Swisslog Healthcare

Pneumatische Rohrpostsysteme, automatisierte Apothekenlager und Medikamenten-Dispensiersysteme gehören zu den unverzichtbaren Infrastrukturschichten eines modernen Krankenhauses. Swisslog Healthcare, mit europäischem Hauptsitz in Augsburg, ist einer der weltweit führenden Anbieter dieser Krankenhausautomatisierungstechnik und erzielte laut ZoomInfo zuletzt einen Jahresumsatz von rund 252 Millionen US-Dollar.

01 · Profil

Über Swisslog Healthcare

Wie funktioniert's

Das Produktportfolio umfasst drei Kernbereiche: Erstens pneumatische Rohrpostsysteme (PTS) für den schnellen Transport von Medikamenten, Blutproben und Dokumenten. Zweitens automatisierte Apothekenlösungen, darunter Automated Dispensing Cabinets (ADC) für die stationsnahe Medikamentenausgabe. Drittens vollautomatisierte Zentralapotheken-Systeme, die Kommissionierung, Lagerung und Ausgabe ohne manuellen Eingriff ermöglichen. Laut Tracxn beschäftigt Swisslog Healthcare rund 667 Mitarbeitende weltweit.

Wer steckt dahinter

Swisslog Healthcare ist eine Tochtergesellschaft der Swisslog Gruppe, die wiederum zum deutschen Robotik- und Automatisierungskonzern KUKA AG gehört. Das Unternehmen wurde bereits im Jahr 1900 gegründet, zunächst als Hersteller von Rohrpost- und Fördertechnik. Im Jahr 2019 wurde Swisslog Healthcare als eigenständige Marke positioniert.

Verfügbarkeit und Zulassung

Die Produkte sind in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie in weiteren europäischen Märkten verfügbar. Swisslog Healthcare richtet sich ausschließlich an institutionelle Kunden – Klinikbetreiber, Krankenhausapotheken und Gesundheitsnetzwerke. Alle Systeme entsprechen den MDR-Anforderungen für EU-Märkte. Swisslog Healthcare bietet neben Hard- und Software auch vollständige Installations- und Wartungsservices sowie Mitarbeiterschulungen an, was besonders für Kliniken ohne eigenes IT-Team relevant ist.

Stärken und Schwächen

Die mehr als 120-jährige Unternehmensgeschichte und die Einbettung in den KUKA-Konzern sorgen für technische Tiefe und Investitionssicherheit. Ein strategischer Fokus liegt auf der pharmazeutischen Sicherheit: Automatisierte Dispensiersysteme reduzieren nachweislich die Rate von Medikationsfehlern, die laut WHO weltweit zu den häufigsten vermeidbaren Patientenschäden gehören. Für kleinere Krankenhäuser können Swisslog-Systeme preislich und infrastrukturell eine erhebliche Hürde darstellen. Im Vergleich zu Mitbewerbern wie BD Rowa oder Omnicell positioniert sich Swisslog als Komplettanbieter für große Klinikkomplexe.

Der regulatorische Druck auf sichere Medikamentenprozesse in Krankenhäusern wächst kontinuierlich: Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) ist in Deutschland durch Aktionspläne des Bundesgesundheitsministeriums ein nationales Gesundheitsziel. Automatisierte Dispensiersysteme adressieren dieses Ziel direkt, indem sie lückenlose digitale Dokumentationspfade für jede ausgegebene Arzneimitteleinheit erzeugen. Die Integration in bestehende Krankenhaus-Informationssysteme (KIS) wie Orbis, i.s.h.med oder SAP IS-H erfolgt bei Swisslog über standardisierte HL7-Schnittstellen, was aufwendige Sonderprogrammierungen minimiert. Für Kliniken, die eine vollständige digitale Medikationsdokumentation nach ISO 9001 anstreben oder sich auf JCI-Akkreditierung vorbereiten, ist eine vollautomatisierte Apothekenlösung wie die von Swisslog Healthcare zunehmend nicht nur eine Effizienzmaßnahme, sondern eine regulatorische Notwendigkeit. Der Trend zu Klinikketten und Krankenhausverbünden begünstigt zudem zentralisierte Apothekenlösungen, die mehrere Standorte aus einer Infrastruktur versorgen.

02 · Wer profitiert

Zielgruppe

Die Zielgruppe von Swisslog Healthcare umfasst vor allem Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen, die ihre internen Logistik- und Medikamentenmanagementprozesse optimieren möchten. Dazu zählen Krankenhauslogistiker, Apotheker und das Pflegepersonal, das von effizienteren Prozessen profitieren kann.

05 · Was es kostet

Kosten & Preise

Es liegen keine spezifischen Informationen zu den Kosten oder dem Preismodell von Swisslog Healthcare vor. In der Regel werden solche Dienstleistungen individuell auf die Bedürfnisse der jeweiligen Gesundheitseinrichtung angepasst, was zu variierenden Kosten führen kann.

FAQ · 05 Fragen

Häufig gefragt zu Swisslog Healthcare

Kurze Antworten aus unserer Recherche. Wenn etwas fehlt oder unklar ist: Schreib uns direkt.

Hauptsächlich Zentralapotheken, Stationsapotheken, Notaufnahmen und Intensivstationen. Pneumatische Rohrpost verbindet Labore, Apotheken und Stationen für schnellen Transport.

Ja, Swisslog Healthcare gehört zur Swisslog Gruppe, einem Tochterunternehmen des deutschen Robotik-Konzerns KUKA AG.

Ja, neben Hardware umfasst das Portfolio Workflow-Software für Medikamentenverwaltung und Integration in Krankenhaus-IT (KIS/HIS).

Swisslog Healthcare ist global tätig, mit Präsenz in Europa (DACH, Skandinavien, UK), Nordamerika und dem Nahen Osten.

Ausschließlich für institutionelle Kunden – Klinikbetreiber, Krankenhausapotheken und Gesundheitsnetzwerke. Kein Endkundenprodukt.

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