Oncotherm

Oncotherm ist ein auf modulierte Elektro-Hyperthermie (mEHT®) spezialisierter Medizintechnikhersteller mit Sitz in Deutschland und Ungarn. Während klassische Hyperthermie-Verfahren das gesamte Gewebe erhitzen, fokussiert die mEHT®-Methode die elektromagnetische Energie selektiv auf maligne Zellen und schont dabei das umgebende gesunde Gewebe. Das Unternehmen gilt nach eigenen Angaben als einer der weltweit führenden Anbieter in diesem Segment und wurde in den 1990er Jahren gegründet. Laut Unternehmensangaben sind Oncotherm-Systeme in onkologischen Kliniken und spezialisierten Behandlungszentren in mehr als 30 Ländern weltweit im Einsatz.

01 · Profil

Über Oncotherm

Wie funktioniert's

Die mEHT®-Methode — Markenname Oncothermie — sendet amplitudenmodulierte elektromagnetische Energie gezielt in den Tumor. Die selektive Erwärmung auf 40–42 Grad Celsius soll nach Herstellerangaben Apoptose (programmierten Zelltod) in malignen Zellen auslösen, ohne umliegendes gesundes Gewebe zu schädigen. Das aktuelle Gerät EHY-2030 ist für die lokal-regionale Behandlung solider Tumore ausgelegt und kombiniert thermische Wärmeapplikation mit elektromagnetischer Stimulation des Tumorgewebes. Weltweit werden laut Unternehmensangaben mehr als 200.000 Behandlungen pro Jahr mit Oncotherm-Geräten in klinischen Einrichtungen durchgeführt.

Zulassung und Qualitätsmanagement

Das Qualitätsmanagementsystem von Oncotherm ist nach EN ISO 13485 zertifiziert — die Zertifizierung erfolgt durch TÜV SÜD Product Service GmbH. Die Geräte sind CE-zertifiziert gemäß MDD/MDR für den europäischen Markt und erfüllen damit die regulatorischen Anforderungen der EU-Medizinprodukteverordnung. Oncotherm kommuniziert, dass die Systeme in spezialisierten onkologischen Kliniken in über 30 Ländern im klinischen Einsatz sind.

Klinische Evidenz

Zur Wirksamkeit von Elektrohyperthermie-Verfahren existieren klinische Studien zu verschiedenen Tumortypen wie Glioblastom, Pankreaskarzinom und Gebärmutterhalskrebs. Laut der Deutschen Krebsgesellschaft gilt Hyperthermie in Kombination mit Strahlentherapie bei bestimmten Tumorentitäten als anerkanntes Verfahren in der modernen Onkologie. Komplementäre Ansätze wie die Oncothermie werden weiterhin in klinischen Studien untersucht und wissenschaftlich bewertet. Patienten sollten die Therapieoption stets gemeinsam mit ihrem onkologischen Behandlungsteam besprechen, bevor sie eine Entscheidung treffen.

Für wen ist es gedacht

Oncotherm-Geräte werden in onkologischen Kliniken, Tageskliniken und spezialisierten Praxen eingesetzt, die Hyperthermie als Ergänzung zu Chemo- oder Strahlentherapie anbieten. Das Verfahren wird ausdrücklich komplementär — nicht als Monotherapie — empfohlen. Es richtet sich an Krebspatienten mit soliden Tumoren, für die eine lokale Wärmebehandlung am Tumor medizinisch sinnvoll und ärztlich empfohlen wird.

Erstattung und Verfügbarkeit

Konventionelle Hyperthermie in Kombination mit Strahlentherapie wird von einzelnen gesetzlichen Krankenkassen erstattet, sofern eine entsprechende onkologische Indikation vorliegt. Die Oncothermie selbst fällt in Deutschland häufig unter individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) oder private Wahlleistungen, da sie als ergänzende komplementäre Methode eingesetzt wird. Interessenten sollten die Möglichkeit der Kostenübernahme daher vorab schriftlich mit ihrer Krankenkasse klären und eine verbindliche Kostenzusage einholen.

02 · Wer profitiert

Zielgruppe

Die Zielgruppe für Oncotherm sind vor allem Patienten, die an verschiedenen Arten von Krebs leiden. Diese Personen suchen nach alternativen oder ergänzenden Behandlungsmöglichkeiten zur Standard-Chemotherapie und -Strahlentherapie. Darüber hinaus könnten auch medizinische Fachleute, die sich auf die Onkologie spezialisiert haben, an den Dienstleistungen von Oncotherm interessiert sein, um ihren Patienten eine umfassende Palette an Behandlungsoptionen anzubieten.

05 · Was es kostet

Kosten & Preise

Die Kosten für Oncothermie können stark variieren, abhängig von Faktoren wie der Anzahl der benötigten Sitzungen und dem spezifischen Gesundheitszustand des Patienten. Es ist wichtig, vor Beginn der Behandlung eine genaue Kostenschätzung zu erhalten.

FAQ · 05 Fragen

Häufig gefragt zu Oncotherm

Kurze Antworten aus unserer Recherche. Wenn etwas fehlt oder unklar ist: Schreib uns direkt.

Die modulierte Elektro-Hyperthermie (mEHT®) fokussiert die Energie selektiv auf maligne Zellen, während klassische Hyperthermie das gesamte Gewebe gleichmäßig erhitzt. Das soll die Wirkung auf Tumorzellen erhöhen und Nebenwirkungen im gesunden Gewebe reduzieren.

Ja. Oncotherm-Geräte sind CE-zertifiziert. Das Qualitätsmanagementsystem ist nach EN ISO 13485 durch TÜV SÜD zertifiziert.

Klassische Hyperthermie in Kombination mit Strahlentherapie wird von einzelnen GKV erstattet. Die Oncothermie wird in Deutschland häufig als IGeL-Leistung abgerechnet — Vorab-Klärung mit der Kasse ist empfohlen.

Oncotherm-Geräte werden nach Unternehmensangaben in Kliniken in mehr als 30 Ländern eingesetzt.

Das EHY-2030 ist das aktuelle Hauptgerät von Oncotherm für die lokal-regionale Tumorbehandlung per modulierter Elektro-Hyperthermie.

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