Hedia
01 · Profil
Über Hedia
Wie funktioniert's
HDA verknüpft eingehende Messwerte mit dem persönlichen Insulinschema des Nutzers und generiert daraus kontextbezogene Dosierungsvorschläge. Wer ein CGM-Gerät nutzt, kann es mit der App verbinden – seit Version 3.5.0 vom März 2026 ist laut App-Store-Release-Notes die Dexcom-Integration in ausgewählten Regionen verfügbar. Eine integrierte Lebensmittelbibliothek erleichtert die Kohlenhydratschätzung; eigene Einträge lassen sich ergänzen. Das überarbeitete Dashboard bietet eine Tagesansicht, die Glukoseverläufe und Insulinaktivität zusammenführt. Behandelnde Diabetologinnen und Diabetologen können Protokolldaten direkt über die App erhalten, was die Kommunikation zwischen Patientin und Praxis erleichtert.
Studienlage und Zulassung
HDA trägt die CE-Kennzeichnung als Medizinprodukt der Klasse IIb – eine regulatorisch anspruchsvolle Einstufung, die klinische Bewertungen und fortlaufende Überwachung nach MDR voraussetzt. Laut Unternehmensangaben zeigen neue Nutzerinnen und Nutzer nach zwölf Wochen ein reduziertes Hypoglykämie-Risiko. Der dänische Innovationsfonds hat Hedia mit einem Forschungsgrant gefördert, der die klinische Weiterentwicklung des PeTER-Projekts unterstützt. Das Unternehmen ist damit einer der wenigen App-Anbieter im Diabetes-Segment, dessen Produkt explizit als Klasse-IIb-Medizinprodukt eingestuft ist.
Wer steckt dahinter
Hedia wurde 2016 in Kopenhagen gegründet. Laut Crunchbase (Mai 2026) hat das Unternehmen bislang rund 9,93 Millionen US-Dollar eingeworben – darunter eine Seed-Runde über drei Millionen Euro aus dem Jahr 2021. Eine Kooperation mit Glooko, einem auf Diabetes-Datenintegration spezialisierten US-Unternehmen, bündelt Messwerte aus verschiedenen Geräten in einer einheitlichen Plattformansicht. Die App ist auf iOS (mindestens iOS 15.1) und Android verfügbar und wird in mehreren europäischen Märkten vertrieben.
Im Vergleich zu Alternativen
Im Segment der regulierten Diabetes-Apps konkurriert Hedia mit Produkten wie GlucoMen Day CGM von A. Menarini Diagnostics, das den Schwerpunkt auf sensorbasiertes kontinuierliches Monitoring legt, und MySugarWatch, einem nicht-invasiven CGM-Armband für Typ-2-Diabetiker. HDA unterscheidet sich durch den Fokus auf insulinpflichtige Patientinnen und Patienten und die MDR-Klassifikation als Klasse-IIb-Gerät. Glucoracle, ein weiterer Wettbewerber, konzentriert sich auf Vorhersagen für Typ-2-Diabetiker und ist regulatorisch anders positioniert. Der europäische Markt für digitale Diabetesversorgung wird laut MarketsandMarkets auf 7,78 Milliarden US-Dollar (2026) geschätzt und wächst jährlich um rund 10 Prozent.
02 · Wer profitiert
Zielgruppe
Die Zielgruppe von Hedia umfasst Menschen mit insulinpflichtigem Diabetes, insbesondere Typ-1-Diabetiker. Darüber hinaus richtet sich das Unternehmen an Gesundheitsdienstleister wie Diabetes-Kliniken und Krankenkassen, die ihren Patienten den Zugang zu fortschrittlichen digitalen Gesundheitslösungen erleichtern möchten.
05 · Was es kostet
Kosten & Preise
Hedia bietet seine Dienstleistungen in Zusammenarbeit mit Diabetes-Kliniken und Krankenkassen an, die Zugangscodes für die Hedia Diabetes Assistant App bereitstellen. Es gibt keine spezifischen Preisangaben auf der Webseite, was darauf hindeutet, dass die Kostenstruktur möglicherweise durch Partnerschaften mit Gesundheitsdienstleistern subventioniert wird.
06 · Aktuelles
News zu Hedia
FAQ · 04 Fragen
Häufig gefragt zu Hedia
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