Platform24

01 · Profil

Über Platform24

Seit ihrer Gründung 2016 in Stockholm entwickelt Platform24 digitale Zugangslösungen für Gesundheitsversorger. Laut Crunchbase und Stena-Sessan-Portfolio (2026) zählen institutionelle Investoren wie Stena Sessan und Patricia Industries zu den Gesellschaftern. Ende Januar 2026 beschäftigte das Unternehmen laut Tracxn-Analyse rund 125 Mitarbeitende. Das Angebot richtet sich nicht an Endverbraucher direkt, sondern an Krankenversicherungen, Regionalgesundheitsbehörden und Versorgernetzwerke, die ihren Versicherten ein strukturiertes digitales Eingangstor zur medizinischen Versorgung anbieten möchten.

Das Kernprodukt ist ein regelbasierter Triage-Algorithmus: Patienten beantworten strukturierte Symptomfragen, das System leitet sie automatisch an den passenden Versorgungsweg weiter – von der Selbsthilfe über eine asynchrone Arzt-Chat-Funktion bis hin zur direkten Terminvergabe beim Spezialisten. Laut Unternehmensangaben soll dieses Modell die Notaufnahme-Frequenz senken und die Effizienz der Primärversorgung erhöhen. Im nordischen Markt, wo digitale Primärversorgung seit Jahren Standard in öffentlichen Gesundheitssystemen ist, gilt Platform24 nach eigenen Angaben als einer der führenden B2B-Anbieter für Telemedizin-Infrastruktur.

Technologie und Systemintegration

Platform24 funktioniert als White-Label-Lösung: Krankenkassen und Regionalbehörden branden die Plattform und integrieren sie in ihre bestehenden digitalen Angebote. Das technische Rückgrat bilden FHIR-kompatible API-Schnittstellen zu elektronischen Patientenakten und Krankenhausinformationssystemen. Zu den Kernfunktionen zählen asynchrone Arzt-Patient-Kommunikation, Videosprechstunden und klinischer Entscheidungs-Support für betreuende Ärzte. Eine direkte Verfügbarkeit für Einzelpersonen außerhalb einer kooperierenden Krankenversicherung besteht nach öffentlich zugänglichen Informationen Stand Mai 2026 nicht.

Einordnung im DACH-Markt und Infrastrukturperspektive

Im Vergleich zu Consumer-Telemedizin-Diensten wie TeleClinic oder Kry adressiert Platform24 ausschließlich institutionelle Partner. Für Patienten ist die Plattform häufig unsichtbar: Sie interagieren mit der gebrandeten Oberfläche ihrer Versicherung. Eine DACH-Kooperation mit einer gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung ist auf Basis öffentlicher Quellen nicht bekannt gegeben worden.

Aus einer übergeordneten Marktperspektive illustriert Platform24 ein Strukturprinzip, das im europäischen Telemedizin-Markt zunehmend an Bedeutung gewinnt: die Trennung zwischen Infrastrukturanbietern und Consumer-Frontends. Während Endnutzer mit App-Oberflächen wie Kry oder DrEd interagieren, betreiben dahinterliegende Plattformen wie Platform24 die technische Infrastruktur für Triage, Routing und Dokumentation. Diese Arbeitsteilung erlaubt Krankenversicherungen, ein eigenmarkengebundenes digitales Gesundheitsangebot anzubieten, ohne selbst eine technische Plattform entwickeln zu müssen. Die Entscheidung, auf eine solche Infrastruktur zu setzen, reduziert Entwicklungskosten und verkürzt die Time-to-Market für neue digitale Gesundheitsangebote erheblich. Für Verbraucher, die einen sofort nutzbaren telemedizinischen Zugang ohne Versicherungspartner suchen, ist Platform24 keine relevante Option.

Für Versicherungspartner mit großen Versichertenpopulationen erlaubt das Modell darüber hinaus eine skalierbare Einführung ohne eigene Entwicklungsressourcen – ein Argument, das besonders für mittelgroße Krankenkassen relevant ist, die ein digitales Gesundheitsangebot aufbauen möchten, ohne eine vollständige IT-Organisation aufzubauen.

02 · Wer profitiert

Zielgruppe

Die Hauptzielgruppe von Platform24 sind sowohl Patienten als auch Gesundheitsdienstleister. Die Technologie des Unternehmens zielt darauf ab, das Patientenerlebnis zu verbessern und gleichzeitig Gesundheitsdienstleister zu unterstützen, effizienter zu arbeiten und bessere medizinische Versorgung zu bieten.

05 · Was es kostet

Kosten & Preise

Platform24 bietet eine flexible Produktstruktur, die es ermöglicht, einzelne Produkte je nach individuellen Herausforderungen auszuwählen. Es unterstützt vollständige Gesundheitssysteme und große Krankenhausnetzwerke bei der Umstellung auf ein digitales Gesundheitsmodell.

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