Openhealth

Als Infrastruktur für die Digitalisierung medizinischer Labordaten hat sich Openhealth Technologies auf die Harmonisierung von Befunddaten spezialisiert. Im Mittelpunkt steht ein System, das Laborergebnisse aus unterschiedlichsten Quellen zusammenführt – ob über API oder als PDF-Scan – und in einer einheitlichen Datenbasis strukturiert. Patienten erhalten Zugang zu ihrer gesamten Befundhistorie über ein zentrales Portal; Labore und Kliniken können ihren digitalen Workflow effizienter gestalten. Die Plattform adressiert ein strukturelles Problem des Gesundheitssystems: Befunde liegen meist verteilt bei verschiedenen Einrichtungen, in inkompatiblen Formaten und ohne gemeinsamen Zugriffspunkt.

01 · Profil

Über Openhealth

Wie die Plattform Labordaten zusammenführt

Über eine offene API können Labore ihre Befunddaten in Echtzeit übermitteln; alternativ liest das System PDFs direkt aus. Die importierten Rohdaten werden durch medizinische Wissensdatenbanken angereichert und in einer standardisierten Struktur gespeichert. Das Ergebnis ist ein digitaler Befundreport, aufbereitet im Branding des jeweiligen Labors oder der Klinik – verständlich für Patienten, direkt nutzbar für Fachpersonal. Fachbegriffe werden automatisch erläutert; Referenzbereiche für Laborwerte sind im Report sichtbar.

Das Modul „Report Hub" ermöglicht Patienten, alle je ausgestellten Befunde an einem Ort einzusehen, auch wenn diese von verschiedenen Einrichtungen stammen. Kliniken erhalten personalisierte Arztberichte mit Kommentarfunktion, die sich in elektronische Patientenakten integrieren lassen. HealthTech-Startups können die Dateninfrastruktur via API als Zusatzmodul in eigene Produkte einbetten und so neue Anwendungsfälle rund um Befunddaten erschließen.

Finanzierung und Unternehmenshintergrund

Openhealth Technologies hat laut Crunchbase (2025) insgesamt 4,3 Millionen US-Dollar an Risikokapital eingesammelt. Die jüngste Seed-Runde über 3 Millionen US-Dollar wurde von GoHub Ventures angeführt; beteiligt waren unter anderem Octopus Ventures, Calm/Storm Ventures, EdenBase sowie YZR Capital und Exceptional Ventures – insgesamt 13 Investoren laut Crunchbase. Das Unternehmen ist mit Büros in Berlin, Amsterdam und São Paulo vertreten.

Das medizinische Beratungsgremium umfasst laut Unternehmenswebsite unter anderem Carlos Ballarati (MD, PhD, MBA, ehemaliger Präsident der brasilianischen Pathologievereinigung SBPC/ML) sowie Thamires Cappello (Professorin, Doktorat der Universidade de São Paulo, Spezialistin für Medizinrecht und ANVISA-Regulierung). Der internationale Teamaufbau verbindet Technologie-Expertise aus Europa mit medizinischer Fachkenntnis aus Brasilien, Europa und den USA.

Laut TechFundingNews (September 2025) positioniert sich das Unternehmen als Enabler für Gesundheitsorganisationen, die fragmentierte Patientendaten bislang nicht systematisch auswerten konnten. Im Vergleich zu klassischen Labor-IT-Systemen verfolgt Openhealth einen API-first-Ansatz, der auch kleineren Einrichtungen den Einstieg in die Befunddigitalisierung ermöglicht. Das Unternehmen verpflichtet sich nach eigenen Angaben zur Einhaltung europäischer Datenschutzanforderungen.

02 · Wer profitiert

Zielgruppe

Die Zielgruppe von Openhealth Technologies umfasst Labore, Kliniken und HealthTech-Unternehmen, die ihre digitale Transformation vorantreiben und ihre Rentabilität durch den Einsatz von Technologie steigern möchten. Auch Patienten profitieren von der Plattform, da sie ihre Laborergebnisse einfach und sicher einsehen und verwalten können.

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