INKA

DiGA

Harninkontinenz betrifft in Deutschland schätzungsweise fünf bis acht Millionen Menschen, wird aber aus Scham selten offen angesprochen und noch seltener konsequent behandelt. Laut BfArM-DiGA-Verzeichnis wurde INKA, entwickelt von nextec medical GmbH, am 3. Februar 2026 als digitale Gesundheitsanwendung für Patientinnen und Patienten mit überaktiver Blase und gemischter Inkontinenz gelistet. Derzeit befindet sich INKA in der Erprobungsphase.

01 · Profil

Über INKA

Wie INKA funktioniert

Laut Unternehmensangaben bildet ein digitales Miktionstagebuch das Herzstück der App: Nutzerinnen dokumentieren Flüssigkeitsaufnahme, Koffeinkonsum, Toilettengänge, Drangepisoden und Medikamenteneinnahme – für ärztliche Fachkräfte exportierbar. Auf Basis dieser Daten erhalten Patientinnen ein individualisiertes Beckenbodentrainingsprogramm mit Video- und Textanleitungen. Für akute Drangepisoden bietet die App schnell zugängliche multimodale Urge-Ablenkungstechniken an. Im Apple App Store bewerten 112 Nutzerinnen INKA mit 4 von 5 Sternen. Eine randomisierte kontrollierte Studie (Frontiers in Digital Health, 2026) läuft aktuell und soll als Grundlage für die dauerhafte BfArM-Listung dienen.

Für wen ist INKA geeignet

INKA richtet sich an Erwachsene mit ärztlich diagnostizierter überaktiver Blase (Dranginkontinenz) sowie gemischter Inkontinenz. Besonders profitieren können Frauen mit Beckenbodenschwäche nach Geburten oder in den Wechseljahren sowie Männer nach urologischen Eingriffen. Für reine Belastungsinkontinenz ohne Drangkomponente ist INKA nicht zugelassen.

Kosten und Abrechnung

Laut BfArM-DiGA-Verzeichnis übernehmen alle gesetzlichen Krankenkassen die Kosten vollständig. Ab dem 1. April 2026 können Urologen und Gynäkologen die ärztliche Begleitung nach Angaben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) über EBM-Pauschale 86700 abrechnen. Laut arzt-wirtschaft.de gehört INKA zu den ersten DiGAs im urologischen Indikationsbereich in Deutschland. Privatversicherte klären die Erstattung direkt mit ihrer Krankenversicherung.

Laut BfArM ist die Verordnung einer DiGA an eine ärztliche Diagnose und eine entsprechende Genehmigung durch die Krankenkasse geknüpft. Patientinnen und Patienten sollten die Eignung gemeinsam mit ihrer behandelnden Ärztin oder ihrem Arzt besprechen. Das BfArM-DiGA-Verzeichnis unter diga.bfarm.de listet alle aktuell erstattungsfähigen digitalen Gesundheitsanwendungen in Deutschland – mit vollständigen Angaben zu Indikation, Nutzungsdauer und zugelassenen Verordnenden. Laut Unternehmensangaben wird die App kontinuierlich weiterentwickelt, um die therapeutische Qualität und Benutzerfreundlichkeit zu verbessern.

Die Erstattung einer DiGA durch die gesetzliche Krankenkasse setzt einen Freischaltcode voraus, der nach ärztlicher Verordnung und Genehmigung durch die Kasse ausgestellt wird. Laut BfArM liegt die typische Bearbeitungsdauer der Krankenkassen bei bis zu drei Wochen. Wer die Anspruchsvoraussetzungen erfüllt, kann die Anwendung anschließend kostenfrei über die offizielle App oder den Browser nutzen. Laut der Nationalen Versorgungsleitlinie entfalten digitale Gesundheitsanwendungen den größten Nutzen, wenn sie in einen abgestimmten Gesamtbehandlungsplan eingebettet sind und regelmäßig mit der behandelnden Fachkraft besprochen werden.

02 · Wer profitiert

Zielgruppe

Personen mit Harninkontinenz (Stress-, Drang- oder gemischte Inkontinenz), die ein digitales Beckenbodentraining und Blasentraining durchführen möchten.

05 · Was es kostet

Kosten & Preise

Kostenlos auf Rezept (BfArM-zugelassene DiGA, GKV-erstattungsfähig)

FAQ · 05 Fragen

Häufig gefragt zu INKA

Kurze Antworten aus unserer Recherche. Wenn etwas fehlt oder unklar ist: Schreib uns direkt.

Laut BfArM: überaktive Blase (Dranginkontinenz) und gemischte Inkontinenz. Nicht für reine Belastungsinkontinenz.

INKA ist seit 3. Februar 2026 zur Erprobung gelistet. Dauerhafte Listung erfordert Nutzennachweis durch laufende RCT.

Ja. Nach Angaben der KBV: EBM-Pauschale 86700 für Urologen und Gynäkologen ab 1. April 2026.

Im Apple App Store: 4 von 5 Sternen (112 Bewertungen). Positiv: Beckenbodentraining und Symptomerfassung.

Ja. Laut BfArM-DiGA-Verzeichnis tragen alle GKV die vollständigen Kosten.

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