Temedica
01 · Profil
Über Temedica
Digitale Companion-Apps für chronisch Kranke
Ein prominentes Beispiel ist die Smartphone-App Brisa, die Temedica in Partnerschaft mit Roche für MS-Patienten entwickelte. Laut FierceBiotech erfasst die App täglich Aktivitätsdaten, Schlaf, Ernährung und individuelle MS-Symptome der Nutzer. Eine integrierte KI analysiert die gesammelten Informationen, gibt individualisierte Handlungsempfehlungen und übermittelt aufbereitete Verläufe automatisch an das Behandlungsteam weiter. Dieser Ansatz macht patientenberichtete Outcomes, kurz PROs, erstmals im Versorgungsalltag systematisch nutzbar. Temedica bietet das zugrundeliegende Modul Permea Patient Voice auch als White-Label-Lösung für Pharmaunternehmen an, die für ihre jeweiligen Indikationen eigene digitale Begleit-Apps entwickeln wollen. Das Konzept richtet sich damit an Pharmafirmen, Krankenkassen und Versorgungsforschungseinrichtungen gleichermaßen.
Permea: 40 Milliarden Datenpunkte für die Pharmaindustrie
Hinter den Patientenapps steht die Permea-Plattform. Laut GlobeNewswire wertet sie mehr als 40 Milliarden Datenpunkte zu über 50.000 Diagnosen aus und liefert damit ein besonders breites Bild der realen Versorgungslandschaft. Die fünf Module decken den gesamten Produktlebenszyklus ab: Permea Disease Navigator analysiert Krankheitslandschaft und unerfüllten Patientenbedarf, Permea Commercial Compass unterstützt Markteintritt und Markenstrategie, Permea Pulse liefert kontinuierliches Versorgungsmonitoring, und Permea Publications übersetzt Realdaten in wissenschaftliche Veröffentlichungen. Im Jahr 2022 schloss Temedica eine Datenpartnerschaft mit NOVENTI Health SE, einem der größten Apothekendienstleister Deutschlands, um Apothekendaten systematisch in die Plattform zu integrieren und so die Vollständigkeit der Versorgungsabbildung weiter zu verbessern.
Seit der Gründung hat Temedica insgesamt 42 Millionen Euro eingesammelt. Laut tech.eu wurde die Series-B-Runde im November 2022 unter Führung von MIG Capital auf diesen Betrag aufgestockt. Das Unternehmen beschäftigt nach eigenen Angaben mehrere Dutzend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an seinem Münchner Standort und plant, das Indikationsspektrum der Patientenapps schrittweise auf weitere chronische Erkrankungen auszuweiten.
02 · Wer profitiert
Zielgruppe
Die Zielgruppe von Temedica umfasst Entscheidungsträger im Gesundheitswesen, darunter Life Sciences Unternehmen, Forscher, Partner und Patienten. Besonders relevant ist der Service für Unternehmen, die Markteinführungsstrategien für Medikamente entwickeln, Marktbarrieren bewerten, Patientenreisen analysieren und wissenschaftliche Integrität sicherstellen möchten.
FAQ · 05 Fragen
Häufig gefragt zu Temedica
Kurze Antworten aus unserer Recherche. Wenn etwas fehlt oder unklar ist: Schreib uns direkt.
Temedica hat unter anderem die App Brisa für Multiple-Sklerose-Patienten in Zusammenarbeit mit Roche entwickelt. Das zugrundeliegende Modul Permea Patient Voice lässt sich als White-Label-Plattform für verschiedene chronische Indikationen einsetzen, darunter Autoimmun- und neurologische Erkrankungen.
Der Permea Disease Navigator analysiert Krankheitslandschaft, Co-Morbiditäten, Co-Medikationen und regionale Versorgungsunterschiede. Pharmaunternehmen nutzen das Modul, um unerfüllten Patientenbedarf zu identifizieren und ihre Marktstrategien auf Basis realer Versorgungsdaten auszurichten.
Temedica richtet sich primär an Life-Sciences-Unternehmen, also Pharmafirmen und Medizintechnikhersteller, sowie an Forscher und Gesundheitsorganisationen. Patienten interagieren indirekt über die Companion-Apps, die Temedica gemeinsam mit Pharmapartnern wie Roche entwickelt.
Temedica hat laut tech.eu insgesamt 42 Millionen Euro eingeworben. Die bisher letzte bekannte Runde war eine Series-B-Erweiterung um 25 Millionen Euro im November 2022, angeführt von MIG Capital und einem Münchner Family Office.
Im Jahr 2025 wurde Temedica vom TIME Magazine in der Kategorie "AI & Data Analytics" in die Liste der weltweit führenden HealthTech-Unternehmen aufgenommen. Das Unternehmen wurde 2016 in München gegründet.
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