M-sense Migräne
01 · Profil
Über M-sense Migräne
DiGA-Status und klinischer Nachweis
Laut BfArM-DiGA-Verzeichnis (Kennnummer 00315) war M-sense Migräne als erstattungsfähige Digitale Gesundheitsanwendung nach § 33a SGB V zugelassen – als erstes ausschließlich auf Migräne fokussiertes Angebot in Deutschland. Die Zulassung basierte auf dem klinischen Nachweis einer signifikanten Reduktion der Anfallshäufigkeit. In einer randomisierten kontrollierten Studie mit 261 Teilnehmenden sank die Attackenfrequenz im Schnitt um mehr als zwei Anfälle pro Monat. Im Mai 2022 zog Newsenselab die Anwendung aus dem Verzeichnis zurück, wie die Deutsche Apotheker Zeitung berichtete, um eine technisch überarbeitete Version zu entwickeln.
Therapeutischer Ansatz und Funktionsumfang
Das Programm führte Nutzerinnen und Nutzer durch Progressive Muskelentspannung, kognitive Schmerzbewältigungstechniken und schlafhygienische Interventionen – alle in validierte Therapieprotokolle eingebettet. Zentrales Element war das digitale Tagebuch: Triggerfaktoren wie Schlaf, Stress, Wetter und Hormonspiegel wurden automatisch mit Anfallsdaten korreliert. Laut Handelsblatt (2021) flossen dabei reale Nutzungsdaten aus Millionen gespeicherter Tagebucheinträge in die kontinuierliche Algorithmusoptimierung ein. Das Angebot richtete sich an Erwachsene mit episodischer und chronischer Migräne, die eine nicht-medikamentöse Therapieoption suchten.
Neue Generation: Biomarker-gestützte Anfallsprognose
Newsenselab arbeitet an einer Weiterentwicklung, die digitale Biomarker – Herzratenvariabilität und Schlafmuster – für prädiktive Anfallserkennung nutzt. Ziel ist es, individuelle Triggerkombinationen zu erkennen, bevor ein Anfall eintritt. Das würde M-sense Migräne von reinen Tracking-Angeboten wie Migraine Buddy oder Headache Diary abheben, die keine klinisch validierten Therapieprogramme beinhalten. Newsenselab kommuniziert laut Unternehmenswebsite (2026) aktiv an der Zulassung der Nachfolgeversion.
Zugänglichkeit und Nutzungshinweis
Die App war für iOS und Android erhältlich. GKV-Versicherte konnten einen Freischaltcode kostenfrei bei ihrer Krankenkasse beantragen; die vollständige Kostenübernahme gemäß § 33a SGB V war gewährleistet. Seit dem Rückzug aus dem Verzeichnis (2022) ist eine GKV-Verordnung nicht mehr möglich. Die Selbstzahler-Version war zu einem dreistelligen Jahresbetrag erhältlich. Wer aktuell digitale Unterstützung beim Migränemanagement sucht, findet unter den aktiven deutschen DiGA entsprechende Alternativen im BfArM-Verzeichnis. Das Unternehmen Newsenselab bleibt laut Unternehmenswebsite weiterhin aktiv und kommuniziert die Entwicklung des Nachfolgeprodukts. Für Betroffene, die bereits Erfahrungen mit nicht-medikamentöser Migränetherapie gesammelt haben, bleibt M-sense Migräne ein Referenzprojekt im deutschen DiGA-Bereich, das zeigt, dass digitale Gesundheitsinterventionen den klinischen Evidenzstandards genügen können.
02 · Wer profitiert
Zielgruppe
Die Zielgruppe für M-sense Migräne sind Menschen, die unter chronischen oder gelegentlichen Migräneanfällen leiden. Sie suchen nach einer effektiven Methode zur Bewältigung und Vorbeugung ihrer Migräneanfälle. Darüber hinaus könnten auch medizinische Fachleute, die ihre Patienten bei der Bewältigung von Migräne unterstützen möchten, an diesem Service interessiert sein. Es kann auch für Menschen nützlich sein, die einen gesünderen Lebensstil anstreben und die Auslöser ihrer Migräne besser verstehen möchten.
05 · Was es kostet
Kosten & Preise
"M-sense Migräne" bietet eine kostenlose Basisversion an. Es gibt jedoch auch eine Premium-Version, die monatlich 6,99 Euro kostet oder jährlich 69,99 Euro. Es ist wichtig zu beachten, dass die Preise variieren können.
06 · Aktuelles
News zu M-sense Migräne
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