Reactive Robotics
01 · Profil
Über Reactive Robotics
Reactive Robotics hat sich auf ein medizinisches Problem spezialisiert, das in der Öffentlichkeit wenig Aufmerksamkeit bekommt, aber enorme klinische Relevanz hat: die Schwächung von Muskulatur und Kreislauf durch erzwungene Bettruhe auf der Intensivstation. Das 2015 in München gegründete Unternehmen hat dafür das VEMOTION-System entwickelt – ein KI-gesteuertes Robotik-Assistenzsystem, das Intensivpatienten auch im frühen Erkrankungsstadium mobilisiert.
Das VEMOTION-System aktiviert die Beinmuskulatur des Patienten durch geführte Bewegungen und passt die Intensität in Echtzeit an den Zustand des Patienten an. Laut Reactive Robotics können damit auch Patienten mit einem Körpergewicht bis zu 180 Kilogramm sicher behandelt werden. Die KI überwacht kontinuierlich Vitalparameter und Bewegungswiderstände, um Über- oder Unterbelastung zu vermeiden. Gegenüber stationärer Physiotherapie, die auf Intensivstationen oft auf wenige Minuten täglich begrenzt ist, ermöglicht VEMOTION längere und frequentere Aktivierungseinheiten ohne zusätzliches Pflegepersonal.
Finanzierung und klinische Expansion
Im Herbst 2024 schloss Reactive Robotics eine Series-A-Finanzierungsrunde ab. Laut Unternehmensmitteilung sollen die Mittel die weitere Entwicklung des KI-Algorithmus sowie den nationalen und internationalen Markteintritt beschleunigen, insbesondere in deutschen Universitätskliniken. Der HTGF (High-Tech Gründerfonds) war als früher Investor beteiligt; spätere Runden umfassten laut Crunchbase weitere institutionelle Investoren aus dem Medizintechnik-Umfeld.
Das VEMOTION-System verfügt über die MDR-Konformitätsbewertung als Medizinprodukt der Klasse IIa. Die klinische Evidenz für frühe Mobilisierung auf Intensivstationen ist gut belegt: eine Metaanalyse in Critical Care Medicine zeigt, dass früh einsetzende Physiotherapie die Krankenhausverweildauer signifikant verkürzen und Muskelabbau reduzieren kann. Reactive Robotics adressiert damit einen Markt, der sowohl kostenseitig als auch qualitativ erhebliche Effizienzpotenziale bietet.
Positionierung im Reha-Robotik-Markt
Reactive Robotics konkurriert mit Unternehmen wie Hocoma und Tyromotion im breiteren Reha-Robotik-Markt, ist aber spezifisch auf die Frühphase der Intensivrehabilitation fokussiert – ein Segment, das etablierte Anbieter bisher wenig adressiert haben. Das Gerät ist auf Integration in bestehende Intensivstation-Infrastruktur ausgelegt und erfordert laut Produktbeschreibung keine baulichen Veränderungen. Laut einem Bericht von MRK-Blog hat Reactive Robotics mehrere Finanzierungsrunden im siebenstelligen Bereich abgeschlossen.
Häufige Fragen zu Reactive Robotics
**Was ist das VEMOTION-System?** Ein robotisches Assistenzsystem für Intensivstationen, das Patienten durch geführte Beinbewegungen frühzeitig mobilisiert und Muskelabbau sowie Kreislaufschwäche entgegenwirkt.
**Für welche Patienten ist VEMOTION geeignet?** Das System ist für erwachsene Intensivpatienten konzipiert, auch bei eingeschränkter Bewusstseinslage oder hohem Körpergewicht bis 180 kg.
**Wie unterscheidet sich VEMOTION von klassischer Physiotherapie?** VEMOTION ermöglicht längere und häufigere Mobilisierungseinheiten ohne dauerhaften Einsatz von Pflegepersonal. Die KI überwacht dabei kontinuierlich den Patientenzustand.
**Wo ist das System zugelassen?** Das VEMOTION-System ist MDR-konform zertifiziert und in Deutschland und der EU einsetzbar. Die internationale Expansion läuft seit der Series-A-Finanzierung 2024.
**Wer finanziert Reactive Robotics?** Neben dem HTGF als frühem Investor umfasst die Investorenbasis laut Crunchbase weitere Medizintechnik-Fonds; die Series A erfolgte im Herbst 2024.
02 · Wer profitiert
Zielgruppe
Die Zielgruppe für Reactive Robotics sind hauptsächlich medizinische Fachkräfte wie Ärzte und Physiotherapeuten, die in der Rehabilitation tätig sind. Darüber hinaus könnten auch Patienten, die nach einer schweren Verletzung oder Operation eine intensive Rehabilitationsbehandlung benötigen, von diesem Service profitieren. Es könnte auch für Krankenhäuser und Rehabilitationszentren von Interesse sein, die ihre Effizienz und Patientenversorgung verbessern möchten.
05 · Was es kostet
Kosten & Preise
Die genauen Kosten für "Reactive Robotics" können variieren, abhängig von Faktoren wie der spezifischen Ausstattung, dem Umfang der benötigten Dienstleistungen und der Anzahl der Benutzer. Es ist ratsam, sich direkt an das Unternehmen zu wenden, um ein individuelles Angebot zu erhalten.
FAQ · 05 Fragen
Häufig gefragt zu Reactive Robotics
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Ein robotisches Assistenzsystem für Intensivstationen, das Patienten durch geführte Beinbewegungen frühzeitig mobilisiert und Muskelabbau sowie Kreislaufschwäche entgegenwirkt.
Das System ist für erwachsene Intensivpatienten konzipiert, auch bei eingeschränkter Bewusstseinslage oder hohem Körpergewicht bis 180 kg.
VEMOTION ermöglicht längere und häufigere Mobilisierungseinheiten ohne dauerhaften Einsatz von Pflegepersonal. Die KI überwacht dabei kontinuierlich den Patientenzustand.
Das VEMOTION-System ist MDR-konform zertifiziert und in Deutschland und der EU einsetzbar. Die internationale Expansion läuft seit der Series-A-Finanzierung 2024.
Neben dem HTGF als frühem Investor umfasst die Investorenbasis laut Crunchbase weitere Medizintechnik-Fonds; die Series A erfolgte im Herbst 2024.
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