Digid - Digital Diagnostics
01 · Profil
Über Digid - Digital Diagnostics
Wie funktioniert's
Das Herzstück der Cantisense-Technologie ist ein sandkorngroßer Mikrochip mit nanomechanischen Silizium-Cantilevern – extrem dünnen Balken, die sich bei minimaler Krafteinwirkung messbar biegen. Laut Hersteller sind die Cantilever mit hochspezifischen monoklonalen Antikörpern beschichtet, die als molekulare Fangschicht dienen: Bindet ein Zielvirus an die Schicht, verändert sich die Oberflächenspannung und erzeugt einen elektrischen Impuls im Mikrochip. Ein drahtloser Sensor-Hub nimmt diesen Impuls auf und sendet das Ergebnis als klares elektronisches Signal an ein mobiles Endgerät – in wenigen Minuten. Anonymisierte Sensordaten lassen sich anschließend mit weiteren Gesundheitsinformationen verknüpfen und auf einer sicheren Analyseplattform auswerten. Der gesamte Test ist in vier Schritten durchführbar und setzt keine vertiefte Laborkenntnis voraus.
Studienlage und Belege
Im Mai 2020 detektierte die Cantisense-Technologie erstmals SARS-CoV-2-Viren am Hochsicherheitslabor des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig mit hoher Messgenauigkeit – ohne PCR-Verfahren (Newsfilecorp, Mai 2020). Das Unternehmen beschrieb dies als wissenschaftlichen Durchbruch: Anders als PCR liefert die Methode in wenigen Minuten ein klares Ja/Nein-Signal direkt am Testort. Im August 2020 genehmigte ein deutsches Ethikkomitee gemeinsam mit dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) die klinischen Studien nach dem Medizinproduktegesetz (MPG).
Für wen ist es gedacht
Das System ist auf Umgebungen ausgelegt, in denen schnelle klinische Entscheidungen ohne Laborzugang nötig sind: Hausarztpraxen, Pflegeheime, Notaufnahmen, Betriebsarztpraxen sowie Screeningstationen an Flughäfen und Bahnhöfen. Laut Hersteller ist der Test auch von Pflegepersonal ohne Laborerfahrung in vier Schritten durchführbar, was den Schulungsaufwand erheblich reduziert. Perspektivisch soll die Plattform personalisiertes Biomarker-Monitoring ermöglichen – für Privatpersonen ebenso wie für Gesundheitssysteme, die auf schnelle epidemiologische Daten angewiesen sind.
Wer steckt dahinter
Digital Diagnostics AG wurde in Mainz (Rheinland-Pfalz) gegründet und entwickelt nanomechanische Diagnoselösungen für den Point-of-Care-Einsatz. Laut Crunchbase schloss das Unternehmen im Januar 2020 eine Seed-Finanzierungsrunde über 8 Millionen US-Dollar ab. Für die kryptographische Absicherung der Testergebnisse und Sensordaten kooperiert Digital Diagnostics AG mit WISeKey – einem Spezialisten für IoT-Sicherheitslösungen in regulierten Branchen (GlobeNewswire, September 2020).
02 · Wer profitiert
Zielgruppe
Die Zielgruppe der digid GmbH umfasst sowohl Privatpersonen, die ihre Gesundheit selbst überwachen möchten, als auch medizinische Fachkräfte und Einrichtungen, die schnelle und präzise Diagnostik benötigen. Dies schließt Ärzte, Krankenhäuser und Laboratorien ein.
FAQ · 04 Fragen
Häufig gefragt zu Digid - Digital Diagnostics
Kurze Antworten aus unserer Recherche. Wenn etwas fehlt oder unklar ist: Schreib uns direkt.
Die Cantisense-Plattform von Digital Diagnostics AG erkennt Biomarker wie Viren und Bakterien mithilfe nanomechanischer Silizium-Cantilever – extrem dünner Balken, die sich beim Kontakt mit einem Zielvirus messbar biegen. Das ermöglicht einen direkten Erregernachweis ohne den Umweg über die Antikörper-Immunantwort.
Die Cantisense-Technologie liefert Ergebnisse in wenigen Minuten direkt am Behandlungsort. Im Mai 2020 wurde SARS-CoV-2 am Hochsicherheitslabor des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig nachgewiesen – schneller als PCR-Verfahren, die Stunden bis Tage benötigen.
Das System richtet sich an Umgebungen mit schnellem Diagnostikbedarf ohne Laborzugang: Hausarztpraxen, Pflegeheime, Notaufnahmen, Betriebsarztpraxen und Screeningstationen an Flughäfen und Bahnhöfen. Laut Hersteller ist der Test auch von Pflegepersonal ohne Laborerfahrung in vier Schritten durchführbar.
Im August 2020 genehmigte ein deutsches Ethikkomitee gemeinsam mit dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) klinische Studien nach dem Medizinproduktegesetz (MPG). Eine formale BfArM-Zulassung ist für das laufende Studienprotokoll Voraussetzung. Aktuelle Zulassungsdetails sind direkt beim Hersteller zu erfragen.
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