Moray Medical
01 · Profil
Über Moray Medical
Das Coral-System: Robotik und Augmented Reality im Katheter-Eingriff
Das Coral-System kombiniert proprietäre Mikrofluidik-Robotik mit einem digitalen Augmented-Reality-Interface für die Transcatheter Edge-to-Edge Repair (TEER) – einen minimalinvasiven Eingriff, bei dem ein Clip über einen Katheter an die undichte Mitralklappe gesetzt wird, um den Rückfluss von Blut in die Vorhöfe zu reduzieren. Die Steuerung erfolgt mit einer Hand, während die Mikrofluidik-Technik die präzise Positionierung des Katheters übernimmt. Laut Unternehmensangaben ist das System ähnlich kompakt wie bestehende manuelle Systeme, soll aber einfacher zu bedienen und kostengünstiger in der Herstellung sein. Das Ziel: TEER-Eingriffe auch Kardiologen mit weniger spezialisierter Erfahrung zugänglich zu machen.
Ein Milliarden-Markt mit hohem Behandlungsbedarf
Mitralklappen-Insuffizienz – umgangssprachlich eine undichte Herzklappe – ist laut Daten von Abbott MitraClip weltweit bei schätzungsweise 26 Millionen Menschen diagnostiziert; allein in den USA sind rund 4 Millionen Patienten betroffen. Das Marktsegment der Transcatheter-Mitralklappentherapien wird für 2025 auf rund 1,8 Milliarden US-Dollar geschätzt und soll bis 2035 auf 4,9 Milliarden US-Dollar anwachsen – ein jährliches Wachstum von 10,8 Prozent, so eine Prognose von Future Market Insights aus dem Jahr 2024. Moray Medical positioniert sich in einem Segment, in dem die Nachfrage das Versorgungsangebot strukturell übersteigt.
Hinter dem Unternehmen stehen die Co-Gründer Mark Barrish (CEO) und Phillip Laby, die zusammen über 50 Jahre Erfahrung in der Entwicklung chirurgischer Robotik mitbringen. Unter den Investoren befindet sich Fred St. Goar, MD, der als Erfinder des MitraClip gilt – dem in den USA als erstem TEER-System zugelassenen Katheter-Clip. Moray Medical schloss eine Seed-Finanzierungsrunde über insgesamt 5,7 Millionen US-Dollar ab, angeführt von 415 Capital mit Beteiligung von Heal Capital, laut einem Bericht von Cardiac Interventions Today (2021).
Entwicklungsstand und Förderung
Das Coral-System befindet sich aktuell in der Entwicklungsphase. Eine FDA-Zulassung oder CE-Kennzeichnung nach europäischem MDR liegt noch nicht vor. Moray Medical wird vom MedTech Innovator Accelerator gefördert, einem Programm, das jährlich die aussichtsreichsten Medizintechnik-Startups aus mehreren Tausend Bewerbungen auswählt. Mit seiner Technologie zielt das Unternehmen darauf ab, TEER-Eingriffe breiter verfügbar zu machen und die strukturelle Unterversorgung bei Mitralklappen-Therapien zu verringern.
02 · Wer profitiert
Zielgruppe
Die Zielgruppe von Moray Medical umfasst in erster Linie Kardiologen und interventionelle Kardiologen, die Mitralklappen-Clipping-Therapien durchführen. Darüber hinaus profitieren Patienten mit undichten Herzklappen, die eine minimalinvasive Behandlung benötigen, von den Lösungen des Unternehmens.
06 · Aktuelles
News zu Moray Medical
FAQ · 05 Fragen
Häufig gefragt zu Moray Medical
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Bei der TEER wird ein Clip über einen Katheter durch die Leistenvene bis zur Mitralklappe vorgeschoben und dort befestigt, um die Schlussunfähigkeit der Klappe zu reduzieren. Das Coral-System von Moray Medical soll diesen Eingriff mit Mikrofluidik und AR-Interface vereinfachen.
Das System richtet sich an Kardiologen, die perkutane Mitralklappen-Eingriffe durchführen. Die vereinfachte Handhabung soll ermöglichen, dass auch Ärzte mit weniger Spezialisierung TEER-Therapien sicher anwenden können.
Nein. Das Coral-System befindet sich aktuell in der Entwicklungsphase. Eine FDA-Zulassung oder CE-Kennzeichnung nach europäischem MDR liegt Stand 2025 nicht vor.
Moray Medical schloss eine Seed-Finanzierungsrunde über 5,7 Millionen US-Dollar ab, angeführt von 415 Capital mit Beteiligung von Heal Capital. Unter den Investoren ist Fred St. Goar, MD, der Erfinder des MitraClip-Systems.
Laut Daten von Abbott MitraClip sind weltweit schätzungsweise 26 Millionen Menschen von Mitralklappen-Insuffizienz betroffen, davon rund 4 Millionen allein in den USA. Bei Menschen ab 75 Jahren liegt die Prävalenz bei etwa 10 Prozent.
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