Honic
01 · Profil
Über Honic
Mehrstufige Anonymisierung und sichere Analyseumgebung
Das technische Konzept basiert auf einem zweistufigen Anonymisierungsprozess: Die Bundesdruckerei übernimmt als neutrale Treuhänderin die Depersonalisierung der Rohdaten. Anschließend werden Daten für die wissenschaftliche Analyse aggregiert oder kombiniert anonymisiert. Forscher erhalten ausschließlich Zugang zu anonymisierten Daten in einer gesicherten Analyseumgebung – ein Transfer personenbezogener Daten findet zu keinem Zeitpunkt statt. Laut Unternehmensangaben wird die Infrastruktur von Schwarz IT KG betrieben, einem deutschen Hosting-Anbieter mit Servern ausschließlich innerhalb der Europäischen Union. Dieser Ansatz entspricht den Anforderungen des Europäischen Gesundheitsdatenraums (EHDS), der einen strukturierten grenzüberschreitenden Austausch von Gesundheitsdaten für Forschungszwecke ermöglichen soll.
Datenkategorien und Anwendungsfälle
In der initialen Ausbaustufe fokussiert Honic auf drei bereits vorstrukturierte Datenkategorien aus klinischen Informationssystemen: Bilddaten (Radiologie, Pathologie), Labordaten und Medikamentendaten. Ab 2025 sollen laut Unternehmensplanung zusätzlich Freitextdaten über Natural Language Processing (NLP) für strukturierte Forschungsanfragen erschlossen werden. Anwendungsfälle umfassen die Entwicklung und Validierung klinischer KI-Algorithmen, epidemiologische Versorgungsforschung sowie die Identifikation von Patientenpopulationen für klinische Studien. Laut E-HEALTH-COM handelt es sich bei Honic um eine der ersten deutschen Plattformen, die den gesamten Lifecycle von Gesundheitsdaten in einer einzigen, rechtssicheren Infrastruktur abbildet. Im Vergleich zu alternativen RWD-Plattformen wie Iqvia oder Veeva bietet Honic einen Fokus auf den deutschen und europäischen Gesundheitsdatenmarkt mit expliziter DSGVO-Compliance-Architektur. Honic richtet sich damit an Pharmaunternehmen, Krankenhäuser und akademische Forschungsgruppen, die Versorgungsdaten systematisch für Algorithmusentwicklung oder Versorgungsforschung nutzen möchten. Die Preisgestaltung erfolgt auf individuelle Anfrage.
Regulatorischer Kontext: EHDS und europäische Datenstrategie
Der Europäische Gesundheitsdatenraum (EHDS) schafft ab 2025 einen strukturierten Rahmen für die sekundäre Nutzung von Gesundheitsdaten zu Forschungs- und Innovationszwecken. Honic ist technisch und rechtlich auf die Anforderungen des EHDS ausgerichtet: Das Bundesdruckerei-Treuhändermodell entspricht den Anforderungen an Datenzugangs- und Verwaltungsorgane (Data Access Bodies, DABs), die der EHDS in jedem EU-Mitgliedstaat vorschreibt. Laut E-HEALTH-COM gilt Honic als Vorreiter unter deutschen Anbietern, die den regulatorischen Rahmen des EHDS bereits vor dessen vollständiger Umsetzung technisch implementieren. Für Pharmaunternehmen, die im Rahmen von Post-Market-Clinical-Follow-up (PMCF) oder Real-World-Evidence-Studien Versorgungsdaten benötigen, bietet Honic damit eine zukunftssichere Plattforminfrastruktur.
02 · Wer profitiert
Zielgruppe
Die Zielgruppe von Honic umfasst medizinische Forschungseinrichtungen, Pharmaunternehmen, Gesundheitsdienstleister und andere Organisationen, die auf qualitativ hochwertige Gesundheitsdaten angewiesen sind. Auch IT-Sicherheitsexperten und Datenschutzbeauftragte sind wichtige Nutzer der Plattform.
FAQ · 05 Fragen
Häufig gefragt zu Honic
Kurze Antworten aus unserer Recherche. Wenn etwas fehlt oder unklar ist: Schreib uns direkt.
Honic ist eine DSGVO-konforme Plattform der Health Data Technologies GmbH (Neckarsulm) für die Anonymisierung und wissenschaftliche Auswertung von Real-World-Gesundheitsdaten.
Honic setzt die Bundesdruckerei als neutralen Datentreuhänder ein und betreibt die Infrastruktur über Schwarz IT KG auf Servern in der EU. Forscher erhalten ausschließlich anonymisierte Daten in einer gesicherten Analyseumgebung.
Aktuell unterstützt Honic Bilddaten (Radiologie, Pathologie), Labordaten und Medikamentendaten. Ab 2025 sollen auch Freitextdaten per NLP erschlossen werden.
Honic richtet sich an Pharmaunternehmen, Krankenhäuser, Forschungsinstitute und akademische Einrichtungen, die Versorgungsdaten für die Entwicklung klinischer KI-Algorithmen oder Versorgungsforschung nutzen möchten.
Die Preisgestaltung von Honic ist projektindividuell und wird auf Anfrage kommuniziert.
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