SensoryRecovery

Geruchsverlust ist eine der am häufigsten unterschätzten Folgeerscheinungen nach viralen Infektionen. Besonders nach COVID-19 berichten Millionen von Menschen weltweit von anhaltender Anosmie oder stark veränderter Geruchswahrnehmung, die Lebensqualität und Sicherheit im Alltag erheblich beeinträchtigen. Das Berliner Unternehmen SensoryRecovery hat eine App-basierte Plattform entwickelt, die auf dem wissenschaftlich belegten Konzept des Olfactory Trainings aufbaut und Betroffene durch einen strukturierten Wiederherstellungsprozess führt.

01 · Profil

Über SensoryRecovery

Studienlage und Belege

Die Evidenzlage für Olfactory Training ist gut dokumentiert. Laut einer im International Forum of Allergy and Rhinology publizierten systematischen Übersichtsarbeit von Moura et al. (2025) führt klassisches Olfactory Training bei mindestens 20 bis 30 Prozent der Patientinnen und Patienten zu klinisch signifikanten Verbesserungen der Geruchsfunktion. Eine Metaanalyse in PubMed Central zu Post-COVID-19-Olfaktionsstörungen (2025) bestätigt, dass Olfactory Training als Standardtherapie der ersten Wahl bei post-infektiösem Geruchsverlust gilt und von Leitlinien empfohlen wird. Das etablierte Verfahren sieht vor, täglich zweimal vier verschiedene Duftstoffe einige Sekunden lang aktiv einzuatmen und zu identifizieren, über mindestens 12 Wochen hinweg. SensoryRecovery digitalisiert diesen Ansatz: Die Plattform führt durch die tägliche Riechroutine, trackt den Fortschritt und passt das Programm individuell an die jeweilige Wahrnehmungsfähigkeit der Nutzerin oder des Nutzers an.

Laut einer weiteren Studie in Sage Journals (Tan et al., 2025) verbesserte sich neben der Riechfunktion auch die kognitive Leistungsfähigkeit bei Testgruppen, die regelmäßig Riechtraining absolvierten. Dies deutet darauf hin, dass strukturiertes Olfactory Training über die reine Geruchsrehabilitation hinaus positive Effekte haben kann. Laut eigener Angabe des Unternehmens basiert das SensoryRecovery-Programm auf diesen klinischen Erkenntnissen und wurde für die eigenständige Nutzung zu Hause konzipiert.

Für wen ist es gedacht

SensoryRecovery richtet sich primär an Menschen, die nach einer COVID-19-Erkrankung, einer Erkältung oder anderen viralen Infektionen unter Anosmie oder Hyposmie leiden. Auch Personen mit altersbedingt nachlassendem Geruchssinn oder nach Kopf-Hals-Traumata können von strukturiertem Olfactory Training profitieren. Die Plattform eignet sich für alle, die eigenständig ein evidenzbasiertes Riechtraining zu Hause durchführen möchten, ohne regelmäßige Klinikbesuche zu benötigen. Eine ergänzende Begleitung durch HNO-Ärztinnen oder Therapeuten ist medizinisch sinnvoll, aber nicht zwingend erforderlich, um mit der Plattform starten zu können. SensoryRecovery befindet sich laut Website im Early-Access-Stadium. Interessierte können sich unter sensoryrecovery.com für den Zugang vormerken. Die Kombination aus wissenschaftlicher Fundierung und einfacher Alltagsintegration macht die Plattform zu einem niedrigschwelligen Einstieg für Betroffene, die bislang keinen strukturierten Rehabilitationsweg gefunden haben.

02 · Wer profitiert

Zielgruppe

Die Zielgruppe von SensoryRecovery sind Menschen, die unter einem eingeschränkten Geruchssinn leiden oder ihre geistige Klarheit verbessern möchten. Dazu gehören möglicherweise Personen, die sich von einer Krankheit erholen, die den Geruchssinn beeinträchtigt hat, oder ältere Menschen, die ihre kognitive Funktion unterstützen möchten. Auch Menschen, die generell an einer Verbesserung ihrer sensorischen Wahrnehmung interessiert sind, könnten von der App profitieren.

05 · Was es kostet

Kosten & Preise

Informationen über das Geschäftsmodell und die Kostenstruktur von SensoryRecovery sind derzeit nicht verfügbar. Es ist unklar, ob die App kostenpflichtig sein wird oder ob es ein Abonnementmodell geben wird.

FAQ · 04 Fragen

Häufig gefragt zu SensoryRecovery

Kurze Antworten aus unserer Recherche. Wenn etwas fehlt oder unklar ist: Schreib uns direkt.

Laut klinischer Evidenz (u. a. Moura et al., 2025) zeigen sich erste Verbesserungen der Geruchsfunktion in der Regel nach 12 bis 16 Wochen regelmäßigen Trainings. SensoryRecovery führt täglich durch das Protokoll und trackt den Fortschritt, um das Programm bei ausbleibenden Ergebnissen anzupassen.

Die Plattform richtet sich an Menschen mit post-infektioesem Geruchsverlust nach COVID-19 oder Erkaeltungen sowie an Personen mit altersbedingter Hyposmie oder nach Kopf-Hals-Traumata.

Die Methode des Olfactory Trainings ist wissenschaftlich anerkannt. Laut einer PMC-Metaanalyse (2025) gilt sie als Standardtherapie der ersten Wahl bei post-infektioesem Geruchsverlust. SensoryRecovery digitalisiert diesen Ansatz.

Die evidenzbasierte Mindestdauer betraegt 12 Wochen mit taeglich zwei Uebungseinheiten. Manche Patienten berichten erst nach 16 bis 24 Wochen sichtbare Verbesserungen. SensoryRecovery trackt den individuellen Fortschritt.

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