DiaMonTech
01 · Profil
Über DiaMonTech
Wie funktioniert's
Das Messprinzip basiert auf über 20 Jahren wissenschaftlicher Grundlagenforschung. Ein Quantenkaskadenlaser im Spektralbereich zwischen 8 und 12 Mikrometern projiziert Infrarotstrahlung auf die Haut. Glukosemoleküle in den oberen Hautschichten absorbieren diese Strahlung selektiv und erwärmen sich dabei minimal. Die entstehende Wärme wird mit einem proprietären phototheramischen Detektionssystem an der Hautoberfläche gemessen und in einen Blutzuckerwert umgerechnet – ganz ohne Blutentnahme oder Nadeln. Laut einer peer-reviewten Studie im Journal of Diabetes Science and Technology (Sagepub, 2021, PubMed PMC7780361) liefert das Verfahren Messwerte, die mit frühen FDA-zugelassenen kontinuierlichen Glukosemessgeräten (CGMs) vergleichbar sind.
DiaMonTech bietet aktuell zwei Gerätelinien an. Der D-Base ist ein CE-zertifiziertes Tischgerät in der Größe eines Schuhkartons, das für den Einsatz in Arztpraxen, Pflegeheimen und Kliniken konzipiert ist. Nutzer legen den Finger oder das Handgelenk auf den Sensor, eine Messung dauert wenige Sekunden. Das D-Pocket ist ein smartphone-großes Gerät für den persönlichen Gebrauch, das sich noch in der klinischen Entwicklungsphase befindet. Nach Firmenangaben sind vor dem Marktstart klinische Studien und ein Zertifizierungsverfahren erforderlich; das Unternehmen peilt 2026 oder 2027 an.
Studienlage und Belege
Eine klinische Studie mit 36 Probanden, die 2024 an einem externen Institut abgeschlossen wurde, bestätigte die Messgenauigkeit des D-Pocket-Prototyps. Das Institut für Diabetes-Technologie in Ulm validierte das Messprinzip in einem separaten Verfahren. Laut Unternehmen sind die Ergebnisse vergleichbar mit frühen CGM-Geräten, die eine FDA-Zulassung erhalten haben. Der D-Base hat nach Unternehmensangaben die CE-Kennzeichnung nach MDR erhalten. Ein internationaler Workshop zu nicht-invasiven Glukosemessverfahren (PMC, 2024, PMC11955980) listet DiaMonTech als relevante Technologielösung im globalen Vergleich der Anbieter.
Wer steckt dahinter
DiaMonTech wurde in Berlin gegründet und hat laut eu-startups.com über 25 Millionen Euro eingeworben. Zu den Investoren zählen Samsung Ventures, der japanische Technologiedienstleister Macnica sowie die IBB Ventures (Investitionsbank Berlin). Das Unternehmen ist Teil des EIT Health-Netzwerks und gewann den 15. Healthcare Innovation World Cup. Die Technologie geht auf Grundlagenforschung zurück, die der Biophysiker Werner Mäntele an der Goethe-Universität Frankfurt über zwei Jahrzehnte entwickelt hat. Mäntele ist Mitgründer und wissenschaftlicher Kopf des Unternehmens und hat die Ergebnisse in mehreren internationalen Fachzeitschriften publiziert.
02 · Wer profitiert
Zielgruppe
Die Zielgruppe für DiaMonTech sind hauptsächlich Personen, die an Diabetes leiden oder ein hohes Risiko für die Entwicklung dieser Krankheit haben. Darüber hinaus könnten auch Gesundheits- und Wellness-Enthusiasten, die ihre Blutzuckerwerte überwachen möchten, von diesem Service profitieren. Medizinisches Fachpersonal, das nach effektiven Möglichkeiten sucht, um die Gesundheit ihrer Patienten zu überwachen und zu verwalten, könnte ebenfalls Interesse an DiaMonTech haben.
05 · Was es kostet
Kosten & Preise
Die genauen Kosten für DiaMonTech sind nicht öffentlich zugänglich, können jedoch je nach individuellen Anforderungen variieren. Es wird empfohlen, direkt mit dem Unternehmen Kontakt aufzunehmen, um ein individuelles Angebot zu erhalten.
FAQ · 05 Fragen
Häufig gefragt zu DiaMonTech
Kurze Antworten aus unserer Recherche. Wenn etwas fehlt oder unklar ist: Schreib uns direkt.
DiaMonTech bietet den D-Base (CE-zertifiziertes Tischgerät für Kliniken und Arztpraxen) und das D-Pocket (smartphone-großes Gerät für den persönlichen Gebrauch, aktuell in klinischer Entwicklung) an.
Ein Infrarotlaser wird auf die Haut projiziert. Glukosemoleküle absorbieren die Strahlung und erwärmen sich minimal. Die Wärme wird mit einem proprietären System gemessen und in einen Blutzuckerwert umgerechnet.
Ja, der D-Base hat nach Unternehmensangaben die CE-Kennzeichnung nach MDR erhalten und ist für den klinischen Einsatz in Arztpraxen und Pflegeheimen vorgesehen.
Das smartphone-große D-Pocket befindet sich noch in der klinischen Entwicklung. DiaMonTech plant den Markteintritt für 2026 oder 2027, vorbehaltlich klinischer Studien und Zertifizierung.
Laut eu-startups.com hat DiaMonTech über 25 Millionen Euro eingeworben. Investoren sind u. a. Samsung Ventures, Macnica und IBB Ventures (Investitionsbank Berlin).
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