Curaluna

Inkontinenz und Druckwunden zählen zu den häufigsten, zugleich am meisten unterschätzten Pflegekomplikationen im Alter. Laut Bundesgesundheitsministerium sind schätzungsweise sechs Millionen Menschen in Deutschland auf Inkontinenzversorgung angewiesen; Dekubitus – also Druckgeschwüre durch anhaltenden Auflagedruck – gehört zu den kostenintensivsten vermeidbaren Krankenhausursachen. Das Frankfurter Startup CURALUNA GmbH, gegründet von Frank Steinmetz und Christoph Hohl, hat einen Sensor und eine dazugehörige digitale Plattform entwickelt, die genau an diesem Punkt ansetzt.

01 · Profil

Über Curaluna

LUNA: Sensor und persönlicher Datentresor

Kern des Systems ist LUNA, ein diskreter Sensor, der in Inkontinenzprodukte integriert wird und Feuchtigkeit, Temperatur sowie Lagedaten in Echtzeit erfasst. Die gewonnenen Daten werden in einem persönlichen Datentresor gespeichert, der laut Unternehmenswebsite curaluna.de ausschließlich unter der Kontrolle der pflegebedürftigen Person oder ihrer Bevollmächtigten steht. Pflegepersonal, Angehörige und behandelnde Ärzte erhalten nur auf freigegebene Datensegmente Zugriff – ein Ansatz, der bewusst auf Datensouveränität beim Individuum statt beim Einrichtungsbetreiber setzt. Laut careforinnovation.com verfolgt CURALUNA dabei eine offene Plattformarchitektur, die es Drittanbietern ermöglicht, eigene Pflegeanwendungen auf der Infrastruktur aufzubauen.

Hintergrund und Gründungsmotivation

Frank Steinmetz und Christoph Hohl gründeten CURALUNA aus persönlicher Erfahrung: Steinmetz' Tochter erlitt als Säugling eine Blasenentzündung durch zu spätes Wickeln, Hohls Großmutter wurde im Alter pflegebedürftig. Das Startup präsentierte den LUNA-Sensor 2025 in der Vox-Gründershow "Die Höhle der Löwen" und machte damit auf die Versorgungslücke in der automatisierten Inkontinenzkontrolle aufmerksam. CURALUNA ist Mitglied der Bundesinitiative Impact Investing, die soziale und ökologische Wirkungsinvestitionen in Deutschland fördert.

Weitere Module und Einsatzbereiche

Neben dem Inkontinenz-Monitoring bietet CURALUNA laut eigenen Angaben auch ein Modul für Dekubitusprophylaxe an, das Lagedaten auswertet und Pflegepersonal bei der Prävention von Druckwunden unterstützt. Die Plattform richtet sich sowohl an stationäre Pflegeeinrichtungen und ambulante Dienste als auch an pflegende Angehörige, die ältere Menschen zu Hause betreuen. Das System ist als ergänzendes digitales Pflegehilfsmittel konzipiert. Laut careforinnovation.com werden regelmäßig neue Anwendungspartner in das Ökosystem integriert, was den modularen Ansatz des Unternehmens widerspiegelt.

Das Unternehmen setzt damit auf einen Trend, der in der europäischen Diskussion um den European Health Data Space zunehmend an Bedeutung gewinnt: die Kontrolle über Gesundheitsdaten soll bei der betroffenen Person liegen, nicht bei Systemanbietern oder Einrichtungsbetreibern. CURALUNA ist nach eigenen Angaben auf careforinnovation.com als validierter Lösungsanbieter gelistet und wurde von der Pflegefortbildung des Westens als Partnerunternehmen aufgenommen. Die Finanzierung des Startups und der aktuelle Entwicklungsstand der LUNA-Produktlinie sind über die offizielle Website curaluna.de einsehbar.

02 · Wer profitiert

Zielgruppe

Die Zielgruppe von Curaluna sind hauptsächlich Frauen, die sich für natürliche und nachhaltige Hautpflegeprodukte interessieren. Diese potenziellen Nutzerinnen legen Wert auf Qualität und Umweltfreundlichkeit. Sie sind bereit, mehr für Produkte zu bezahlen, die frei von schädlichen Chemikalien sind und gleichzeitig die Gesundheit ihrer Haut fördern. Darüber hinaus könnte Curaluna auch für Menschen attraktiv sein, die empfindliche Haut haben und nach sanften Pflegeprodukten suchen.

FAQ · 05 Fragen

Häufig gefragt zu Curaluna

Kurze Antworten aus unserer Recherche. Wenn etwas fehlt oder unklar ist: Schreib uns direkt.

Der LUNA-Sensor erfasst laut Unternehmenswebsite curaluna.de Feuchtigkeit, Temperatur und Lagedaten in Echtzeit und überträgt diese in einen persönlichen Datentresor der pflegebedürftigen Person.

Laut CURALUNA kontrolliert die pflegebedürftige Person oder ihre Bevollmächtigten den Zugang. Pflegepersonal, Angehörige und Ärzte erhalten nur auf ausdrücklich freigegebene Datensegmente Zugriff.

Ja, CURALUNA präsentierte den LUNA-Sensor 2025 in der Vox-Gründershow "Die Höhle der Löwen". Das Startup machte damit auf die Versorgungslücke in der automatisierten Inkontinenzkontrolle aufmerksam.

CURALUNA richtet sich an stationäre Pflegeeinrichtungen, ambulante Dienste sowie pflegende Angehörige, die ältere oder pflegebedürftige Menschen betreuen und die Inkontinenzversorgung automatisieren möchten.

Laut Unternehmensangaben sind neben dem Inkontinenz-Monitoring Module für Dekubitusprophylaxe verfügbar. Die offene Plattformarchitektur ermöglicht laut careforinnovation.com die Integration weiterer Drittanbieter-Anwendungen.

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