Tover
01 · Profil
Über Tover
Wie funktioniert die Tovertafel
Die Tovertafel kombiniert einen Hochleistungsprojektor, Bewegungssensoren und spezialisierte Software. Das System projiziert interaktive Lichtspiele auf Tische, Böden oder Wände; Bewohner steuern die Animationen mit Handbewegungen – ohne Vorkenntnisse oder technisches Training. Die aktuelle Produktlinie umfasst die Tovertafel 3 (2025, deckenmontiert, für Gruppenaktivitäten) und die Tovertafel Pixie (2023, mobile Version für die Einzelbetreuung). Rund 50 Spiele in fünf Schwierigkeitsstufen stehen zur Verfügung, entwickelt für verschiedene Stadien von Demenz, kognitive Einschränkungen und Lernprofile.
Wissenschaftliche Grundlage
Eine Interventionsstudie in deutschen Pflegeheimen, 2024 veröffentlicht in Frontiers in Neurology (PMID 39677866), dokumentierte geringere Apathie-Werte und mehr positive soziale Interaktionen bei Bewohnenden, die mit der Tovertafel spielten. Eine frühere Studie im Tijdschrift voor Gerontologie en Geriatrie (2017, n=60) berichtete Verbesserungen von Lebensqualitätsindikatoren, die bis zu einer Woche nach Spielsitzungen anhielten. Eine klinische Studie auf ClinicalTrials.gov (NCT04421833) untersuchte den Einsatz in Long-Term-Care-Einheiten mit kognitiven Störungen.
Wer steckt dahinter
Hester Anderiesen-Le Riche entwickelte die Tovertafel im Rahmen ihrer Promotion an der Technischen Universität Delft (Fakultät Industrielles Design). 2015 gründete sie das Unternehmen – damals unter dem Namen Active Cues, heute als Tover B.V. mit Sitz in den Niederlanden. Zu den Auszeichnungen zählen der Red Dot Design Award 2025 (Tovertafel Pixie), der EdTech Breakthrough Award 2024 (Adaptive Learning Innovation of the Year) und der CES Editors' Choice Award 2022 als Most Promising Innovation.
Im Vergleich zu Alternativen
Aktivierungsangebote in Pflegeheimen umfassen Musiktherapie, Reminiszenz-Arbeit und Tablet-Lösungen wie spezialisierte Demenz-Apps. Die Tovertafel unterscheidet sich durch ihren projektionsbasierten Ansatz: Kein Touchscreen ist erforderlich, die Hände berühren nichts – was insbesondere bei fortgeschrittener Demenz oder motorischen Einschränkungen relevant ist. Gruppenaktivitäten sind möglich, bei denen mehrere Personen gleichzeitig spielen. Anders als rein softwarebasierte Lösungen erfordert die Tovertafel eine Hardware-Installation; die Lizenz umfasst laufende Softwareupdates und Zugang zur Spielbibliothek.
In Deutschland nutzen laut Prognosen des Statistischen Bundesamts (2023) rund 1,8 Millionen Menschen Pflegeleistungen in stationären Einrichtungen. Aktivierungsangebote wie die Tovertafel können Pflegepersonale entlasten, da Bewohnende selbstständig und in Gruppen spielen, ohne durchgehende Betreuung zu erfordern. Die ClinicalTrials.gov-Studie NCT04421833 untersuchte speziell den Einsatz bei Personen mit kognitiven Störungen in Long-Term-Care-Einheiten und bestätigte die wissenschaftliche Relevanz des Ansatzes für die stationäre Versorgung.
02 · Wer profitiert
Zielgruppe
Die Zielgruppe von Tover umfasst hauptsächlich Menschen mit kognitiven Herausforderungen, wie z.B. Demenzpatienten, sowie die Pflegekräfte und Betreuer, die diese Menschen unterstützen. Darüber hinaus richtet sich Tover an Pflegeeinrichtungen, Seniorenheime und andere Institutionen im Gesundheitswesen, die ihre Pflegeangebote durch innovative und interaktive Lösungen erweitern möchten.
FAQ · 05 Fragen
Häufig gefragt zu Tover
Kurze Antworten aus unserer Recherche. Wenn etwas fehlt oder unklar ist: Schreib uns direkt.
Tover bietet die Tovertafel über ein Mietmodell mit monatlicher Lizenz an, die Softwareupdates und die Spielbibliothek einschließt. Genaue Preise sind über den Anbieter direkt anforderbar.
Die Spiele sind in fünf Schwierigkeitsstufen unterteilt und decken frühe bis fortgeschrittene Demenzstadien ab. Auch Menschen mit intellektuellen Behinderungen und Kinder in der Sonderpädagogik nutzen das System.
Ja. Eine Studie in Frontiers in Neurology (2024, PMID 39677866) zeigte geringere Apathie und mehr soziale Interaktion in deutschen Pflegeheimen. Frühere Studien dokumentierten Lebensqualitätsverbesserungen bis zu einer Woche nach Spielsitzungen (Tijdschrift voor Gerontologie, 2017).
Tover bietet auf seiner Website Kontaktformulare für Demo-Anfragen an. Viele Einrichtungen starten mit einem Piloteinsatz, bevor sie mehrere Geräte anschaffen.
Der Anbieter betont, dass keine technischen Vorkenntnisse nötig sind – weder für Pflegende noch für Bewohnende. Tover stellt Schulungsmaterialien und Support bereit.
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