Living brain

Rehabilitation nach neurologischen Erkrankungen verlässt sich oft auf repetitive Übungen mit wenig messbarem Feedback – ein Ansatz, der Patientenmotivation und Therapieergebnis gleichermaßen limitiert. Living Brain aus Heidelberg entwickelt eine digitale Neurotherapie-Plattform, die Virtual Reality, Neurowissenschaften und psychologische Therapiemethoden verbindet, um Rehabilitationsprogramme patientenzentrierter, interaktiver und datenbasiert messbarer zu gestalten.

01 · Profil

Über Living brain

Wie funktioniert's

Die Plattform von Living Brain setzt immersive VR-Umgebungen ein, in denen Patienten motorische und kognitive Rehabilitationsaufgaben in alltagsnahen Szenarien durchführen – etwa das Greifen von Gegenständen, das Navigieren in Räumen oder koordinative Aufgaben. Laut Unternehmenswebsite werden dabei Neurowissenschaften, Psychologie und VR-Technologie in einem integrierten Therapeuten-Workflow kombiniert. Das System erfasst Bewegungsdaten und Reaktionszeiten in Echtzeit, die dem therapeutischen Fachpersonal zur Verlaufsbeurteilung und Anpassung des Trainingsplans zur Verfügung stehen. Der Einsatz erfolgt unter direkter therapeutischer Aufsicht in der Klinik.

Studienlage und Belege

Living Brain hat laut einer Pressemitteilung auf der Unternehmenswebsite (Datum: Januar 2024) eine klinische Studie mit der Neurotherapie-Plattform abgeschlossen. Details zu Studiendesign, Patientenanzahl und primären Endpunkten verwies das Unternehmen auf die Pressemitteilung; eine Veröffentlichung in einem Peer-reviewed Fachjournal war zum Zeitpunkt dieser Profilaktualisierung nicht öffentlich zugänglich. Für den Bereich VR in der neurologischen Rehabilitation belegen Meta-Analysen in der Fachpresse – etwa in der Zeitschrift Journal of NeuroEngineering and Rehabilitation – generell positive Effekte auf motorische Erholung nach Schlaganfall, wobei die Evidenzlage je nach Indikation variiert.

Für wen ist es gedacht

Living Brain richtet sich an neurologische Rehabilitationskliniken, Reha-Zentren und spezialisierte Praxen, die digitale Therapieunterstützung suchen. Patienten selbst arbeiten unter Aufsicht von Therapeuten mit dem System; es handelt sich nicht um eine selbstständig anwendbare Consumer-App. Typische Indikationsfelder umfassen Schlaganfall-Nachsorge, traumatische Hirnverletzungen und neurologische Entwicklungsstörungen, laut Living-Brain-Unternehmenswebsite.

Im Vergleich zu Alternativen

Im Bereich VR-Rehabilitation sind MindMaze aus der Schweiz – laut Crunchbase mit über 100 Millionen USD finanziert – und XRHealth aus Israel die bekanntesten internationalen Wettbewerber. Living Brain unterscheidet sich durch den Fokus auf den deutschsprachigen Klinikmarkt und die enge Verbindung zur Heidelberger Forschungslandschaft. Im Vergleich zu reinen EEG-Neurofeedback-Systemen ohne immersive Komponente legt Living Brain stärker auf motorisches Training in realitätsnahen, interaktiven Szenarien Wert.

Living Brain adressiert einen real bestehenden Bedarf in der neurologischen Rehabilitation: Standardtherapien liefern für Patienten mit komplexen Hirnschädigungen oft keine ausreichenden Ergebnisse. Die Kombination aus VR-Immersion und neurowissenschaftlichem Fundament ist methodisch vielversprechend. Herausfordernd ist die noch begrenzte öffentliche Evidenzbasis – klinische Publikationen in Peer-reviewed Journals, die Wirksamkeit und Überlegenheit gegenüber Standardtherapie belegen, lagen zum Zeitpunkt dieser Profilaktualisierung nicht öffentlich vor. Für die Regelversorgung wäre eine MDR-Klassifizierung und Erstattungsfähigkeit durch gesetzliche Krankenkassen ein entscheidender nächster Schritt.

02 · Wer profitiert

Zielgruppe

Die potenziellen Nutzer des Dienstes von Living Brain sind hauptsächlich Menschen, die an neurologischen Erkrankungen leiden oder sich von einem Schlaganfall erholen. Darüber hinaus könnten auch Fachleute aus dem Gesundheitswesen, wie Neurologen, Ergotherapeuten und Physiotherapeuten, die ihre Patienten bei der Rehabilitation unterstützen möchten, von diesem Service profitieren. Ebenso könnte der Dienst für Angehörige von Interesse sein, die nach Möglichkeiten suchen, ihren Lieben zu helfen.

FAQ · 05 Fragen

Häufig gefragt zu Living brain

Kurze Antworten aus unserer Recherche. Wenn etwas fehlt oder unklar ist: Schreib uns direkt.

Laut Unternehmenswebsite richtet sich Living Brain an Patienten mit Schlaganfall-Folgeschäden, traumatischen Hirnverletzungen und neurologischen Entwicklungsstörungen. Das System wird unter therapeutischer Aufsicht in Rehabilitationskliniken eingesetzt.

Informationen zur MDR-Klassifizierung sind auf der Unternehmenswebsite nicht öffentlich ausgewiesen. Für verbindliche Angaben zum Zulassungsstatus empfiehlt sich der direkte Kontakt zu Living Brain.

Nein. Living Brain ist laut Unternehmenswebsite für den klinischen Einsatz unter therapeutischer Aufsicht konzipiert – in Rehabilitationskliniken und spezialisierten Praxen. Es ist keine Consumer-App.

Living Brain hat laut einer Pressemitteilung vom Januar 2024 eine klinische Studie abgeschlossen. Eine Publikation in einem Peer-reviewed Journal war zum Zeitpunkt dieser Profilaktualisierung nicht öffentlich zugänglich.

Living Brain hat seinen Sitz in Heidelberg und ist laut Unternehmenswebsite mit der regionalen neurowissenschaftlichen Forschungslandschaft vernetzt. Das Unternehmen richtet sich primär an den deutschsprachigen Klinikmarkt.

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