D-Pocket

Wer täglich seinen Blutzucker kontrollieren muss, kennt das Ritual: Finger piksen, Teststreifen einlegen, Blut auftragen. Das D-Pocket des Berliner MedTech-Unternehmens DiaMonTech AG macht diesen Schritt überflüssig – es misst den Glukosewert schmerzfrei und ohne Nadelstich per Fingerkuppe in 10 bis 15 Sekunden. Im Jahr 2024 konnte DiaMonTech in einer klinischen Studie nachweisen, dass das D-Pocket eine vergleichbare Messgenauigkeit wie invasive Standardmethoden erzielt, wie die Techniker Krankenkasse im Rahmen des Health-i Awards 2024 hervorhob. Das Gerät befindet sich aktuell im Zulassungsprozess für Europa und die USA.

01 · Profil

Über D-Pocket

Technologie und Funktionsweise

Das D-Pocket basiert auf patentierter photothermischer Spektroskopie. Ein Infrarotlaser wird kurz auf die Fingerkuppe gerichtet: Das Körpergewebe absorbiert das Licht glukoseabhängig, die entstehende Wärme wird präzise ausgewertet und in einen Glukosewert umgerechnet – ganz ohne Blutentnahme oder Verbrauchsmaterial. Das Gerät zeigt das Ergebnis direkt auf seinem Display an. Laut DiaMonTech AG erreicht die Methode in klinischen Tests die gleiche Genauigkeit wie herkömmliche invasive Messgeräte. Da das D-Pocket als Medizinprodukt klassifiziert wird, ist vor dem Marktstart eine CE-Zulassung nach MDR erforderlich. In Zusammenarbeit mit Samsung entwickelt DiaMonTech parallel den D-Sensor – einen miniaturisierten Sensor für die Integration in Smartwatches.

Finanzierung, Auszeichnungen und Partnerschaften

DiaMonTech schloss 2025 eine Finanzierungsrunde über 12 Millionen Euro erfolgreich ab, laut Medizin & Technik (2025). Laut Cluster Gesundheitswirtschaft Berlin-Brandenburg ist Samsung Next, der Venture-Capital-Arm von Samsung Electronics, Schlüsselinvestor und war an mehreren Finanzierungsrunden beteiligt. Die Mittel werden für die abschließende Produktentwicklung, die MDR-Zulassung und den Markteintritt in Europa und den USA eingesetzt. Laut Handelsblatt wurde DiaMonTech 2025 als „Health-i All-Star" – eine Auszeichnung für besonders innovative Gesundheits-Startups. Bereits 2024 gewann das Unternehmen den Health-i Award der Techniker Krankenkasse in der Kategorie nicht-invasive Diagnostik. DiaMonTech AG wurde 2015 gegründet und hat seinen Sitz in Berlin. Das Unternehmen wird durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert.

Für wen ist D-Pocket geeignet?

Das D-Pocket richtet sich primär an Menschen mit Diabetes Typ 1 und Typ 2, die täglich ihren Blutzucker kontrollieren. Der entscheidende Vorteil: kein Nadelstich mehr. Gerade für Betroffene mit Nadelangst oder empfindlicher Haut bedeutet das eine erhebliche Alltagserleichterung, laut deutsche-startups.de (Februar 2025). Auch für Prediabetiker und Gesundheitsbewusste, die ihren Glukosestoffwechsel beobachten möchten, ist das D-Pocket eine Option. Sobald die CE-Zulassung vorliegt, soll das Gerät in Europa und den USA vermarktet werden. Neben dem D-Pocket bietet DiaMonTech mit Diamoki bereits ein Blutzucker-Tagebuch für die tägliche Dokumentation und Verlaufskontrolle an. Weitere Informationen zum Entwicklungsstand des D-Pocket finden sich auf diamontech.de.

02 · Wer profitiert

Zielgruppe

Die Zielgruppe von DiaMonTech umfasst in erster Linie Menschen mit Diabetes, die von der nicht-invasiven und schmerzfreien Blutzuckermessung profitieren können. Darüber hinaus richtet sich das Unternehmen an Gesundheitsbewusste, die ihre Glukosewerte kontinuierlich überwachen möchten. Auch B2B-Partner im Gesundheitswesen, wie Krankenhäuser und Gesundheitsdienstleister, könnten von der Technologie profitieren.

05 · Was es kostet

Kosten & Preise

Derzeit gibt es keine spezifischen Informationen über die Kostenstruktur oder das Pricing von DiaMonTechs Produkten, da sich diese noch in der Entwicklungsphase befinden. Es ist unklar, ob die Krankenkassen die Kosten für das D-Pocket übernehmen werden.

FAQ · 05 Fragen

Häufig gefragt zu D-Pocket

Kurze Antworten aus unserer Recherche. Wenn etwas fehlt oder unklar ist: Schreib uns direkt.

Das D-Pocket befindet sich aktuell im MDR-Zulassungsprozess für Europa. Eine CE-Kennzeichnung als Medizinprodukt ist Voraussetzung für den Marktstart. DiaMonTech nutzt die 12-Millionen-Euro-Finanzierungsrunde (2025) für den abschließenden Zulassungsprozess und den Markteintritt in Europa und den USA.

Das D-Pocket basiert auf patentierter photothermischer Spektroskopie. Ein Infrarotlaser wird kurz auf die Fingerkuppe gerichtet. Das Körpergewebe absorbiert das Licht glukoseabhängig, die entstehende Wärme wird ausgewertet und in einen Glukosewert umgerechnet – ganz ohne Blutentnahme oder Verbrauchsmaterial. Das Ergebnis erscheint nach 10 bis 15 Sekunden auf dem Display.

Laut DiaMonTech AG erreicht das D-Pocket in klinischen Tests eine vergleichbare Genauigkeit wie invasive Standardmessgeräte. Die Techniker Krankenkasse zeichnete das Gerät 2024 mit dem Health-i Award in der Kategorie nicht-invasive Diagnostik aus.

Primäre Zielgruppe sind Menschen mit Diabetes Typ 1 und Typ 2, die täglich Blutzucker kontrollieren und Fingerstiche vermeiden möchten – besonders bei Nadelangst oder empfindlicher Haut. Auch Prediabetiker und gesundheitsbewusste Personen, die ihren Glukosestoffwechsel beobachten möchten, werden angesprochen.

Ja. DiaMonTech AG wurde 2015 in Berlin gegründet und wird durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert. Zu den Investoren gehört Samsung Next, der Venture-Capital-Arm von Samsung Electronics. Das Handelsblatt kürte DiaMonTech 2025 zum Health-i All-Star.

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