Myon

Chronische Erkrankungen, Nachsorge nach Operationen, Bluthochdruck: Zwischen den Arztbesuchen sind viele Patientinnen und Patienten auf sich gestellt. Die Münchner ONCARE GmbH, gegründet 2015 von Serienunternehmer Christian Hieronimi wie Munich Startup dokumentiert, hat mit ihrer myoncare-Plattform einen digitalen Patientenbegleiter entwickelt, der die gesamte Behandlungsreise abdeckt – von der Prävention über periinterventionelle Betreuung bis zum Langzeit-Management chronischer Erkrankungen.

01 · Profil

Über Myon

Digitale Begleitung auf Arztrezept – wie myoncare funktioniert

Über die kostenfreie myoncare-App können Patienten Therapiepläne einsehen, Medikamentenerinnerungen nutzen, Symptome dokumentieren und direkt mit ihrem Behandlungsteam kommunizieren. Ärzte und Kliniken erhalten ein separates Dashboard, über das sie Patienten aktiv begleiten können. Das System ist laut Unternehmensangaben in sechs Sprachen verfügbar, darunter Deutsch, Englisch, Italienisch und Thailändisch – ein Vorteil für Patienten mit internationalem Hintergrund.

Alle Gesundheitsdaten werden laut ONCARE auf Servern des deutschen Anbieters Hetzner DSGVO-konform verarbeitet. Die Infrastruktur erfüllt damit die strengen deutschen Datenschutzanforderungen, was besonders bei sensiblen Gesundheitsinformationen relevant ist. Für bestimmte Indikationen – etwa Bluthochdruck – kann der Zugang über das myon.clinic-Angebot für gesetzlich Versicherte ohne Zuzahlung zugänglich sein. Patienten sollten die Kostenübernahme vorab mit ihrer Krankenkasse klären.

Zertifiziertes Medizinprodukt: Regulatorische Grundlage

Was myoncare von einfachen Gesundheits-Apps unterscheidet, ist sein rechtlicher Status: Die Plattform ist laut ONCARE als Medizinprodukt der Klasse IIa nach EU-Medizinprodukteverordnung (MDR 2017/745) zertifiziert – dieselbe Regulierungsstufe wie CE-zugelassene DiGAs. Das ermöglicht den Einsatz als automatisiertes Entscheidungsunterstützungssystem in klinischen Umgebungen. Zusätzlich hat die US-amerikanische FDA für das Gerät Enforcement Discretion empfohlen, wie ONCARE auf seiner Website angibt.

Das Qualitätsmanagementsystem von ONCARE ist nach ISO 13485:2016 für medizinische Geräte und ISO 27001:2022 für Informationssicherheit zertifiziert. ONCARE ist zudem Mitglied bei Bayern Innovativ, der staatlichen Innovationsagentur des Freistaats Bayern, die Digital-Health-Unternehmen bei der Vernetzung mit Gesundheitspartnern unterstützt.

Die technologische Reife der Plattform zeigt sich auch daran, dass ONCARE mit myon.vc einen eigenen Accelerator für Digital-Health-Gründer betreibt, die auf der zertifizierten Infrastruktur eigene konforme Gesundheitslösungen aufbauen wollen.

Für wen ist myoncare geeignet?

Das Angebot richtet sich vor allem an Menschen mit chronischen Erkrankungen wie Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Erkrankungen des Bewegungsapparats sowie an Patienten vor und nach operativen Eingriffen. Darüber hinaus unterstützt die Plattform Präventionsprogramme – etwa für Versicherte, die ihre Gesundheitsrisiken frühzeitig erkennen und Gegenmassnahmen einleiten wollen. Wenn die behandelnde Klinik oder der Arzt myoncare einsetzt, erhalten Patienten über einen personalisierten Einladungslink Zugang zur App als Teil ihrer Versorgung – ganz ohne eigenständige Suche nach einer geeigneten digitalen Lösung. Die App steht sowohl im Apple App Store als auch im Google Play Store zum Download bereit.

02 · Wer profitiert

Zielgruppe

Die Zielgruppe von myon.clinic umfasst Gesundheitsversorger, Hersteller, Versicherer und Unternehmen. Die Plattform ist ideal für Kliniken, Arztpraxen, MedTech-Unternehmen und Versicherungen, die ihre digitale Gesundheitsversorgung verbessern möchten. Sie richtet sich auch an Unternehmen, die im Bereich des betrieblichen Gesundheitsmanagements tätig sind, sowie an Patienten, die von einer kontinuierlichen Gesundheitsüberwachung profitieren können.

05 · Was es kostet

Kosten & Preise

Das Geschäftsmodell von myon.clinic basiert auf der Bereitstellung digitaler Gesundheitslösungen für verschiedene Akteure im Gesundheitswesen, darunter Kliniken, Arztpraxen, MedTech-Unternehmen und Versicherungen. Die Plattform ermöglicht es diesen Akteuren, ihre eigenen digitalen Gesundheitsprojekte zu realisieren oder bestehende Lösungen zu nutzen. Informationen zu spezifischen Kosten oder Preismodellen sind auf der Webseite nicht angegeben.

FAQ · 05 Fragen

Häufig gefragt zu Myon

Kurze Antworten aus unserer Recherche. Wenn etwas fehlt oder unklar ist: Schreib uns direkt.

myoncare ist eine digitale Patientenbegleit-Plattform der Münchner ONCARE GmbH, die chronisch kranke Patientinnen und Patienten sowie Menschen in Nachsorge oder Rehabilitation unterstützt. Die Plattform richtet sich sowohl an Patientinnen und Patienten als auch an Ärzte, Kliniken und medizinische Einrichtungen, die ihre Patientenbetreuung digital verlängern möchten.

Über die kostenfreie myoncare-App erhalten Patientinnen und Patienten strukturierte Behandlungspläne, Erinnerungen an Medikamente oder Übungen sowie direkten Kontakt zu ihrem Behandlungsteam. Ärzte können Inhalte individuell zuweisen, Vitalwerte abfragen und den Therapieerfolg nachverfolgen – alles innerhalb einer DSGVO-konformen Umgebung.

Ja, ONCARE betreibt die myoncare-Infrastruktur auf Hetzner-Servern in Deutschland und hält die ISO-Zertifizierungen 27001:2022 (Informationssicherheit) sowie 13485:2016 (Medizinprodukte) und ist CE-Klasse-IIa-zertifiziert. Patientendaten werden verschlüsselt übertragen und sind weder für Dritte noch für andere Nutzerinnen und Nutzer zugänglich.

myoncare wird in verschiedenen medizinischen Bereichen eingesetzt, darunter Kardiologie, Onkologie, Orthopädie, Neurologie und chronische Schmerzerkrankungen. Das System unterstützt periinterventionelle Betreuung (vor und nach Eingriffen) ebenso wie das Langzeit-Management chronischer Erkrankungen und ist auf sechs Sprachen verfügbar.

Die myoncare-App selbst ist für Patientinnen und Patienten kostenlos verfügbar. Kosten entstehen auf der Anbieterseite – Kliniken, Praxen und Krankenkassen lizenzieren die Plattform und stellen ihren Patienten den Zugang zur Verfügung. Für Endnutzerinnen und Endnutzer ist die App damit in der Regel ohne direkten Eigenanteil nutzbar.

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