BeHome

Das längere Verbleiben in der eigenen Wohnung statt eines Umzugs in ein Pflegeheim ist für die meisten älteren Menschen ein ausdrücklicher Wunsch. Laut einer Forsa-Umfrage von 2024 möchten über 80 Prozent der Deutschen im Alter so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden wohnen bleiben. BeHome hat sich diesem Ziel als Unternehmen verschrieben und bietet ein Sensorsystem an, das Sicherheit und Komfort im häuslichen Umfeld erhöht – ohne den Charakter eines Pflegeheims zu erzeugen.

01 · Profil

Über BeHome

Wie BeHome funktioniert

Das BeHome-System besteht aus vernetzten Sensoren in der Wohnung – Bewegungsmelder, Türkontakte, Fenstersensoren – sowie einem tragbaren Hilfeknopf, den der Senior am Körper trägt. Das System ist auf eine mehrstufige Alarmkette ausgelegt: Zunächst wird der Bewohner selbst informiert, ob eine Reaktion seinerseits nötig ist. Erst wenn keine Reaktion erfolgt, wird automatisch ein SMS- oder Sprachalarm an hinterlegte Kontakte gesendet – beispielsweise Kinder, Nachbarn oder einen ambulanten Pflegedienst. Laut Unternehmensangaben erkennt das System neben ausbleibenden Bewegungsmustern auch konkrete Gefahren wie eine überfüllte Badewanne oder ein offen stehendes Fenster über längere Zeit. Die Konfiguration der Alarmkette erfolgt individuell und kann jederzeit angepasst werden.

Gründerteam und Unternehmensstruktur

BeHome wurde 2018 gegründet und operiert über die Better@Home Service GmbH. Das Gründerteam bringt profunde Erfahrung aus dem deutschen Digital-Health-Sektor mit, darunter leitende Positionen bei der Gematik, der staatlichen Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte. BeHome kooperiert laut eigenen Angaben mit Wohnungsgesellschaften, Städten, Krankenkassen und Pflegeorganisationen, um das System in bestehende Versorgungsstrukturen zu integrieren. Die Partnerschaft mit Deutsche Glasfaser wurde als Beispiel für die Anbindung an die digitale Infrastruktur kommuniziert.

Markt und Zielgruppen

BeHome adressiert primär zwei Zielgruppen: Senioren, die ihre Selbstständigkeit erhalten wollen, und Wohnungsunternehmen sowie Kommunen, die ihren älteren Mietern und Bewohnern eine sichere Wohninfrastruktur anbieten möchten. Laut Bundesgesundheitsministerium werden bis 2030 rund vier Millionen Menschen in Deutschland dauerhaft pflegebedürftig sein. Gleichzeitig ist stationäre Pflege mit hohen Eigenanteilen verbunden, die laut dem Verband der Pflegedirektoren (VPD) bundesweit auf über 2.400 Euro monatlich gestiegen sind. Systeme wie BeHome können unter bestimmten Voraussetzungen als Pflegehilfsmittel nach SGB XI gefördert werden – ein Faktor, der die Marktdurchdringung erleichtern kann. BeHome ist mit Projektpräsenz deutschlandweit aktiv.

FAQ

Für wen ist das BeHome-System geeignet? BeHome richtet sich an ältere Menschen, die möglichst lange in der eigenen Wohnung wohnen möchten, sowie an ihre Angehörigen. Auch Wohnungsunternehmen und Kommunen, die Mietern eine sichere Wohninfrastruktur bieten möchten, gehören zur Zielgruppe.

Wie werden Angehörige im Notfall informiert? Das System ist auf eine mehrstufige Alarmkette ausgelegt: Zuerst wird der Bewohner selbst informiert. Erst wenn keine Reaktion erfolgt, erhalten hinterlegte Kontakte – Kinder, Nachbarn oder Pflegedienste – automatisch einen SMS- oder Sprachalarm.

Kann BeHome als Pflegehilfsmittel gefördert werden? Unter bestimmten Voraussetzungen können Teile des Systems als Pflegehilfsmittel nach SGB XI erstattet werden. Informationen zu den konkreten Fördermöglichkeiten erhalten Sie bei Ihrer Pflegekasse oder direkt über BeHome.

Was unterscheidet BeHome von klassischen Hausnotruf-Systemen? BeHome kombiniert intelligente Sensorik in der Wohnung (Bewegungsmelder, Tür- und Fenstersensoren) mit einem tragbaren Hilfeknopf und einer automatischen Alarmkette. Damit erkennt es laut Unternehmensangaben auch ungewöhnliche Situationen wie ausbleibende Bewegungsmuster – nicht nur aktiv ausgelöste Notrufe.

02 · Wer profitiert

Zielgruppe

Die Zielgruppe von BeHome umfasst hauptsächlich Senioren, die in ihren eigenen Wohnungen sicher und bequem leben möchten. Darüber hinaus richtet sich das Angebot an Vermieter, Städte und Kommunen, Wohlfahrtsorganisationen sowie Pflege- und Krankenkassen, die an der Integration smarter Wohnlösungen interessiert sind.

05 · Was es kostet

Kosten & Preise

BeHome bietet ein Rundum-Paket für die Digitalisierung von Wohnungen an. Die Kostenstruktur und genaue Preisangaben sind auf der Webseite nicht detailliert beschrieben. Es wird jedoch betont, dass die Lösungen sowohl für Mieter als auch für Vermieter von Vorteil sind.

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