Sonovum
01 · Profil
Über Sonovum
Nicht-invasive Hirndruck-Messung als Alternative zu invasiven Verfahren
Intrakranieller Druck – kurz ICP – ist ein kritischer Parameter in der Intensivmedizin: Ein dauerhaft erhöhter Hirndruck nach Schädel-Hirn-Trauma, Schlaganfall oder Hirnblutung kann innerhalb von Stunden lebensbedrohlich werden. Die Messung erfolgt bis heute meist invasiv über einen chirurgisch platzierten Drucksensor im Schädelinneren. Sonovum aus Leipzig entwickelt mit der TTUS-Technologie (Transkranieller Transmissionsultraschall) eine nicht-invasive Alternative, die diesen Eingriff in vielen Situationen ersetzen soll.
Das Kernsystem UltraEASY 3L analysiert die Ausbreitung von Ultraschallwellen durch den Schädel. Laut Sonovum liefert die entstehende Gehirnpuls-Kurve Informationen über den Druckzustand im Schädelinneren, ohne dass Haut, Knochen oder Hirnhaut durchdrungen werden müssen. Das System ist als erstes nicht-invasives Medizinprodukt zur Klassifikation von intrakraniellem Druck positioniert und soll laut Unternehmensangaben 2025 zur klinischen Anwendung bereit sein.
Klinische Studie in 13 deutschen Kliniken
Die Studie TTUS in TBI – Traumatic Brain Injury – läuft derzeit in 13 deutschen Krankenhäusern und untersucht die Validierungsgenauigkeit des Systems gegenüber invasiv gemessenen ICP-Werten. Laut BioSaxony-Mitteilungen hat Sonovum eine Series-B-Finanzierungsrunde (2017) abgeschlossen; aktuelle Investoreninformationen sind über PitchBook dokumentiert. Das Unternehmen ist Mitglied beim deutschen Medizintechnik-Verband Spectaris und präsentiert seine Forschung an öffentlichen Veranstaltungen wie der Langen Nacht der Wissenschaften Leipzig 2025.
Bedeutung für Intensivmedizin und Notaufnahme
Invasive ICP-Messung ist risikoreich, teuer und erfordert neurochirurgische Expertise. Laut Fachliteratur treten bei invasiven Drucksonden Komplikationsraten von bis zu 10 % auf (Infektionen, Blutungen). Eine valide nicht-invasive Alternative hätte erheblichen klinischen Wert – vor allem in Kliniken ohne Neurochirurgie und in der prähospitalen Versorgung. Sonovum adressiert genau diese Versorgungslücke. Im Vergleich zu anderen nicht-invasiven ICP-Ansätzen setzt TTUS auf physikalisch direkte Druckinferenz aus der Schädelschall-Charakteristik – ein neuartiger Ansatz ohne optische Messung.
Häufige Fragen zu Sonovum
Was misst UltraEASY 3L? Das System misst mittels TTUS-Verfahren den intrakraniellen Druck nicht-invasiv – als Alternative zu chirurgisch implantierten Drucksensoren.
In welcher klinischen Phase befindet sich Sonovum? Das Unternehmen führt eine Validierungsstudie in 13 deutschen Kliniken durch; die Marktzulassung war für 2025 angepeilt.
Für welche Patienten ist die Technologie gedacht? Primär für Patienten mit Schädel-Hirn-Trauma, Schlaganfall oder Hirnblutung, bei denen die Überwachung des Hirndrucks klinisch notwendig ist.
Wie unterscheidet sich TTUS von klassischer Ultraschalldiagnostik? TTUS misst die Transmission durch den Schädel statt der Reflexion – die Signalcharakteristik wird KI-gestützt auf Druckveränderungen hin analysiert.
Wo ist Sonovum ansässig? In Leipzig, Deutschland. Das Unternehmen ist Spectaris-Mitglied und nimmt an nationalen Medizintechnik-Netzwerken teil.
02 · Wer profitiert
Zielgruppe
Die Zielgruppe von Sonovum GmbH umfasst vor allem medizinische Fachkräfte und Institutionen wie Krankenhäuser und Kliniken, die im Bereich der Neurologie und Neurochirurgie tätig sind. Dazu gehören Neurologen, Neurochirurgen, Biosignalspezialisten und Neurowissenschaftler. Auch Investoren, die an innovativen Medizintechnologien interessiert sind, zählen zur Zielgruppe.
05 · Was es kostet
Kosten & Preise
Es liegen keine spezifischen Informationen über das Geschäftsmodell oder die Preisstruktur von Sonovum GmbH vor. Da es sich um ein medizinisches Gerät handelt, ist es wahrscheinlich, dass die Kosten von den Krankenhäusern oder Kliniken getragen werden, die das Produkt erwerben. Details zur Preisgestaltung oder zu den Kosten für das UltraEASY 3L sind nicht verfügbar.
FAQ · 05 Fragen
Häufig gefragt zu Sonovum
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Das System misst mittels TTUS-Verfahren den intrakraniellen Druck nicht-invasiv – als Alternative zu chirurgisch implantierten Drucksensoren.
Das Unternehmen führt eine Validierungsstudie in 13 deutschen Kliniken durch; die Marktzulassung war für 2025 angepeilt.
Primär für Patienten mit Schädel-Hirn-Trauma, Schlaganfall oder Hirnblutung, bei denen die Überwachung des Hirndrucks klinisch notwendig ist.
TTUS misst die Transmission durch den Schädel statt der Reflexion – die Signalcharakteristik wird KI-gestützt auf Druckveränderungen hin analysiert.
In Leipzig, Deutschland. Das Unternehmen ist Spectaris-Mitglied und nimmt an nationalen Medizintechnik-Netzwerken teil.
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