Diagnosia

Als digitale Arzneimittel-Datenbank für medizinische Fachkräfte hat sich die 2011 in Wien gegründete Diagnosia-Plattform zu einer der meistgenutzten klinischen Entscheidungshilfen in Österreich entwickelt. Hinter dem Projekt stehen Mitgründer Dr. Lukas Zinnagl – selbst promovierter Mediziner – gemeinsam mit Eric Pfarl (Gründer von 123people und Tripwolf), Marco Vitula und Stefan Weixelbaumer als technischem Leiter. Bereits 2013 sicherte sich das Wiener Startup laut Trending Topics ein Investment von über einer Million Euro von Business Angel Hansi Hansmann und dem VC Speedinvest – ein frühes Signal für den Stellenwert digitaler Arzneimittelinfrastruktur.

01 · Profil

Über Diagnosia

Kernfunktionen und Zielgruppe

Die App richtet sich exklusiv an Ärztinnen und Ärzte, Apotheker:innen, Pflegefachkräfte, Rettungssanitäter sowie Medizin- und Pharmaziestudierende. Sie bietet Zugang zu aktuellen, evidenzbasierten österreichischen Arzneimittelinformationen: vollständige Fach- und Gebrauchsinformationen, Erstattungsdaten der österreichischen Sozialversicherung sowie ein Interaktions-Check-Tool für Mehrfachmedikationen. Laut Ärzteblatt-Archiv gehört Diagnosia zu den wichtigsten digitalen Begleitern für die sichere Arzneimitteltherapie im österreichischen Praxisalltag. Der Zugang ist dauerhaft kostenlos für berechtigte Fachkräfte – kein Abonnement erforderlich.

Digitale Fortbildung und Datenbasis

Über die reine Arzneimittelrecherche hinaus integriert Diagnosia digitale Fortbildungsangebote mit CME-Punkten (Continuing Medical Education), einen medizinischen Podcast und Fachpresse-Inhalte. Durch die Übernahme des Arzneimitteldatenanbieters MedEval – laut Trending Topics bereits vor mehreren Jahren abgeschlossen – stärkte das Unternehmen seine Datenbankabdeckung und die Aktualität der Fachinformationen erheblich. Sowohl iOS als auch Android werden unterstützt.

Marktkontext: Klinische Entscheidungsunterstützung mobil

In Österreich sind laut AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) mehr als 10.000 Arzneimittelspezialitäten zugelassen. Der Bedarf an schnell abrufbaren, korrekt attributierten Fachinformationen im klinischen Alltag ist entsprechend hoch. Im deutschsprachigen Wettbewerbsumfeld mit Rote Liste, Gelber Liste und Pharmawiki hebt sich Diagnosia durch seinen starken Österreich-Fokus, die mobile Optimierung und integrierte Fortbildungsfunktionen ab. Verglichen mit diesen Alternativen verbindet die Plattform Arzneimitteldatenbank und CME-Fortbildung in einer einzigen Anwendung, was Praxisunterbrechungen minimiert und die Compliance bei Medikationsentscheidungen verbessert.

Einschätzung und Zielgruppe

Diagnosia entfaltet seinen Nutzen im professionellen medizinischen und pharmazeutischen Kontext. Für gesundheitsbewusste Verbraucher:innen ohne Heilberufszulassung sind patientenorientierte Quellen wie beipackzettel.de oder die Beratung in der Apotheke besser geeignet. Im Segment klinischer Entscheidungsunterstützungs-Apps positioniert sich die Plattform konsequent als österreichische Fachlösung mit behördlich validierter Datenbasis und langer Praxis-Erfahrung seit 2011.

Sicherheit und Verantwortlichkeit im Praxisalltag

Arzneimittelinteraktionen gehören zu den häufigsten vermeidbaren Ursachen unerwünschter Arzneimittelereignisse im Krankenhaus und in der Praxis. Laut WHO-Bericht „Medication Without Harm" (2017) sind vermeidbare arzneimittelbezogene Schäden für rund 50 % der gesamten vermeidbaren Behandlungsschäden weltweit verantwortlich. Tools wie der Interaktions-Check in Diagnosia können dazu beitragen, dieses Risiko im klinischen Alltag systematisch zu reduzieren – gerade bei Patient:innen mit Polymedikation (≥5 Dauerpräparate), die in der Praxis zunehmend häufiger werden.de oder die direkte Apothekenberatung.

02 · Wer profitiert

Zielgruppe

Ärztinnen und Ärzte, Apothekerinnen und Apotheker sowie medizinisches Fachpersonal in Österreich und deutschsprachigen Ländern

05 · Was es kostet

Kosten & Preise

Basisversion kostenlos; Diagnosia Enterprise für Krankenhäuser auf Anfrage

FAQ · 05 Fragen

Häufig gefragt zu Diagnosia

Kurze Antworten aus unserer Recherche. Wenn etwas fehlt oder unklar ist: Schreib uns direkt.

Diagnosia richtet sich exklusiv an medizinische Fachkräfte: Ärztinnen und Ärzte, Apotheker:innen, Pflegekräfte, Rettungssanitäter sowie Medizin- und Pharmaziestudierende. Patientenzugang ist nicht vorgesehen.

Die App ist für berechtigte Fachkräfte dauerhaft kostenlos. Kernfunktionen wie Arzneimittelsuche, Interaktions-Check und Fachinformationen stehen ohne Abonnement zur Verfügung.

Der Fokus liegt auf Österreich – mit vollständigen Erstattungsdaten der österreichischen Sozialversicherung. Durch die Übernahme von MedEval wurden Datenbankabdeckung und Aktualität der Arzneimitteldaten weiter ausgebaut.

Im deutschsprachigen Raum konkurriert Diagnosia mit Rote Liste, Gelber Liste und Pharmawiki. Im österreichischen Kontext hebt sich Diagnosia durch mobilen Fokus, integrierte CME-Fortbildung und direkte Anbindung an das österreichische Erstattungssystem ab.

Ja – 2013 sicherte sich Diagnosia laut Trending Topics ein Investment von über einer Million Euro von Business Angel Hansi Hansmann und dem Wiener VC Speedinvest. Das Unternehmen hat zudem den Arzneimitteldatenlieferanten MedEval übernommen.

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