Was hab ich
01 · Profil
Über Was hab ich
Wie funktioniert's
Auf washabich.de lässt sich ein Befund anonym hochladen – wahlweise als Scan oder per Fax. Das ehrenamtliche Übersetzungsteam besteht laut Unternehmensangaben aus Medizinstudierenden ab dem 8. Fachsemester sowie approbierten Ärztinnen und Ärzten. Bei komplexen Befunden schalten zudem spezialisierte Fachärztinnen und Fachärzte hinzu, die den Übersetzenden beratend zur Seite stehen. Die fertige Übersetzung ist passwortgeschützt abrufbar und gibt dem Befund nicht nur eine verständliche Erklärung, sondern ordnet ihn auch in einen medizinischen Kontext ein. Laut der Projektseite washabich.de wurden bislang 72.444 Befunde auf diese Weise übersetzt. Parallel dazu wurden 3.178 Medizinerinnen und Mediziner durch Kommunikationskurse oder ehrenamtliches Engagement für verständliche Patientenkommunikation sensibilisiert – eine Zahl, die zeigt, dass Was hab' ich? nicht nur Patienten adressiert, sondern auch den Gesundheitssektor selbst.
Reichweite und Kooperation mit dem Bundesministerium für Gesundheit
Im Juni 2021 veröffentlichte das Nationale Gesundheitsportal (gesund.bund.de) des Bundesministeriums für Gesundheit mehr als 10.000 patientengerechte Erklärungen zu ICD-Codes, die Was hab' ich? bereitgestellt hatte – erstmals waren diese Diagnose-Schlüssel damit allgemeinverständlich online verfügbar (laut Pressemitteilung washabich.de, Juni 2021). ICD-Codes tauchen auf Krankenscheinen, Entlassbriefen und Rezepten auf, sind jedoch für Laien kaum lesbar. Das Bundesministerium für Gesundheit hatte das Sozialunternehmen zuvor mit der inhaltlichen Betreuung des Portals beauftragt, wie kma-online.de berichtete. Die Kooperation unterstreicht den Stellenwert, den Was hab' ich? in der deutschen Gesundheitsinfrastruktur inzwischen einnimmt.
Neben der Befundübersetzung bietet Was hab' ich? Kommunikationskurse für Medizinerinnen und Mediziner an sowie eine Patientenbrief-Software für Praxen und Kliniken, mit der Entlassbriefe und Befunde in leichter Sprache formuliert werden können. Das Onlineportal Selbst-verstehen.de ergänzt das Angebot mit allgemeinverständlichen Informationen zu Erkrankungen und Therapien, ohne einen konkreten Befundbezug vorauszusetzen. Das Unternehmen finanziert sich durch Spenden sowie durch die kostenpflichtigen B2B-Angebote für den Gesundheitssektor. Die direkt an Patientinnen und Patienten gerichteten Kernangebote – Befundübersetzung und Patienteninformationen – bleiben kostenfrei und anonym nutzbar. Wer das Projekt unterstützen möchte, kann das Team durch eine Spende oder eine ehrenamtliche Tätigkeit als Medizinstudierende oder Ärztin beziehungsweise Arzt stärken.
02 · Wer profitiert
Zielgruppe
Die Zielgruppe von Was hab’ ich? umfasst vor allem Patient:innen, die ihre medizinischen Befunde besser verstehen möchten. Darüber hinaus richtet sich das Angebot an Mediziner:innen, die ihre Kommunikationsfähigkeiten verbessern wollen, sowie an Kliniken, die die Patientenbrief-Software nutzen möchten. Auch Gesundheitsorganisationen, die verständliche Gesundheitsinformationen benötigen, gehören zur Zielgruppe.
05 · Was es kostet
Kosten & Preise
Was hab’ ich? bietet seine Befundübersetzungen kostenlos an, da sie von einem ehrenamtlichen Team erstellt werden. Die Finanzierung erfolgt durch Spenden und Kooperationen mit Partnern. Für die Kommunikationskurse und die Nutzung der Patientenbrief-Software könnten Kosten anfallen, die jedoch nicht spezifiziert sind. Das Unternehmen ist gemeinnützig und setzt auf die Unterstützung durch Spenden und Förderungen.
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