Sidekick Health
01 · Profil
Über Sidekick Health
Wie die Sidekick-Plattform funktioniert
Die Endnutzerinnen und -nutzer erleben eine auf ihre spezifische Erkrankung zugeschnittene App-Erfahrung. Die Plattform setzt dabei auf vier Kernmechanismen. Erstens Gamification: Punkte, Abzeichen, tägliche Herausforderungen und altruistische Belohnungen wie Spendenaktionen für gemeinnützige Zwecke sollen die Eigenmotivation aufrechterhalten. Zweitens KVT-basierte Verhaltensinterventionen, die evidenzbasiert in den App-Alltag eingebettet werden. Drittens KI-gestützte Personalisierung: Adaptive Algorithmen passen Inhalte, Erinnerungen und Nudges an den individuellen Fortschritt und die Nutzungspräferenzen an. Viertens ermöglicht Echtzeit-Monitoring die Erfassung von Symptomen, Medikamenten-Adherence und Vitalparametern.
Indikationsbereiche und Erkrankungsfelder
Sidekick Health hat laut Unternehmensangaben Programme für mehrere Erkrankungsgruppen entwickelt: Onkologie (Therapiebegleitung während und nach der Krebsbehandlung), Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Sekundärprävention und Rehabilitationsunterstützung), metabolische Erkrankungen wie Diabetes mellitus Typ 2 und Adipositas, Frauengesundheit inklusive Menopause und Hormonstörungen sowie entzündliche Erkrankungen wie rheumatoide Arthritis und chronisch-entzündliche Darmerkrankungen. Ein Merkmal der Plattform ist die Fähigkeit, mehrere Komorbiditäten gleichzeitig zu adressieren.
Zu den aktuellen Entwicklungen gehören: Die Europäische Investitionsbank (EIB) unterzeichnete 2025 einen Venture-Debt-Vertrag über 35 Millionen Euro, gefördert durch das InvestEU-Programm der Europäischen Kommission, zur Beschleunigung von Forschung und Entwicklung. Im März 2025 startete Sidekick eine 12-wöchige klinische Studie in Deutschland für MENO!, eine verschreibungspflichtige digitale Therapeutika für Frauen mit Wechseljahresbeschwerden. Im April 2025 lancierte Sidekick gemeinsam mit dem Schweizer Injektionssystemhersteller Ypsomed eine integrierte Lösung für Menschen mit Adipositas, die GLP-1-basierte Injektionstherapien anwenden. Im Januar 2026 einigte sich das US-Unternehmen MOBE auf eine strategische Partnerschaft inklusive Kapitalinvestition mit Sidekick Health, um ein vollintegriertes Full-Risk-Programm für Patienten mit mehreren chronischen Erkrankungen anzubieten.
Sidekick Health schloss laut Crunchbase bislang folgende Finanzierungsrunden ab: Serie A 2020 (20 Millionen USD), Serie B 2022 (55 Millionen USD, u.a. mit Beteiligungen von CPP Investments und Sofinnova Partners) sowie den EIB Venture Debt 2025 (35 Millionen Euro). Das Unternehmen gehört damit zu den am besten kapitalisierten Digital-Health-Anbietern Europas im Bereich chronischer Erkrankungen. Sidekick entwickelt Produkte sowohl als regulierte verschreibungspflichtige Digitale Therapeutika als auch als nicht regulierte digitale Unterstützungsprogramme.
02 · Wer profitiert
Zielgruppe
Die Zielgruppe von Sidekick Health umfasst Patienten mit chronischen Erkrankungen, internationale Pharmaunternehmen, Kostenträger und Gesundheitsdienstleister.
FAQ · 05 Fragen
Häufig gefragt zu Sidekick Health
Kurze Antworten aus unserer Recherche. Wenn etwas fehlt oder unklar ist: Schreib uns direkt.
Sidekick Health ist ein isländisches Digital-Health-Unternehmen, das gamifizierte digitale Therapieprogramme für Menschen mit chronischen Erkrankungen entwickelt. Die Plattform kombiniert kognitive Verhaltenstherapie (KVT) mit spielerischen Mechaniken wie Belohnungssystemen und Challenges. Sidekick eignet sich besonders für Patienten mit Erkrankungen wie Typ-2-Diabetes, Herzerkrankungen, Adipositas oder psychischen Erkrankungen.
Sidekick Health setzt auf spielerische Elemente wie Punkte, Abzeichen, tägliche Challenges und Community-Funktionen, um Therapietreue und Motivation zu steigern. Patienten absolvieren personalisierte Aufgaben – etwa Ernährungs-Logs, Bewegungsübungen oder Achtsamkeitsübungen – und werden durch sichtbare Fortschritte motiviert. Studien zeigen, dass gamifizierte Ansätze die Adherence bei Therapieprogrammen signifikant erhöhen.
Sidekick Health wird primär über Versicherer, Pharmaunternehmen und Gesundheitsdienstleister als digitale Therapiebegleitung angeboten. Patienten erhalten Zugang häufig über ihre Krankenkasse oder im Rahmen eines Therapieprogramms ihres Arztes. Ein direkter Einzelkauf ist über die Website möglich; Interessierte sollten bei ihrer Krankenkasse anfragen, ob Sidekick als ergänzende Leistung verfügbar ist.
Sidekick Health ist in mehreren europäischen Ländern verfügbar, darunter Deutschland, Österreich, Schweiz, Island und weitere EU-Märkte. Das Berliner Büro koordiniert das DACH-Geschäft. Die App ist auf Deutsch sowie in weiteren Sprachen verfügbar; das genaue Marktangebot kann sich je nach Partnerversicherer unterscheiden.
Ja, Sidekick Health hat mehrere klinische Studien zu seinen Programmen durchgeführt und veröffentlicht. Die Ergebnisse zeigen signifikante Verbesserungen bei Therapietreue, Gewichtsmanagement und Lebensqualität bei chronisch kranken Patienten. Die Plattform ist CE-zertifiziert und erfüllt die Anforderungen der EU-Medizinprodukteverordnung (MDR) für digitale Gesundheitsanwendungen.
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