Invirto
DiGA01 · Profil
Über Invirto
Indikationen: Agoraphobie, Panikstörung und soziale Phobie
Invirto ist spezifisch für drei Angststörungsbilder zugelassen: Agoraphobie, Panikstörung und soziale Phobie. Die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) gilt laut S3-Leitlinie Angststörungen der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie (DGPPN) als Goldstandard zur Behandlung dieser Erkrankungen. Invirto überträgt die Kerntechniken der KVT – insbesondere graduierte Expositionsübungen – in ein digitales, durch Virtual Reality erweitertes Format und macht sie damit ortsunabhängig und zeitlich flexibel zugänglich. Die App ermöglicht es Patienten, zwischen offiziellen Arztterminen selbstständig an ihrer Angstkonfrontation zu arbeiten, was die therapeutische Intensität und Frequenz der Übungen erhöhen kann. Studien zeigen laut einer Metaanalyse in Frontiers in Psychiatry (2023) vergleichbare Wirksamkeit von VR-gestützter Exposition zur klassischen In-vivo-Exposition bei Angststörungen.
VR-gestützte Exposition: Wie die Therapie funktioniert
Invirto führt Nutzer schrittweise durch Angstsituationen in einer sicheren, virtuellen Umgebung – von weniger belastenden bis zu anspruchsvolleren Szenarien. Die Expositionsübungen werden durch Psychoedukations-Module und Entspannungsverfahren ergänzt. Eine VR-Brille ist optional: Die Anwendung funktioniert auch ohne VR-Hardware als konventionelle App auf dem Smartphone, was die Einstiegshürde erheblich senkt. Laut App-Store-Daten (Google Play, Stand 2026) wird die App für ihre Struktur und klinische Fundierung positiv bewertet. Die Therapie folgt einem definierten Zeitplan und kann therapeutisch begleitet werden.
Verordnung, Erstattung und Unternehmenshintergrund
Als dauerhaft zugelassene DiGA wird Invirto von allen gesetzlichen Krankenkassen zu 100 Prozent erstattet. Voraussetzung ist eine Verordnung durch einen Arzt oder approbierten Psychotherapeuten; Patienten erhalten anschließend von ihrer Krankenkasse einen Freischaltcode, in der Regel innerhalb weniger Werktage. Entwickelt wird Invirto von der Sympatient GmbH mit Sitz in Hamburg. Laut Crunchbase (2025) hat das Unternehmen Investitionen von deutschen Digital-Health-Investoren erhalten und zählt zu den Pionieren der VR-gestützten Psychotherapie im deutschen Kassensystem. Für Patienten auf langen Wartelisten für Verhaltenstherapie bietet Invirto eine niederschwellige, sofort verfügbare Option – ohne Wartezeit auf einen Therapieplatz.
Als DiGA im deutschen Gesundheitssystem steht Invirto in einem wachsenden Marktumfeld: Laut BfArM-Verzeichnis (Stand Juni 2026) sind 59 DiGAs zugelassen, davon mehrere im Bereich psychische Gesundheit. Laut S3-Leitlinie der DGPPN gilt kognitive Verhaltenstherapie als Erstlinienbehandlung bei Angststörungen – die digitale Umsetzung durch Invirto ermöglicht den Zugang auch für Patientinnen und Patienten in unterversorgten Regionen ohne wohnortnahe Verhaltenstherapeuten.
02 · Wer profitiert
Zielgruppe
Die Zielgruppe von Invirto umfasst Menschen, die unter Angststörungen oder Depressionen leiden. Dies können Privatpersonen sein, die eine flexible und sofort verfügbare Therapieoption suchen. Darüber hinaus richtet sich Invirto auch an Behandler:innen und Krankenkassen, die ihren Patient:innen eine innovative und wirksame Therapieoption anbieten möchten. Die Therapie ist für Menschen geeignet, die von zu Hause aus arbeiten möchten und eine individuelle Betreuung schätzen.
05 · Was es kostet
Kosten & Preise
Die Invirto Therapie wird zu 100% von allen gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland erstattet, was bedeutet, dass für die Nutzer keine direkten Kosten anfallen. Die Therapie bietet eine kostengünstige Alternative zu traditionellen Therapieformen, da keine Wartezeiten entstehen und sie flexibel von zu Hause aus durchgeführt werden kann.
FAQ · 05 Fragen
Häufig gefragt zu Invirto
Kurze Antworten aus unserer Recherche. Wenn etwas fehlt oder unklar ist: Schreib uns direkt.
Als dauerhaft zugelassene DiGA wird Invirto vollständig von allen gesetzlichen Krankenkassen erstattet (Erstattungsbetrag: 220 Euro pro Verordnung / 90 Tage). Für gesetzlich Versicherte entstehen keine Eigenkosten.
Invirto ist zugelassen für Agoraphobie mit und ohne Panikstörung (ICD-10: F40.00, F40.01) sowie soziale Phobie. Die Therapie richtet sich an Erwachsene zwischen 18 und 65 Jahren.
Die Therapie kombiniert kognitive Verhaltenstherapie (KVT) mit Virtual-Reality-Exposition. Über die App, eine VR-Brille und Kopfhörer konfrontieren sich Nutzer schrittweise mit angstauslösenden Situationen – zunächst virtuell, dann im Alltag.
Die Therapiedauer beträgt 90 Tage. Laut Herstellerangaben berichten 9 von 10 Patienten von positiver Therapieerfahrung; 98 % bewerten die Anwendung als benutzerfreundlich.
Ein Arzt oder Psychotherapeut kann Invirto auf Rezept verschreiben. Alternativ können GKV-Versicherte den Antrag direkt bei ihrer Krankenkasse stellen, wenn sie die Diagnose nachweisen. Der Therapiestart ist innerhalb weniger Tage möglich – ohne Wartezeit.
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