Myo

Die Kommunikation zwischen Pflegeeinrichtungen und Angehörigen läuft in vielen Häusern noch über Telefon, Aushänge und persönliche Besuche – und damit zwangsläufig an vielen Beteiligten vorbei. myo, ein deutsches Startup, hat eine Kommunikationsplattform entwickelt, die alle Beteiligten in der stationären Pflege digital vernetzt: Einrichtungen, Bewohner, Angehörige und externe Dienstleister.

01 · Profil

Über Myo

Kommunikation, Menüplanung und Dienstleistungen in einer App

Die myo-App verbindet laut Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) Pflegeeinrichtungen, Bewohner, Angehörige und externe Dienstleister auf einer datensicheren Plattform. Kernfunktionen umfassen Videoanrufe und Nachrichtenversand mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, ein Menümodul für digitale Speiseplanung und Essensbestellung sowie ein Dienstleistungsmodul für Aufgaben wie Wäschebestellungen, Terminvereinbarungen mit Podologen oder Apothekenlieferungen. Beiträge sind dabei laut Unternehmensangaben nur für ausgewählte Angehörige sichtbar – nicht für die breite Öffentlichkeit. Gemäß Unternehmensangaben werden alle Daten auf EU-Servern gespeichert und ohne Drittanbieterzugang verarbeitet; diese Datenschutzarchitektur ist besonders relevant für Pflegeeinrichtungen, die unter der DSGVO operieren und keine US-basierten Cloud-Dienste einsetzen dürfen. Für Bewohnerinnen und Bewohner bietet myo laut myo.de eine vereinfachte Nutzeroberfläche mit minimalen technischen Anforderungen, die speziell für ältere Menschen ohne Smartphone-Erfahrung entwickelt wurde.

Kunden und Wachstum

Laut carevor9.de hat myo seit 2020 rund 400 Kunden in der DACH-Region und Großbritannien gewonnen, darunter namentlich DRK, AWO und Johanniter – drei der größten Wohlfahrtsverbände in Deutschland. Laut PPZ Nürnberg, dem Pflegepraxiszentrum der TH Nürnberg, wurde myo als Kommunikationslösung für die stationäre Pflege evaluiert und als geeignet eingestuft. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben die erste Million Euro Umsatz erreicht und strebt für 2025/2026 die Profitabilität an.

Marktposition und Abgrenzung

Im Vergleich zu allgemeinen Kollaborationsplattformen wie Microsoft Teams, die von einigen Pflegeeinrichtungen informell genutzt werden, ist myo speziell für den regulierten Pflegemarkt entwickelt – mit Rollen- und Rechtemanagement, Bewohnerprofilen und pflegespezifischen Modulen. Gegenüber dem CareTable, der primär auf die Aktivierung von Bewohnern setzt, fokussiert myo auf die digitale Vernetzung aller Akteure rund um die Einrichtung. Das Senior-Tech- und Care-Tech-Segment wächst in Deutschland: Laut Statista übersteigen die Ausgaben für Pflege-Digitalisierung in DACH bis 2026 die 500-Millionen-Euro-Marke. Pflegeeinrichtungen, die Angehörige stärker in den Pflegealltag einbinden und gleichzeitig administrative Prozesse digitalisieren möchten, finden in myo eine niedrigschwellige Infrastruktur, die regulatorischen Anforderungen gerecht wird. Zudem ermöglicht die Plattform eine strukturierte digitale Dokumentation von Pflegeaktivitäten und erleichtert so den Informationsfluss zwischen Pflegepersonal, Angehörigen und externen Dienstleistern. Die App ist für iOS und Android verfügbar. myo ist für iOS und Android verfügbar und für Einrichtungen jeder Größe konzipiert.

02 · Wer profitiert

Zielgruppe

Die potenziellen Nutzer des Myo-Dienstes sind in erster Linie Menschen, die an gesundheitsbewusstem Essen und Ernährung interessiert sind. Sie könnten Personen sein, die wenig Zeit zum Kochen haben, aber dennoch gesunde und ausgewogene Mahlzeiten zu sich nehmen möchten. Darüber hinaus könnte der Service auch für Sportler attraktiv sein, die ihre Ernährung genau kontrollieren müssen, um ihre Leistung zu optimieren. Schließlich könnte der Dienst auch für Personen geeignet sein, die spezielle diätetische Bedürfnisse haben, wie z.B. vegetarische oder glutenfreie Diäten.

FAQ · 05 Fragen

Häufig gefragt zu Myo

Kurze Antworten aus unserer Recherche. Wenn etwas fehlt oder unklar ist: Schreib uns direkt.

Für stationäre Pflegeeinrichtungen, die Kommunikation mit Angehörigen, Bewohnern und externen Dienstleistern digitalisieren möchten.

Ja. Laut Unternehmensangaben werden alle Daten Ende-zu-Ende verschlüsselt auf EU-Servern gespeichert, ohne Drittanbieterzugang.

Apotheken, Wäschereien, Podologen und weitere Serviceanbieter – diese erhalten laut myo.de Aufträge direkt über die Plattform.

Laut eigenen Angaben über 400 Kunden in DACH und Großbritannien (Stand 2025), darunter DRK, AWO und Johanniter.

Ja, neben der Angehörigen- und Mitarbeiter-App existiert laut myo.de eine vereinfachte Oberfläche speziell für Bewohner.

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