HealthCaters

Wer regelmäßige Gesundheitschecks bisher mit monatelangen Wartezeiten beim Hausarzt verbunden hat, für den hat HealthCaters ein anderes Modell entwickelt. Das Berliner Healthtech-Startup betreibt stationäre Screening-Stationen, an denen mehr als 25 Vitalwerte in rund 30 Minuten ohne Überweisung und ohne Voranmeldung gemessen werden. Das Konzept richtet sich an Menschen, die eigenverantwortlich Prävention betreiben wollen, ohne auf einen Kassenarzt-Termin angewiesen zu sein. Laut Hersteller fanden 93 Prozent der bisher mehr als 1.000 Nutzer mindestens ein bisher unerkanntes Gesundheitsrisiko, und 87 Prozent lernten etwas Neues über ihren Gesundheitszustand.

01 · Profil

Über HealthCaters

Wie funktioniert's

Das Screening läuft in drei Schritten ab. Im ersten Schritt führen Nutzer an einem sogenannten Gesundheitskoffer die meisten Tests selbst durch, bei Bedarf mit Assistenz vor Ort. Erfasst werden sieben Bereiche: allgemeine Fitness (BMI, Körpertemperatur, Hydratation), Herz und Gefäße (Blutdruck, Cholesterin, Herzfrequenz, EKG), Lungenfunktion (Sauerstoffsättigung, Spirometrie), Stoffwechsel (Blutzucker, Körperfett, Glukose, Ketone), Nieren- und Leberwerte, Blase und Harnwege sowie mentale Gesundheit (Burnout-Screening, Depressionstest, Schlafqualität). Die eingesetzten Geräte sind laut Hersteller klinisch validiert. Im zweiten Schritt erhält man sofort in der Companion-App eine persönliche Risikobewertung mit konkreten Empfehlungen, die nach Unternehmensangaben vom eigenen medizinischen Team geprüft wird. Im dritten Schritt folgt ein individueller digitaler Coaching-Plan, der auf den Testergebnissen aufbaut und täglich angepasste Aufgaben sowie Ernährungs- und Bewegungstipps enthält. Ziel ist es, identifizierte Risiken durch Verhaltensänderungen langfristig zu senken.

Wer steckt dahinter

Tatyana Eliseeva und Lilia Kruse gründeten HealthCaters 2020 in Berlin; das Unternehmen ist im Handelsregister als UG (haftungsbeschränkt) eingetragen. Im Oktober 2023 schloss das Startup eine Seed-Finanzierungsrunde über 1,2 Millionen Euro ab, angeführt von Barmenia Next Strategies, mit Beteiligung von Venpace, DvH Ventures und Business Angel Philipp Götting (laut eu-startups.com, Oktober 2023). Zu den B2B-Kunden gehören neben dem Lead-Investor Barmenia auch Cargill und WeWork. Neben dem B2C-Kanal bietet das Unternehmen mit Urban Health 360 ein Firmenprogramm zur betrieblichen Gesundheitsförderung an, das Arbeitgebern ermöglicht, präventive Gesundheitschecks für Belegschaften zu organisieren und den Krankenstand systematisch zu senken.

Einordnung und Kontext

Prävention gewinnt in Deutschland an wirtschaftlicher Relevanz. Laut Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin entstanden 2024 durch Arbeitsunfähigkeit volkswirtschaftliche Produktionsausfälle von rund 134 Milliarden Euro. Die gesetzlichen Krankenkassen investierten 2024 insgesamt 686 Millionen Euro in Prävention und Gesundheitsförderung – so viel wie nie zuvor, wie der Präventionsbericht 2025 zeigt. HealthCaters adressiert diesen Bedarf mit einem Direktzugang ohne GKV-Erstattungspflicht und ohne ärztliche Überweisung: Das Screening ist in wenigen Klicks buchbar und die Ergebnisse sind sofort verfügbar. Gesundheitsdaten werden nach eigenen Angaben auf deutschen Servern gespeichert, die nach ISO/IEC 27001 zertifiziert und DSGVO-konform betrieben werden.

02 · Wer profitiert

Zielgruppe

Junge Berufstätige, die in ihre Gesundheit investieren möchten.

FAQ · 05 Fragen

Häufig gefragt zu HealthCaters

Kurze Antworten aus unserer Recherche. Wenn etwas fehlt oder unklar ist: Schreib uns direkt.

Der Urban Health Check erfasst mehr als 25 Vitalwerte aus sieben Bereichen: allgemeine Fitness (BMI, Körpertemperatur, Hydratation), Herz und Gefäße (Blutdruck, Cholesterin, EKG), Lungenfunktion, Stoffwechsel (Blutzucker, Körperfett, Glukose), Nieren- und Leberwerte, Blase und Harnwege sowie mentale Gesundheit (Burnout, Depression, Schlaf). Das Screening dauert rund 30 Minuten und erfordert keine ärztliche Überweisung.

Nein, der Urban Health Check ist kostenpflichtig. Genaue Preise variieren je nach gewähltem Paket und können auf der HealthCaters-Website eingesehen und gebucht werden. Eine standardmäßige Erstattung durch gesetzliche Krankenversicherungen besteht nicht. Arbeitgeber können den Check im Rahmen betrieblicher Gesundheitsförderung finanzieren.

Laut Unternehmensangaben werden Gesundheitsdaten auf Servern in Deutschland gespeichert, die nach ISO/IEC 27001 zertifiziert sind. Der Betrieb erfolgt DSGVO-konform ausschließlich mit EU-Anbietern. Daten werden anonymisiert gespeichert, ohne direkten Bezug zur Identität des Nutzers. Eine Weitergabe an Ärzte erfolgt nur, wenn der Nutzer die Daten selbst vorlegt.

Ja, HealthCaters bietet mit Urban Health 360 ein B2B-Programm für Arbeitgeber an. Unternehmen wie Barmenia und Cargill nutzen das Angebot zur betrieblichen Gesundheitsförderung. Das Programm ermöglicht es, präventive Gesundheitschecks für Belegschaften zu organisieren.

HealthCaters betreibt Standorte in Berlin. Die genaue Standortübersicht sowie die Buchung von Terminen sind über die Website healthcaters.ai verfügbar. Neben den physischen Standorten können Unternehmen über das B2B-Programm Urban Health 360 Screening-Stationen auch extern buchen.

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