store (App-ID 1116916354) und bei Google Play (de.machtfit.poc) verfügbar. Im Play Store erreicht die App laut Drittquellen (Stand 2026) eine Bewertung von 3,0 Sternen.

Das Angebot erstreckt sich über 49 Kategorien, darunter Fitnessangebote, Online-Kurse, Ernährungsprogramme, Schlaf-Tracking, Health-Gadgets und Team-Challenges. Über 6.500 Anbieter sind laut Unternehmensangaben eingebunden.

Das Admin-Dashboard liefert laut Unternehmensangaben nur aggregierte, anonymisierte Nutzungsstatistiken. Personenbezogene Aktivitätsdaten einzelner Mitarbeitender sind für Arbeitgeber nicht einsehbar.

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