Recoverycat
01 · Profil
Über Recoverycat
Wie funktioniert's
Im Zentrum steht ein täglicher Check-in: Nutzerinnen und Nutzer dokumentieren Symptome, Nebenwirkungen von Medikamenten, Stimmung und verfügbare Ressourcen über strukturierte Fragen. Die Angaben werden automatisch visualisiert und liefern sowohl Betroffenen als auch Therapeuten einen präzisen Verlaufsüberblick. Ein separates Fachkräfte-Interface erlaubt Ärzten und Psychotherapeuten, individuelle Monitoring-Pläne zu konfigurieren und gemeinsam mit Patienten anzupassen. So können Veränderungen frühzeitig erkannt werden, noch bevor sie zur Krise eskalieren. Nach Angaben des Unternehmens unterstützt die Plattform aktiv das Krisenmanagement und zielt darauf ab, stationäre Wiederaufnahmen zu reduzieren.
Für wen ist es gedacht
Recoverycat richtet sich an Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen – insbesondere Schizophrenie, bipolaren Störungen und rezidivierenden Depressionen. Gleichzeitig ist die Plattform für das behandelnde Fachpersonal konzipiert: Psychiaterinnen, Psychiater und Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten erhalten über eine eigene Ansicht kontinuierlichen Einblick in den Zustand ihrer Patientinnen und Patienten. Das Modell setzt auf eine enge Zusammenarbeit zwischen beiden Seiten und eignet sich besonders für Phasen der ambulanten Nachsorge nach einem stationären Aufenthalt.
Verfügbarkeit und Zulassung
Die App ist als Software as a Medical Device (SaMD) zertifiziert. Seit Januar 2025 können Versicherte der Techniker Krankenkasse (TK) – mit rund 11 Millionen Versicherten Deutschlands größte gesetzliche Krankenversicherung – Recoverycat im Rahmen eines Selektivvertrags kostenfrei nutzen, wie Charité BIH Innovation im Januar 2025 bekanntgab. Die Nutzung erfolgt auf ärztliche oder therapeutische Empfehlung und ist damit in die reguläre ambulante Versorgung eingebettet. Ob und wann weitere Kostenträger folgen, war zum Redaktionszeitpunkt nicht bekannt.
Wer steckt dahinter
Recoverycat GmbH wurde 2022 als Spin-off der Charité – Universitätsmedizin Berlin und des Berliner Instituts für Gesundheitsforschung (BIH) ausgegründet. Das Team wurde seit 2020 im Rahmen des BIH Digital Health Accelerators gefördert und begleitet. Laut VC Magazin (Februar 2023) sicherte sich das Unternehmen Seed-Kapital von den Impact Fonds der Investitionsbank Berlin (IBB Ventures), Springboard Health Angels sowie einem Family Office aus Heidelberg. Geschäftsführer und Mitgründer ist Dr. Jakob Kaminski, Psychiater an der Charité. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Berlin.
02 · Wer profitiert
Zielgruppe
Die Zielgruppe von Recovery Cat umfasst Patienten mit psychischen Erkrankungen, die ihre Symptome, Fähigkeiten und Medikamente besser verstehen und Krisen frühzeitig erkennen möchten. Darüber hinaus richtet sich die Plattform an Fachkräfte im Gesundheitswesen, einschließlich Ärzte und Kliniken, die die Therapieziele gemeinsam mit den Patienten gestalten und den administrativen Aufwand reduzieren möchten. Recovery Cat ist auch für Kliniken relevant, die ihre tägliche Arbeit modernisieren und die Qualität der Versorgung verbessern möchten.
05 · Was es kostet
Kosten & Preise
Recovery Cat bietet eine digitale Plattform für die Therapieunterstützung an. Die Kostenstruktur ist nicht direkt auf der Webseite angegeben, jedoch könnte das Geschäftsmodell auf Abonnements oder Lizenzgebühren für Kliniken und Gesundheitsdienstleister basieren, die die Software in ihren Einrichtungen integrieren möchten. Es ist wahrscheinlich, dass die Kosten von den jeweiligen Gesundheitseinrichtungen oder durch Kooperationen mit Krankenkassen getragen werden.
FAQ · 05 Fragen
Häufig gefragt zu Recoverycat
Kurze Antworten aus unserer Recherche. Wenn etwas fehlt oder unklar ist: Schreib uns direkt.
Recoverycat ist für Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen konzipiert – insbesondere Schizophrenie, bipolare Störungen und rezidivierende Depressionen. Die App unterstützt das ambulante Monitoring nach Klinikaufenthalten und wird von Ärzten und Psychotherapeuten begleitet.
Ja. Seit Januar 2025 können Versicherte der Techniker Krankenkasse (TK) Recoverycat im Rahmen eines Selektivvertrags kostenfrei nutzen. Die Nutzung erfolgt auf ärztliche oder therapeutische Empfehlung. Weitere Krankenkassen sollen laut Unternehmen folgen.
Recoverycat bietet ein separates Fachkräfte-Interface, über das Ärzte und Psychotherapeuten individuelle Monitoring-Pläne konfigurieren und die täglichen Check-in-Daten ihrer Patientinnen und Patienten einsehen können. Die App ermöglicht so eine gemeinsame Therapieplanung zwischen den Sitzungen.
Ja. Recoverycat ist als Software as a Medical Device (SaMD) zertifiziert. Das bedeutet, die App erfüllt die regulatorischen Anforderungen an ein Medizinprodukt – ein Qualitätsmerkmal, das im Bereich digitaler Gesundheitsanwendungen nicht selbstverständlich ist.
Recoverycat GmbH ist ein Spin-off der Charité – Universitätsmedizin Berlin und des Berliner Instituts für Gesundheitsforschung (BIH), gegründet 2022. Mitgründer und Geschäftsführer ist Dr. Jakob Kaminski, Psychiater an der Charité. Das Unternehmen erhielt Seed-Kapital von IBB Ventures, Springboard Health Angels und einem Family Office aus Heidelberg.
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