Diabetesde
diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe ist die zentrale gemeinnützige Organisation für die rund 8,9 Millionen Menschen mit Diabetes mellitus in Deutschland. Die 2009 gegründete Dachorganisation vereint die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) und den Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland (VDBD) unter einem Dach. Der Sitz der Organisation befindet sich in Berlin-Mitte, Albrechtstraße 9. ## Aufgaben und Angebote diabetesDE versteht sich als unabhängige Interessenvertretung aller Menschen mit Diabetes – unabhängig vom Typ. Die Organisation bündelt drei Kernbereiche: politische Interessenvertretung gegenüber Bundestag und Bundesministerium für Gesundheit, fachlich geprüfte Gesundheitsinformation für Betroffene und Angehörige sowie Projektförderung für innovative Versorgungskonzepte. Die Website diabetesde.org bietet ein umfangreiches Diabetes-Lexikon, Checklisten für Arztbesuche und Reisen, einen Diabetes-Risiko-Test sowie eine Suche nach Diabetologen und Schwerpunktpraxen in ganz Deutschland. Für Menschen mit Migrationshintergrund steht ein Dolmetscherservice bereit. Zentral für die Betroffenenarbeit sind die jährlich ausgerichteten Veranstaltungen. Am Weltdiabetestag im November lädt diabetesDE regelmäßig zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung in Berlin ein, die Vorträge, Workshops und Austauschmöglichkeiten mit Fachleuten bietet. Für 2026 plant die Organisation zudem eine Kooperation mit dem Marsch-Veranstalter „Schritt für Schritt“: Am 30. Mai 2026 findet ein 30-km-Marsch statt, bei dem Mitarbeitende und Menschen mit Typ-1-Diabetes gemeinsam teilnehmen. In Zusammenarbeit mit der Deutschen Sporthochschule Köln hat diabetesDE Einstiegs-Trainingspläne für Anfänger entwickelt. ## Gesundheitsbericht Diabetes 2026 Gemeinsam mit der DDG veröffentlicht diabetesDE jährlich den Deutschen Gesundheitsbericht Diabetes – das Standardwerk zur Diabetesversorgung in Deutschland. Der Bericht 2026, erschienen im November 2025, dokumentiert die aktuelle Versorgungslage auf Basis aktueller Studiendaten. Zentrale Befunde: 16 Prozent aller Todesfälle in Deutschland stehen im Zusammenhang mit Diabetes, die jährlichen Behandlungs- und Folgekosten belaufen sich auf rund 36 Milliarden Euro, und das Robert Koch-Institut prognostiziert bis 2040 bis zu zwölf Millionen Betroffene. Der Bericht macht deutlich, dass Diabetes nicht nur ein medizinisches, sondern zunehmend ein gesellschaftliches und wirtschaftliches Problem darstellt. ## Politische Forderungen diabetesDE setzt sich zusammen mit der DDG für die Umsetzung einer nationalen Diabetesstrategie ein. Die Kernforderungen umfassen verbesserte Gesundheitsbildung bereits in Schulen, ein flächendeckendes Früherkennungsprogramm – insbesondere für Typ-2-Diabetes und Prädiabetes – sowie die konsequente Digitalisierung der Versorgung. Seit 2025 fordert die Organisation die Einführung digitaler Disease-Management-Programme (dDMP), die die bestehenden Programme für die rund 4,7 Millionen eingeschriebenen Versicherten digital ergänzen sollen. Der Gemeinsame Bundesausschuss hat 2025 einen Beschluss zur Digitalisierung der DMP gefasst, die Umsetzung steht jedoch noch aus. ## Finanzierung und Transparenz Die Organisation finanziert sich über Beiträge der Gründungsgesellschaften DDG und VDBD, Spenden, Sponsoring, Lizenzvereinbarungen sowie Zuwendungen des Bundesministeriums für Gesundheit. Fördermitglieder aus der Industrie tragen als Corporate Partner mit 10.000 Euro oder als Health Partner mit 3.000 Euro pro Jahr bei. diabetesDE legt Wert auf Transparenz und veröffentlicht detaillierte Einnahmen-Ausgaben-Berichte. Ein zentrales Fundraising-Format ist die jährliche Diabetes-Charity-Gala in Berlin; die nächste findet am 16. Oktober 2026 statt und unterstützt innovative Projekte für Kinder und Jugendliche mit Diabetes. ## Disease-Management-Programme und Technologie Rund 4,7 Millionen gesetzlich Versicherte nehmen in Deutschland an einem Disease-Management-Programm für Diabetes teil – Tendenz steigend. Seit Einführung der DMP konnten Amputationen um 58 Prozent, Erblindungen um 64 Prozent und Dialysepflichtigkeit um 36 Prozent reduziert werden. diabetesDE informiert auf der eigenen Website ausführlich über Teilnahmemöglichkeiten und Rechte von DMP-Teilnehmern. Parallel beobachtet die Organisation den technologischen Fortschritt: Insulinpumpen und kontinuierliche Glukosemesssysteme (CGM) verbessern die Lebensqualität vieler Betroffener, sind aber noch nicht flächendeckend zugänglich. Weitere Informationen zu digitalen Diabetes-Lösungen bietet bestes.com – darunter mySugr (Diabetes-Tagebuch), Cara Care (Ernährungs-App bei Verdauungsbeschwerden) und HelloBetter (Online-Therapie bei psychischer Belastung durch chronische Erkrankung).
Die Einträge zu Firmen und Produkten sind das Ergebnis eigener Recherche, die wir hier teilweise veröffentlichen. Weitere Infos dazu und noch viel mehr gibt es in der MyBestes App.
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