Biopsafe
01 · Profil
Über Biopsafe
Produktdesign und Funktionsprinzip
BiopSafe wurde 2014 entwickelt und besteht aus einem kompakten Kunststoffbehälter, in dessen Deckel die Formalin-Lösung werkseitig eingekapselt ist. Nach Einlegen der Gewebeprobe wird der Deckel per Daumendruck aktiviert: Die Kapsel öffnet sich und gibt das Fixierungsmittel in einem vollständig geschlossenen System frei – ohne Kontakt mit der Außenluft und ohne Verspritzen. Laut Produktangaben des Herstellers dauert der gesamte Vorgang nur wenige Sekunden. Das Gewebe wird sofort und vollständig von der Lösung bedeckt. BiopSafe ist als Einwegprodukt konzipiert, was eine Kreuzkontamination zwischen Patienten ausschließt. Der Container ist in zwei Größen verfügbar: 20 ml für kleinere Biopsien, beispielsweise aus der Magenspiegelung, und 60 ml für größere chirurgische Gewebepräparate.
Regulatorischer Status und Vertrieb
BiopSafe ist CE-markiert und konform mit der EU-IVD-Verordnung 2017/746, die seit Mai 2022 für In-vitro-Diagnostika innerhalb der Europäischen Union gilt, wie aus der Produktdokumentation von MML Medical hervorgeht. Das Produkt wird über spezialisierte Medizinproduktehändler vertrieben, darunter Mermaid Medical, Axlab (Dänemark) und in Deutschland MML Medical. Gemäß ECHA-Dossier zu Formaldehyd ist der Stoff als akut toxisch, hautsensibilisierend und krebserzeugend klassifiziert; BiopSafe reduziert die Inhalations- und Hautexposition auf nahezu null.
Arbeitsschutz und Einsatzgebiete
Der primäre Nutzen von BiopSafe liegt im Arbeitsschutz: Laut Europäischer Chemikalienagentur (ECHA) kann Formaldehyd bei regelmäßigem Kontakt Reizungen der Schleimhäute, allergische Reaktionen und bei Langzeitexposition ein erhöhtes Krebsrisiko verursachen. Verglichen mit konventionellen Biopsiecontainern, bei denen Formalin nachträglich zugegeben wird, eliminiert BiopSafe den expositionskritischsten Schritt vollständig. Das System ist für den Einsatz in Endoskopie-Einheiten, Ambulanzen, Operationssälen und pathologischen Instituten konzipiert. Eine Anwendung durch Privatpersonen ist nicht vorgesehen.
Vergleich mit konventionellen Biopsiecontainern
Konventionelle Biopsiecontainer erfordern, dass das medizinische Personal Formalin nachträglich in den Behälter füllt – ein Schritt, bei dem Dampf und Spritzer unvermeidlich auftreten können. BiopSafe eliminiert diesen Schritt vollständig durch die werkseitige Verkapselung. Laut Axlab-Produktdokumentation wurde das System für den Einsatz in Abteilungen entwickelt, die täglich mit großen Probenmengen umgehen, wie Gastroenterologie, Urologie und Chirurgie. Die Einwegkonstruktion vereinfacht zudem die Entsorgung als infektiöser und chemischer Abfall nach geltenden nationalen Vorschriften. Da das Produkt kein DiGA ist und keinen Endverbraucherbezug hat, richtet sich das Angebot von BiopSafe ausschließlich an Krankenhäuser und medizinische Labore.
02 · Wer profitiert
Zielgruppe
Die Zielgruppe von BiopSafe sind medizinische Fachkräfte, insbesondere diejenigen, die regelmäßig mit Biopsieverfahren in Krankenhäusern und Kliniken zu tun haben. Dazu gehören Pathologen, Labortechniker und anderes medizinisches Personal, das mit Formalin in Berührung kommen könnte. Die Lösung richtet sich an alle, die in einem sicheren Arbeitsumfeld arbeiten möchten und die Gesundheitsrisiken durch Formaldehyd minimieren wollen.
05 · Was es kostet
Kosten & Preise
BiopSafe wird über ein spezielles Partnernetzwerk weltweit vertrieben. Informationen zu den genauen Kosten und der Preisstruktur sind auf der Webseite nicht direkt angegeben, es wird jedoch betont, dass das Produkt sofort einsatzbereit ist und wertvolle Zeit spart. Für detaillierte Preisinformationen wird empfohlen, direkt Kontakt mit dem Vertrieb aufzunehmen.
FAQ · 05 Fragen
Häufig gefragt zu Biopsafe
Kurze Antworten aus unserer Recherche. Wenn etwas fehlt oder unklar ist: Schreib uns direkt.
In den Deckel des Containers ist Formalin-Lösung eingekapselt. Nach Einlegen der Gewebeprobe wird der Deckel durch leichten Daumendruck aktiviert, die Kapsel öffnet sich und das Fixierungsmittel wird im geschlossenen System freigegeben – ohne Kontakt zur Außenluft.
BiopSafe ist CE-markiert und konform mit der EU-IVD-Verordnung 2017/746, die seit Mai 2022 für In-vitro-Diagnostika in der EU gilt.
Das System ist in zwei Containergrößen verfügbar: 20 ml für kleinere Biopsien (z. B. Magenspiegelung) und 60 ml für größere Gewebeproben (z. B. chirurgische Resektate).
BiopSafe wird über spezialisierte Medizinproduktehändler vertrieben, darunter Mermaid Medical, Axlab und in Deutschland MML Medical. Es ist ausschließlich für medizinische Einrichtungen und nicht für Privatpersonen erhältlich.
Formaldehyd ist laut IARC (Internationale Agentur für Krebsforschung) als karzinogen eingestuft und kann bei regelmäßigem Kontakt Reizungen der Schleimhäute sowie allergische Reaktionen auslösen. Besonders medizinisches Personal in Endoskopie und Pathologie ist gefährdet.
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