Quantilight

Transplantierte Patientinnen und Patienten müssen ihre Medikamentenspiegel im Blut regelmäßig kontrollieren – oft wöchentlich oder monatlich im Labor. Genau dieses Therapeutische Drug Monitoring (TDM) will QuantiLight aus Heidelberg in das eigene Zuhause verlagern. Das 2025 als GmbH formell gegründete Unternehmen ist eine Ausgründung des Max-Planck-Instituts für Medizinische Forschung in Heidelberg, wo das Projekt bereits 2022 als Forschungsvorhaben startete.

01 · Profil

Über Quantilight

Technologie und Forschungsfortschritt

Im Kern der QuantiLight-Technologie stehen patentierte biolumineszente Sensoren. Diese Sensoren verändern ihre Farbe proportional zur Konzentration eines Biomarkers oder Wirkstoffs in einer Blutprobe – und können laut Unternehmensangaben von QuantiLight mit einer handelsüblichen Digitalkamera ausgewertet werden, ohne teure Laborgeräte zu benötigen. Die Sensoren arbeiten mit hoher Reproduzierbarkeit selbst bei sehr niedrigen Analyt-Konzentrationen im Nanomolar-Bereich.

Das Unternehmen durchläuft mehrere Entwicklungsphasen: Im vierten Quartal 2024 wurde Prototyp 1 fertiggestellt und erstmals mit Patienten in realen Umgebungen getestet. Im dritten Quartal 2025 folgte die erfolgreiche Validierung von Prototyp 2 – ein wesentlicher Schritt auf dem Weg zur kommerziellen Plattform. Stand Anfang 2026 laufen Vorbereitungen für klinische Studien und eine Seed-Finanzierungsrunde.

Förderung und Ökosystem

QuantiLight wurde 2023 durch das EXIST-Forschungstransfer-Programm des Bundeswirtschaftsministeriums gefördert – ein Förderprogramm, das wissenschaftliche Ausgründungen mit besonders innovativem Technologie-Kern in der Frühphase unterstützt. Darüber hinaus ist das Unternehmen laut eigenen Angaben in vier renommierten Acceleratoren aufgenommen: Start2 Accelerator, Life Science Accelerator Baden-Württemberg, 4C Accelerator – Medical Innovations Incubator und MAX!mize. Diese Netzwerke bieten Zugang zu Investoren, Industriepartnern und regulatorischer Expertise im Life-Sciences-Bereich.

Anwendungsfelder und Marktpotenzial

Der erste klinische Fokus liegt auf dem Monitoring von Immunsuppressiva bei Organtransplantierten sowie auf Biomarkern für Nieren- und Leberfunktion. Weltweit leben nach Angaben der International Society for Heart and Lung Transplantation (ISHLT) mehrere Hunderttausend Patienten nach einer Organtransplantation, von denen viele lebenslang auf engmaschiges TDM angewiesen sind.

Der globale Markt für Point-of-Care-Diagnostik wird laut Grand View Research für 2023 auf über 45 Milliarden US-Dollar geschätzt, mit einem erwarteten Wachstum durch den Trend zur dezentralen Versorgung. QuantiLight positioniert sich mit seiner Heimtest-Plattform in diesem Wachstumssegment. Hinweis: Stand 2025/2026 befindet sich das Unternehmen in der Entwicklungs- und Finanzierungsphase; ein kommerziell erhältliches Produkt existiert noch nicht. QuantiLight steht damit für einen Trend, den Gesundheitspolitik und Krankenversicherungen seit Jahren fordern: die Verlagerung diagnostischer Prozesse aus dem Krankenhaus in den Alltag der Patienten – mit dem Potenzial, Therapietreue und Lebensqualität messbar zu verbessern.

Mit einem klar definierten Erstmarkt – Transplantationspatienten mit laufendem TDM-Bedarf – und einer technisch neuartigen Sensorklasse verfolgt QuantiLight einen fokussierten, wissenschaftsgetriebenen Ansatz. Das Unternehmen ist ein Beispiel dafür, wie exzellente Grundlagenforschung an Max-Planck-Instituten in markttaugliche Medizinprodukte überführt werden kann, wenn Förderinstrumente und unternehmerisches Know-how zusammentreffen.

02 · Wer profitiert

Zielgruppe

Die Zielgruppe von QuantiLight umfasst Patienten mit chronischen Krankheiten, die regelmäßige Blutuntersuchungen benötigen, um ihre Medikation anzupassen. Dazu gehören insbesondere Menschen, die an Krankheiten leiden, bei denen Therapeutisches Drug Monitoring (TDM) notwendig ist. Darüber hinaus richtet sich das Unternehmen an Gesundheitsfachkräfte, Labore und medizinische Einrichtungen, die durch die Nutzung der QuantiLight-Technologie von einer effizienteren und kostengünstigeren Überwachung profitieren können. Auch Investoren und Partner im Gesundheitswesen sind als Zielgruppe relevant, um die Technologie weiter zu verbreiten und zu entwickeln.

05 · Was es kostet

Kosten & Preise

QuantiLight befindet sich in der Entwicklungsphase (Seed-Runde 2025/2026). Ein kommerzielles Produkt ist noch nicht erhältlich; Preise werden nicht kommuniziert.

FAQ · 04 Fragen

Häufig gefragt zu Quantilight

Kurze Antworten aus unserer Recherche. Wenn etwas fehlt oder unklar ist: Schreib uns direkt.

QuantiLight befindet sich Stand 2025/2026 in der Seed-Finanzierungsphase. Der kommerzielle Markteintritt ist noch nicht terminiert; das Unternehmen fokussiert sich auf klinische Studien und den Aufbau der kommerziellen Plattform.

TDM steht für Therapeutisches Drug Monitoring – die regelmäßige Messung von Medikamentenkonzentrationen im Blut. Besonders relevant für Organtransplantierte und Patienten mit Nieren- oder Lebererkrankungen, bei denen häufige Tests bisher Krankenhausbesuche erfordern.

QuantiLight nutzt patentierte biolumineszente Sensoren, die Biomarker-Konzentrationen durch Farbveränderungen detektieren. Eine einfache Digitalkamera genügt zur Auswertung – das Ziel ist ein Heimtest ohne Laborinfrastruktur.

QuantiLight erhielt 2023 Förderung durch das EXIST-Forschungstransfer-Programm des Bundeswirtschaftsministeriums und ist in vier Acceleratoren (Start2, Life Science Accelerator BW, 4C Accelerator, MAX!mize) aufgenommen.

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