One Sec

Eine kurze Atempause soll den Unterschied machen zwischen bewusstem und reflexartigem Tippen: Das ist das Konzept hinter one sec, einer App und Browser-Erweiterung für iOS, Android und Desktop. Sobald Nutzer eine als ablenkend markierte App starten – etwa Instagram oder TikTok – schaltet sich one sec dazwischen. Eine kurze Verzögerung mit Atemübung gibt Zeit zum Nachdenken. Am Ende entscheiden Nutzer selbst, ob sie weitermachen oder die App schließen.

01 · Profil

Über One Sec

Der Effekt ist messbar. In einer Studie, die 2023 in den Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) veröffentlicht wurde (DOI: 10.1073/pnas.2213114120), reduzierten Teilnehmer ihr tatsächliches App-Öffnen nach sechs Wochen um 57 Prozent gegenüber der ersten Nutzungswoche. Rund 36 Prozent aller versuchten App-Öffnungen wurden nach der Unterbrechung durch one sec abgebrochen. An der Studie waren das Max-Planck-Institut für Bildungsforschung Berlin und die Universität Heidelberg beteiligt – die Ergebnisse wurden peer-reviewed veröffentlicht.

Wer steckt hinter one sec?

Entwickelt wurde one sec vom deutschen Indie-Entwickler Frederik Riedel, der die App 2020 zunächst für den eigenen Gebrauch baute – nach zwei Wochen mit dem Prototyp war seine eigene Bildschirmzeit um 44 Prozent gesunken. Riedel ist fünffacher Apple-WWDC-Stipendiat; das Projekt wurde ohne Venture-Capital-Finanzierung aufgebaut. Die Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz (BzKJ) listet one sec als förderungswürdiges Werkzeug für digitale Medienkompetenz. Auch die dänische Regierung empfahl die App als digitales Wohlbefindens-Tool.

App-Store-Präsenz und Nutzerbewertungen

Im Apple App Store (App-ID 1532875441) erzielt one sec laut aktueller Bewertung 4,8 von 5 Sternen bei mehr als 100.000 Fünf-Sterne-Rezensionen. Im Google Play Store ist die App unter der Kennung wtf.riedel.onesec verfügbar. Das Preismodell umfasst eine kostenlose Basisversion sowie eine Vollversion per Abonnement oder Lifetime-Lizenz. Nutzer berichten, dass eine einzige Atempause pro App-Öffnung ausreicht, um impulsives Scrollverhalten spürbar zu reduzieren – ohne komplette Zugangssperren.

Wissenschaftliche Einordnung: Warum Reibung wirkt

Die Forschungsgruppe aus Berlin und Heidelberg untersuchte in einem vorregistrierten Onlineexperiment (N = 500) drei Wirkmechanismen der App: Zeitverzögerung, Ablehnungsoption und Bedenkzeitnachricht. Die Ablehnungsoption – also die Möglichkeit, den App-Start sofort abzubrechen – zeigte den stärksten Effekt. Reine Zeitverzögerung wirkte ebenfalls signifikant, während die Bedenkbotschaft allein keinen messbaren Einfluss hatte. Das Konzept der gezielten Verhaltensfriektion ist damit wissenschaftlich fundiert und in einem der meistzitierten Wissenschaftsjournale der Welt dokumentiert. one sec gehört damit zu den am besten evidenzbasierten Werkzeugen zur Reduktion digitaler Übernutzung. Damit ist one sec nicht nur ein Produktivitätswerkzeug, sondern ein klinisch relevantes Instrument zur Förderung digitaler Gesundheit.

02 · Wer profitiert

Zielgruppe

Die Zielgruppe von one sec umfasst vor allem junge Erwachsene und Menschen, die ihre Nutzung von Social-Media-Apps reduzieren möchten. Besonders angesprochen werden Personen, die unter problematischer Internetnutzung leiden oder ihre Produktivität steigern wollen.

05 · Was es kostet

Kosten & Preise

Kostenlose Basisversion. Vollversion per Abonnement oder Lifetime-Lizenz erhältlich.

FAQ · 04 Fragen

Häufig gefragt zu One Sec

Kurze Antworten aus unserer Recherche. Wenn etwas fehlt oder unklar ist: Schreib uns direkt.

one sec funktioniert mit nahezu allen Apps, die Nutzer als ablenkend markieren – darunter Instagram, TikTok, YouTube und weitere Social-Media-Plattformen. Die App ist für iOS, Android und als Browser-Erweiterung für Desktop-Geräte verfügbar.

one sec bietet eine kostenlose Basisversion sowie eine Vollversion per Abonnement oder Lifetime-Lizenz. Die genauen Preise können sich ändern; aktuelle Konditionen sind direkt in den App-Stores einsehbar.

Die Atempause ist kurz gehalten – wenige Sekunden reichen, um den automatischen Griff zum Smartphone zu unterbrechen. In einer PNAS-Studie (2023) reduzierten Nutzer ihr App-Öffnen dadurch um 57 Prozent gegenüber der ersten Nutzungswoche.

Ja. Eine 2023 im Fachjournal PNAS (DOI: 10.1073/pnas.2213114120) veröffentlichte Studie des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung Berlin und der Universität Heidelberg belegte, dass one sec die App-Öffnungen signifikant reduziert. Die Ablehnungsoption – der Abbruch direkt nach der Pause – zeigte den stärksten Effekt.

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