Tamonda

Wer nach einem Schlaganfall, einer Hüft-OP oder bei fortschreitender Pflegebedürftigkeit morgens wieder anziehen lernen muss, kennt die kleinen Alltagshürden: ein Knopf, der sich nicht mehr greifen lässt, eine Hose, die sich im Rollstuhl nicht schließen lässt, ein Schuh, für den die Feinmotorik nicht mehr reicht. Adaptive Mode adressiert genau diese Alltagsprobleme durch konstruktive Lösungen im Kleidungsdesign – ohne auf ein normales Erscheinungsbild zu verzichten.

01 · Profil

Über Tamonda

Sortiment und Produktphilosophie

Das Sortiment von Tamonda umfasst Oberbekleidung, Hosen, Röcke und Schuhe für Damen und Herren sowie Spezialbedarf für Rollstuhlfahrer und Bettlägerige. Markenzeichen der Kollektion sind Rücken- und Seitenöffnungen an Oberteilen und Hosen statt konventioneller Frontverschlüsse, verdeckte Magnetverschlüsse anstelle kleiner Knöpfe sowie Easy-Touch-Verschlüsse und weit öffnende Einstiegszonen bei Schuhen. Nach Unternehmensangaben sind die Produkte sowohl für den Eigengebrauch durch Betroffene als auch für den Einsatz durch Pflegepersonal konzipiert, das das Ankleiden unterstützt. Tamonda beschreibt sich selbst als ersten deutschen Premium-Anbieter, der adaptive Mode konsequent in den stationären und ambulanten Pflegealltag integriert.

Markt und Bedarf

Der Deutsche Pflegerat (DPR) beziffert die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland auf rund fünf Millionen, mit steigender Tendenz durch den demografischen Wandel. Laut Statistischem Bundesamt wird die Zahl der Menschen über 80 Jahre bis 2050 auf über sechs Millionen anwachsen. Für Pflegeeinrichtungen gehört das morgendliche Ankleiden zu den zeitaufwändigsten und körperlich belastendsten Pflegehandlungen. Adaptive Mode kann nach Einschätzung von Pflegefachkräften diesen Prozess deutlich erleichtern: Kleidung mit einfachen Verschlusssystemen reduziert den Kraftaufwand, schont Gelenke und kann gleichzeitig das Selbstwertgefühl Betroffener stärken, die sich nach Möglichkeit selbst anziehen möchten.

Angebot und Bezugsweg

Tamonda ist nach eigenen Angaben in Heide, Schleswig-Holstein ansässig und vertreibt die Produkte ausschließlich über einen deutschlandweit versandenden Onlineshop. Im Sortiment finden sich sowohl internationale Markenhersteller auf dem Gebiet adaptiver Mode als auch eigene Kollektionen. Das Unternehmen wurde 2014 gegründet und richtet sich mit seinem Angebot an Pflegebedürftige, pflegende Angehörige, Pflegeheime sowie Reha-Einrichtungen. Das Onlineangebot wird laut Unternehmensangaben regelmäßig um neue Produkte erweitert, die nach funktionalen Pflegekriterien ausgewählt werden.

Adaptive Mode steht nicht im Zentrum des klassischen Digital-Health-Diskurses, ist aber eng mit der Versorgungsqualität in der Pflege verknüpft. Berufsverbände wie der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) empfehlen zunehmend, Hilfsmittel für alltägliche Verrichtungen systematisch in Pflegepläne einzubeziehen – Kleidung mit angepassten Verschlüssen gehört in vielen Leitfäden explizit dazu.

Adaptive Mode zählt in vielen europäischen Ländern bereits zum Standardangebot großer Pflegemittel-Händler. In Deutschland wächst das Segment laut Verbandsangaben des bpa jährlich, da demografische Entwicklung und steigender Fachkräftemangel in der Pflege Angehörige und Einrichtungen dazu veranlassen, zeitsparende Hilfsmittel stärker einzusetzen. Tamonda ist nach eigenen Angaben bestrebt, neue Kollektionen in regelmäßigen Abständen zu ergänzen und das Sortiment an aktuelle Pflegebedarfe anzupassen.

02 · Wer profitiert

Zielgruppe

Die Zielgruppe des Unternehmens umfasst hauptsächlich Privatpersonen, die einen einfachen und schnellen Zugang zu medizinischen Dienstleistungen suchen. Dazu gehören Menschen jeden Alters, die aufgrund von Zeitmangel, Mobilitätseinschränkungen oder geografischer Lage Schwierigkeiten haben, traditionelle Gesundheitseinrichtungen aufzusuchen. Besonders profitieren können auch Menschen mit chronischen Erkrankungen, die regelmäßige ärztliche Betreuung benötigen.

05 · Was es kostet

Kosten & Preise

Das Geschäftsmodell des Unternehmens basiert auf einem Abonnement-Service, bei dem Nutzer eine monatliche Gebühr zahlen, um Zugang zu den Telemedizin-Diensten zu erhalten. Die Preise variieren je nach gewähltem Servicepaket, wobei grundlegende Pakete ab 19,99 Euro pro Monat beginnen. Für spezielle Dienstleistungen oder erweiterte Funktionen können zusätzliche Kosten anfallen. Die Abrechnung erfolgt in der Regel über Kreditkarte oder Lastschriftverfahren.

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