SkinScreener

Über 800.000 Hautscans hat die KI-App SkinScreener laut Angaben des Herstellers medaia GmbH seit ihrem Launch verarbeitet – ein Indiz für das wachsende Interesse an digitaler Hautkrebsfrüherkennung. Hautkrebs zählt zu den häufigsten Krebsarten in Deutschland; nach Angaben des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) erkranken jährlich mehrere hunderttausend Menschen an den unterschiedlichen Formen. Frühzeitige Erkennung verbessert die Heilungschancen erheblich, ist aber auf flächendeckende dermatologische Versorgung angewiesen – die in Deutschland regional sehr unterschiedlich verfügbar ist. SkinScreener ist als Medizinprodukt der Klasse IIa nach der europäischen MDR-Verordnung zertifiziert und damit als reguliertes Diagnostikhilfsmittel eingestuft, entwickelt von der medaia GmbH aus Graz, Österreich.

01 · Profil

Über SkinScreener

Wie die App funktioniert

Nutzerinnen und Nutzer fotografieren eine Hautveränderung mit dem eingebauten Smartphone-Flash, der für gleichmäßige Ausleuchtung sorgt. Die App analysiert das Bild mit einem validierten KI-Algorithmus und gibt eine Risikobewertung aus: gering, mittel oder hoch. Das Ergebnis ist kein medizinisches Gutachten, sondern ein Hinweis, ob ein Hautarztbesuch empfohlen wird. Das zugrundeliegende KI-Modell wurde laut medaia GmbH an der Medizinischen Universität Graz in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Graz entwickelt und validiert. Die klinische Genauigkeit wird vom Anbieter mit 95 Prozent angegeben; laut eigenen Angaben erkennt das System 98 Prozent aller klinisch relevanten Hauttumoren. SkinScreener ist in mehr als 17 Ländern verfügbar und verzeichnet laut medaia über 300.000 Downloads.

Einsatzbereiche, Grenzen und Auszeichnungen

SkinScreener richtet sich sowohl an Privatpersonen, die Hautveränderungen präventiv beobachten möchten, als auch an Unternehmen, die das Produkt im Rahmen betrieblicher Gesundheitsmaßnahmen einsetzen. Die App ist ausdrücklich als Screening-Werkzeug konzipiert und ersetzt laut Anbieter keine dermatologische Untersuchung. Das bedeutet: Ein auffälliges Ergebnis gibt Hinweis auf einen Arztbesuch, ein unauffälliges Ergebnis schließt eine Erkrankung nicht aus – diese Einschränkung entspricht dem regulatorischen Status als Klasse-IIa-Medizinprodukt. SkinScreener wurde mit dem Primus Wirtschaftspreis „Geistesblitz" und dem Award „Start-Up des Jahres" ausgezeichnet. Die App ist in Österreich und Deutschland für iOS und Android verfügbar und kann unabhängig von einem laufenden Hautarzttermin genutzt werden.

SkinScreener ist kostenlos im App Store und Google Play verfügbar. Das Unternehmen medaia GmbH bietet darüber hinaus eine Version für Unternehmenskunden an, die das Tool in betriebliche Vorsorge- oder Gesundheitsmanagementprogramme integrieren möchten. Der Einsatz setzt keine Vorkenntnisse voraus; die Benutzeroberfläche ist auf die einfache Selbstanwendung ausgelegt. Wer Veränderungen auf der Haut über einen längeren Zeitraum beobachten möchte, kann Ergebnisse in der App speichern und im Verlauf vergleichen.

02 · Wer profitiert

Zielgruppe

Personen ab dem Erwachsenenalter, die Veränderungen auf ihrer Haut eigenständig und niedrigschwellig präventiv überprüfen möchten, bevor sie einen Dermatologen aufsuchen. Besonders relevant für Personen mit erhöhtem Hautkrebsrisiko sowie Unternehmen mit betrieblichen Gesundheitsscreening-Programmen.

05 · Was es kostet

Kosten & Preise

Gestaffelte Abonnementmodelle verfügbar. Preisdetails auf der Anbieterwebsite. Verfügbar für iOS und Android.

FAQ · 05 Fragen

Häufig gefragt zu SkinScreener

Kurze Antworten aus unserer Recherche. Wenn etwas fehlt oder unklar ist: Schreib uns direkt.

Ja. SkinScreener ist als Medizinprodukt der Klasse IIa nach der europäischen MDR-Verordnung CE-zertifiziert und damit als reguliertes Diagnostikhilfsmittel eingestuft.

Laut medaia GmbH liegt die klinische Genauigkeit bei 95 Prozent, ermittelt in einer Validierungsstudie an der Medizinischen Universität Graz. Das System soll laut eigenen Angaben 98 Prozent aller klinisch relevanten Hauttumoren erkennen. Diese Angaben beziehen sich auf Anbieterstudien.

Nein. SkinScreener ist ein Screening-Werkzeug und gibt Risikohinweise: gering, mittel oder hoch. Ein auffälliges Ergebnis empfiehlt einen Arztbesuch, ein unauffälliges schließt Erkrankungen nicht aus. Dermatologische Untersuchungen bleiben erforderlich.

SkinScreener richtet sich an Privatpersonen zur präventiven Selbstbeobachtung von Hautveränderungen sowie an Unternehmen für betriebliche Gesundheitsmaßnahmen. Die App ist in über 17 Ländern für iOS und Android verfügbar.

Laut medaia GmbH wurden über 800.000 Hautscans mit der App durchgeführt, bei über 300.000 Downloads weltweit (Stand: Herstellerangaben 2024).

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