CereGate
01 · Profil
Über CereGate
Technologie und klinischer Ansatz
CereGate entwickelt keine neuen Hirnimplantate, sondern eine Software-Plattform, die bestehende Systeme der tiefen Hirnstimulation (Deep Brain Stimulation, kurz DBS) mit Echtzeit-Feedback aus dem Nervensystem verbindet. Laut Unternehmensangaben ermöglicht diese Kombination eine personalisierte Therapieanpassung: Das System liest individuelle neuronale Muster und optimiert die Stimulationsparameter kontinuierlich auf den einzelnen Patienten, statt feste Impulse unabhängig vom aktuellen Nervenzustand zu senden.
Nach Angaben des High-Tech Gründerfonds (HTGF), der CereGate im Rahmen einer Serie-A-Finanzierungsrunde unterstützt hat, richtet sich die Technologie zunächst auf Parkinson-Patienten – insbesondere auf das sogenannte Freezing of Gait, bei dem Betroffene plötzlich erstarren und nicht mehr gehen können. In einer ersten klinischen Studie mit 15 Parkinson-Patienten wurden laut Unternehmensberichten Verbesserungen der Gehfähigkeit beobachtet. Über vier Millionen Menschen in Deutschland leben mit der Erkrankung, wobei Gangstörungen zu den besonders einschränkenden Symptomen zählen.
Standort und Entwicklungsstand
CereGate hat seinen Hauptsitz in München sowie eine Tochterfirma in San Diego. Die Entwicklung findet in enger Kooperation mit deutschen Universitätskliniken statt. Laut Berichten des Munich Startup-Netzwerks wurde 2025 am Klinikum rechts der Isar der TU München eine Brain-Computer-Interface-Implantation bei einem Patienten mit Querschnittslähmung durchgeführt, als erste derartige Intervention in Europa.
Laut Fachmagazin GoingPublic hat CereGate die Finanzierungsrunde abgeschlossen, um die klinische Entwicklung fortzuführen und die Plattform für weitere Indikationen wie Schlaganfall-Rehabilitation und Schmerztherapie zu erschließen. Die Technologie befindet sich in klinischer Erprobungsphase und ist nicht frei käuflich verfügbar. CereGate richtet sich primär an Patienten mit neurologischen Erkrankungen, die bisher unzureichend auf medikamentöse Therapien ansprechen, sowie an Kliniken und Neurologen als Entwicklungspartner.
Für Betroffene und Angehörige ist CereGate aktuell nicht direkt zugänglich, da die Technologie sich noch in klinischer Studienphase befindet. Patienten, die von tiefer Hirnstimulation profitieren könnten, sollten Rücksprache mit spezialisierten Neurologen an Universitätskliniken halten. Sobald die Plattform eine regulatorische Zulassung erhält – angestrebt als Medizinprodukt nach EU MDR –, soll sie über kooperierende Kliniken in die Regelversorgung integriert werden. CereGate gilt als eines der ambitioniertesten deutschen Neurotech-Startups und wird von Experten als möglicher Wegbereiter für eine neue Generation adaptiver Neurostimulation in Europa beobachtet.
02 · Wer profitiert
Zielgruppe
Die Zielgruppe für CereGate sind hauptsächlich medizinische Fachleute und Forscher, die sich mit Neurotechnologie und Gehirn-Computer-Schnittstellen beschäftigen. Darüber hinaus könnten auch Patienten mit neurologischen Erkrankungen oder Verletzungen, die nach fortschrittlichen therapeutischen Lösungen suchen, potenzielle Nutzer sein. Es könnte auch für Technologieenthusiasten von Interesse sein, die sich für die neuesten Entwicklungen in der Neurotechnologie interessieren.
FAQ · 05 Fragen
Häufig gefragt zu CereGate
Kurze Antworten aus unserer Recherche. Wenn etwas fehlt oder unklar ist: Schreib uns direkt.
Laut Unternehmensangaben liegt der Fokus auf Parkinson (insbesondere Gangblockaden), Querschnittslähmung und perspektivisch Schlaganfall-Rehabilitation sowie Schmerztherapie.
CereGate ergänzt bestehende Systeme der tiefen Hirnstimulation mit einer Software-Schicht, die neuronale Signale in Echtzeit liest und Therapieparameter automatisch auf den individuellen Patienten anpasst.
In einer ersten Studie mit 15 Parkinson-Patienten wurden laut Unternehmensberichten Verbesserungen der Gehfähigkeit beobachtet. 2025 erfolgte am Klinikum rechts der Isar die erste BCI-Implantation dieser Art in Europa.
Nach Angaben des High-Tech Gründerfonds (HTGF) hat CereGate eine Serie-A-Finanzierungsrunde abgeschlossen, um die klinische Entwicklung weiterzuführen.
Die Technologie befindet sich in klinischer Erprobungsphase und ist nicht frei käuflich. Klinische Studien laufen an deutschen Universitätskliniken, darunter dem Klinikum rechts der Isar in München.
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