Gleamer

KI-Frakturdetektion mit CE-IIa-MDR und FDA-Clearance. Im März 2026 für bis zu 230 Mio. Euro von RadNet übernommen. Übersicht auf Bestes.com.

01 · Profil

Über Gleamer

Gleamer entwickelt klinisch validierte KI-Software für die Radiologie. Das Pariser Unternehmen, 2017 gegründet, hat sich auf die automatisierte Analyse medizinischer Bildgebung spezialisiert – mit dem Fokus auf Fraktur-, Pneumonie- und Osteoporose-Erkennung in Röntgenbildern und CT-Aufnahmen. Das Portfolio umfasst vier CE-IIa-MDR-zertifizierte Produkte: BoneView für Knochenfrakturen, ChestView für Thorax-Befunde, BoneMeasurement für Knochendichtemessungen und BoneAge für die radiologische Skelettaltersbestimmung.

Regulatorische Zulassungen bilden die Basis der klinischen Glaubwürdigkeit. Laut Gleamer hält das Unternehmen sowohl die MDR-Konformitätsbewertung der Klasse IIa für alle vier Lösungen als auch FDA-Clearance für BoneView – erstmals für die Anwendung bei Erwachsenen und Kindern ab zwei Jahren, was laut FDA-Mitteilung einen Alleinstellungsstatus in diesem Indikationsbereich markiert. Eine prospektive Registerstudie, publiziert 2025 in der Fachzeitschrift Advances in Radiation Oncology, bestätigte die Leistung von BoneView unter realen klinischen Bedingungen über mehr als 1.000 Patientenscans in Großbritannien, Deutschland, Griechenland und den USA.

Akquisition durch RadNet für bis zu 230 Millionen Euro

Im März 2026 gab der US-Radiologie-Konzern RadNet die Übernahme von Gleamer bekannt. Der Kaufpreis beläuft sich laut RadNet-Pressemitteilung auf bis zu 230 Millionen Euro; Gleamer wird in DeepHealth, die KI-Tochter von RadNet, integriert. Das kombinierte Unternehmen soll damit zum weltweit größten Anbieter klinischer Radiologie-KI werden. Gleamer hatte zuvor eine 27-Millionen-Euro-Series-B-Finanzierung abgeschlossen – mit Beteiligung von BPI France und spezialisierten Venture-Fonds – um die internationale Expansion in Europa und die USA zu finanzieren, laut BusinessWire (Juni 2023).

Klinische Validierung und Marktposition

Peer-reviewte Studien in mehreren europäischen Ländern sowie klinische Piloten mit Partnereinrichtungen belegen den diagnostischen Mehrwert. Besonders die Erkennung kleiner Frakturen, die konventionell übersehen werden, ist ein belegter Anwendungsfall. Laut RadNet-Ankündigung vom März 2026 soll Gleamer in diesem Jahr einen ARR von rund 30 Millionen US-Dollar erreichen. Der AI Copilot – Gleamers Workflow-Plattform für Radiologieabteilungen – lässt sich in bestehende PACS-Systeme integrieren und ist auf mittelgroße Krankenhäuser und radiologische Zentren ausgerichtet. Im Vergleich zu Aidoc oder Intelerad setzt Gleamer auf ein fokussiertes Zulassungsportfolio mit vier klar definierten Produkten statt einer offenen Plattformstrategie.

Häufige Fragen zu Gleamer

Welche Erkrankungen erkennt Gleamer? BoneView ist auf Frakturen spezialisiert, ChestView auf Thorax-Pathologien wie Pneumonie und Pleuraerguss, BoneMeasurement auf Osteoporose-Screening und BoneAge auf Skelettaltersbestimmung in der pädiatrischen Radiologie.

Ist Gleamer für Kinder zugelassen? Ja. BoneView hat FDA-Clearance für Patienten ab zwei Jahren – laut Gleamer ist das die erste solche Zulassung für ein KI-Frakturdetektionssystem weltweit.

Wie wird Gleamer in der Klinik eingesetzt? Die Software ist als Second-Reader konzipiert: Sie analysiert Röntgenbilder parallel zum Radiologen und markiert auffällige Befunde. Entscheidungen trifft stets der behandelnde Arzt.

Wer hat Gleamer übernommen? Der US-Radiologiekonzern RadNet hat Gleamer im März 2026 für bis zu 230 Millionen Euro übernommen und in seine KI-Tochter DeepHealth integriert.

Welche Zertifizierungen hat Gleamer? Alle vier Produkte tragen die CE-IIa-MDR-Konformitätsbewertung. BoneView ist zusätzlich FDA-cleared und im US-Markt zugelassen.

02 · Wer profitiert

Zielgruppe

Die Zielgruppe von Gleamer umfasst Gesundheitseinrichtungen weltweit, darunter Krankenhäuser, Kliniken und radiologische Praxen. Die Produkte richten sich an Radiologen und medizinisches Fachpersonal, das in der Bildgebung tätig ist.

FAQ · 05 Fragen

Häufig gefragt zu Gleamer

Kurze Antworten aus unserer Recherche. Wenn etwas fehlt oder unklar ist: Schreib uns direkt.

BoneView ist auf Frakturen spezialisiert, ChestView auf Thorax-Pathologien wie Pneumonie und Pleuraerguss, BoneMeasurement auf Osteoporose-Screening und BoneAge auf Skelettaltersbestimmung in der pädiatrischen Radiologie.

Ja. BoneView hat FDA-Clearance für Patienten ab zwei Jahren – laut Gleamer ist das die erste solche Zulassung für ein KI-Frakturdetektionssystem weltweit.

Die Software ist als Second-Reader konzipiert: Sie analysiert Röntgenbilder parallel zum Radiologen und markiert auffällige Befunde. Entscheidungen trifft stets der behandelnde Arzt.

Der US-Radiologiekonzern RadNet hat Gleamer im März 2026 für bis zu 230 Millionen Euro übernommen und in seine KI-Tochter DeepHealth integriert.

Alle vier Produkte tragen die CE-IIa-MDR-Konformitätsbewertung. BoneView ist zusätzlich FDA-cleared und im US-Markt zugelassen.

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