MyFitnessPal

Wer abnehmen, Muskeln aufbauen oder einfach bewusster essen möchte, landet früher oder später bei einer Frage: Was esse ich eigentlich täglich? MyFitnessPal beantwortet sie mit einer der größten Lebensmitteldatenbanken der Welt – laut Unternehmensangaben umfasst sie über 14 Millionen Einträge – und ermöglicht so eine minutiöse Kalorienerfassung per App.

01 · Profil

Über MyFitnessPal

Wie MyFitnessPal funktioniert

Nutzerinnen und Nutzer erfassen jede Mahlzeit über eine Suche in der Datenbank, per Strichcode-Scan oder durch eigene Rezepte. Die App errechnet daraus die tägliche Kalorienbilanz sowie die Makronährstoffe Protein, Kohlenhydrate und Fett. Zusätzlich können Sport-Aktivitäten eingetragen oder per Schnittstelle aus Fitness-Trackern von Apple Health, Fitbit oder Garmin importiert werden; die verbrauchten Kalorien fließen automatisch in die Tagesbilanz ein.

Das Grundprinzip basiert auf dem Energiebilanz-Konzept: Wer langfristig weniger Kalorien aufnimmt als verbraucht, nimmt ab. Laut einer Metaanalyse im Journal of the Academy of Nutrition and Dietetics (2016) können Kalorientracking-Apps die Ernährungsqualität und die Gewichtsabnahme bei Erwachsenen statistisch signifikant verbessern, verglichen mit Kontrollgruppen ohne App-Nutzung.

Für wen ist MyFitnessPal geeignet

Die App eignet sich für Menschen mit konkreten Ernährungszielen – Gewichtsreduktion, -aufbau oder -erhalt – sowie für Personen, die ihren Protein- oder Kohlenhydratanteil gezielt steuern möchten, etwa bei Diabetes-Management oder sportlichem Training. Professionelle Ernährungsberaterinnen und -berater setzen MyFitnessPal laut Fachberichten (z.B. Ernährungsumschau, 2023) gelegentlich als Dokumentationstool ein, empfehlen es aber nicht als Ersatz für individuelle Beratung.

MyFitnessPal ist kostenlos mit Basisfunktionen nutzbar. Die Premium-Version ist kostenpflichtig und enthält erweiterte Nährstoffziele, Mahlzeitenplanung und die Möglichkeit, tägliche Ziele präzise nach Makronährstoffen zu steuern. Aktuelle Preise sind direkt im App Store sowie auf der Unternehmenswebsite einsehbar. Das Unternehmen wurde 2005 in den USA gegründet, war von 2015 bis 2020 Teil von Under Armour und befindet sich seit 2020 im Besitz von Francisco Partners. Für Nutzerinnen und Nutzer, die nur gelegentlich ihre Kalorienaufnahme überprüfen möchten, reichen die Basisfunktionen in den meisten Anwendungsfällen aus.

Stärken und Schwächen

Die Stärke liegt in der Datenbanktiefe und der Plattformverbreitung: Nach Angaben des Unternehmens hat MyFitnessPal über 200 Millionen registrierte Nutzerinnen und Nutzer weltweit. Als Schwäche gilt die Datenqualität einzelner Einträge: Da viele Lebensmittel von Nutzerinnen und Nutzern selbst eingetragen wurden, sind Kalorienangaben vereinzelt fehlerhaft. Untersuchungen der Verbraucherzentrale empfehlen bei App-gestützter Diät grundsätzlich eine begleitende Ernährungsberatung.

02 · Wer profitiert

Zielgruppe

Die Zielgruppe für MyFitnessPal sind Menschen, die sich für Fitness und gesunde Ernährung interessieren. Dies können sowohl Anfänger als auch fortgeschrittene Sportler sein, die ihre Ernährung und ihr Training verfolgen möchten. Darüber hinaus richtet sich der Service an Personen, die Gewicht verlieren oder einen gesünderen Lebensstil pflegen möchten. Es ist auch nützlich für diejenigen, die spezielle Diäten einhalten müssen, wie zum Beispiel glutenfreie oder vegetarische Diäten.

05 · Was es kostet

Kosten & Preise

Die Kosten für "MyFitnessPal" variieren je nach gewähltem Plan. Es gibt eine kostenlose Version mit eingeschränkten Funktionen und eine Premium-Version, die monatlich oder jährlich abgerechnet wird. Die Premium-Version bietet erweiterte Funktionen und personalisierte Einblicke.

FAQ · 05 Fragen

Häufig gefragt zu MyFitnessPal

Kurze Antworten aus unserer Recherche. Wenn etwas fehlt oder unklar ist: Schreib uns direkt.

Die Grundversion ist kostenlos. Die Premium-Version kostet rund 10 Euro monatlich oder ca. 80 Euro jährlich und enthält erweiterte Nährstoffziele und Mahlzeitenplanung.

Laut Unternehmensangaben umfasst die Datenbank über 14 Millionen Einträge. Ein Teil davon ist nutzergeneriert, weshalb einzelne Kalorienangaben abweichen können.

MyFitnessPal bietet Schnittstellen zu Apple Health, Google Fit, Fitbit, Garmin, Polar und weiteren Plattformen.

Die App kann Kohlenhydrate und Makronährstoffe tracken, ersetzt aber keine ärztliche oder diätologische Betreuung. Laut Fachempfehlungen sollten Menschen mit Diabetes eine App-gestützte Ernährungsplanung mit einem Arzt oder einer Ernährungsberaterin absprechen.

MyFitnessPal ist ein US-amerikanisches Produkt. Die Datenschutzbedingungen unterliegen US-Recht; Nutzerinnen und Nutzer aus der EU sollten die Datenschutzerklärung bezüglich DSGVO-Konformität prüfen, bevor sie persönliche Gesundheitsdaten erfassen.

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