Nuvoair

Wer mit Asthma oder chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) lebt, kennt das Problem: Die Lungenfunktion schwankt, Exazerbationen kündigen sich oft subtil an, und der nächste Facharzttermin liegt Wochen entfernt. NuvoAir begegnet dieser Versorgungslücke mit einer Kombination aus Smartphone-App, verbundenem Bluetooth-Spirometer und digitalem Patientenportal, das Atemwerte kontinuierlich erfasst und für Betroffene wie für Behandelnde auslesbar macht.

01 · Profil

Über Nuvoair

Wie funktioniert's

Das Bluetooth-Spirometer von NuvoAir misst Atemvolumina wie FEV1 und FVC am Gerät und überträgt die Ergebnisse drahtlos an die zugehörige App. Laut MobiHealthNews erkennt die App zusätzlich per Mikrofon-Algorithmus Husten-Muster und kann so Auffälligkeiten zwischen regulären Spirometrie-Messungen aufdecken. Für Inhalator-Nutzerinnen und -Nutzer steht ein Sensor-Aufsatz bereit, der die tatsächliche Medikamenteneinnahme dokumentiert – ein in der Versorgungsforschung als kritisch eingestufter Faktor bei Therapie-Adhärenz. Alle Daten laufen in einem Provider-Portal zusammen, auf das begleitende Lungenfachärztinnen und -fachärzte Zugriff erhalten.

Wer steckt dahinter

NuvoAir wurde in Stockholm gegründet und ist heute auch in den USA aktiv. Im Juni 2021 schloss das Unternehmen laut TechCrunch eine Series-A-Runde über 12 Millionen US-Dollar ab, angeführt von AlbionVC mit Beteiligung von KAYA (ehemals Enern), Amino Collective sowie den Bestandsinvestoren Spiltan, Industrifonden und Novartis Pharma AG (dRx Capital). Laut PR Newswire hatte NuvoAir im ersten Quartal 2021 ein Wachstum von 500 Prozent verzeichnet, was als Grundlage für die Finanzierungsrunde diente.

Verfuegbarkeit und Zulassung

Die NuvoAir-App ist im Apple App Store und auf Google Play erhältlich und laut Unternehmensangaben in mehreren Sprachen verfügbar, darunter Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch und Schwedisch. Das angeschlossene Spirometer gilt als Medizinprodukt; für verbindliche Angaben zur CE-Kennzeichnung und regulatorischen Zulassung sollte die Herstellerwebsite konsultiert werden. NuvoAir richtet sich sowohl an einzelne Patientinnen und Patienten als auch an Kliniken und Versorgungsnetzwerke, die Remote-Monitoring-Programme aufbauen möchten.

Stärken und Schwächen

Der größte Vorteil von NuvoAir liegt in der Kombination mehrerer Datenpunkte: Spirometrie, Hustenerkennung und Inhalator-Tracking geben ein umfassenderes Bild des Atemwegsgeschehens als einzelne Praxismessungen. Eine Einschränkung besteht darin, dass die Lösung auf klinische Partnerprogramme ausgerichtet ist – ein rein individueller Zugang ohne eingebundenes Behandlungsteam schöpft das Potenzial nur begrenzt aus. Wer laut Unternehmensangaben in einem Versorgungsprogramm mit NuvoAir-Partnerschaft eingeschrieben ist, profitiert am stärksten: Die lückenlose Datenhistorie ermöglicht es Lungenfachärztinnen und -fachärzten, Medikamenten-Anpassungen gezielter und auf Grundlage objektiverer Verlaufskurven vorzunehmen als bei rein symptombasierten Konsultationen.

02 · Wer profitiert

Zielgruppe

Privatpersonen mit chronischen Herz-, Lungen- oder Schlafstörungen.

05 · Was es kostet

Kosten & Preise

Die Kosten werden in der Regel von der Krankenversicherung übernommen.

FAQ · 05 Fragen

Häufig gefragt zu Nuvoair

Kurze Antworten aus unserer Recherche. Wenn etwas fehlt oder unklar ist: Schreib uns direkt.

NuvoAir ist primaer fuer Menschen mit Asthma, COPD, Herzinsuffizienz und anderen Herz-Lungen-Erkrankungen entwickelt worden. Welche Indikationen das angeschlossene Spirometer medizinrechtlich abdeckt, ist der Produktbeschreibung auf nuvoair.com zu entnehmen.

Ja. NuvoAir bietet ein eigenes Bluetooth-Spirometer an, das in Verbindung mit der App funktioniert. Ob das Geraet separat erworben oder im Rahmen eines Programms gestellt wird, haengt vom jeweiligen Versorgungsmodell ab.

Eine allgemeine GKV-Erstattung fuer NuvoAir besteht in Deutschland derzeit nicht; dies kann sich aendern, wenn das Spirometer und die App das DiGA-Verfahren beim BfArM durchlaufen. Aktuell empfiehlt sich eine direkte Anfrage bei der eigenen Krankenkasse.

Ja, sofern das Behandlungsteam ueber das NuvoAir-Provider-Portal eingebunden ist. Patientinnen und Patienten muessen dem Datenzugriff aktiv zustimmen; die Datenweitergabe erfolgt nicht automatisch.

Laut Unternehmensangaben steht die App unter anderem auf Deutsch, Englisch, Franzoesisch, Italienisch und Schwedisch bereit. Der genaue Sprachumfang ist der aktuellen App-Store-Beschreibung zu entnehmen.

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