PINK! Coach

DiGA

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen in Deutschland: Laut dem Robert Koch-Institut erkranken jährlich etwa 70.000 Frauen neu. Die Therapie – Chemotherapie, Bestrahlung, hormonelle Behandlungen – belastet Körper und Psyche gleichermaßen, oft über Monate. Digitale Begleitung kann in dieser Phase einen wichtigen Beitrag leisten. PINK! Coach ist die einzige dauerhaft im BfArM-Verzeichnis gelistete digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) für Brustkrebspatientinnen und unterstützt genau in dieser Therapiephase mit einem strukturierten, leitliniengerechten Programm.

01 · Profil

Über PINK! Coach

Was PINK! Coach bietet

PINK! Coach richtet sich an Patientinnen mit der ICD-10-Diagnose C50 (Mammakarzinom) und konzentriert sich auf drei Schwerpunkte: Ernährung, Bewegung und mentale Gesundheit. Über individuelle Tagesziele fördert die App gesundheitsförderliches Verhalten und hilft dabei, therapiebedingte Nebenwirkungen zu mildern. Der modulare Aufbau erlaubt es, Inhalte flexibel an den jeweiligen Therapieabschnitt – Akuttherapie, Rehabilitationsphase oder Nachsorge – anzupassen. Die App wurde von der PINK! Brustkrebs Initiative entwickelt und ist als CE-zertifiziertes Medizinprodukt der Klasse I zugelassen. Ärztinnen und Ärzte aller Fachrichtungen können PINK! Coach verordnen – unabhängig von der medizinischen Spezialisierung. Neben strukturierten Übungsprogrammen enthält die App Wissensinhalte zur Ernährung während der Krebstherapie sowie Techniken zur Stressbewältigung und Schlafverbesserung. Alle Inhalte wurden von einem interdisziplinären Expertenteam auf Basis aktueller onkologischer Leitlinien entwickelt.

Auszeichnung und wissenschaftliche Basis

Im Jahr 2025 wurde PINK! Coach beim 131. Internistenkongress der DGIM mit dem Peter-Müller-Digitalpreis ausgezeichnet – Platz 1 unter den nominierten digitalen Gesundheitslösungen. Die Auszeichnung würdigt sowohl den evidenzbasierten Ansatz als auch den konkreten Nutzen für Betroffene während der Krebstherapie. Nach Angaben der PINK! Brustkrebs Initiative basieren die Inhalte auf aktuellen onkologischen Leitlinien; regelmäßige Updates stellen sicher, dass neue wissenschaftliche Erkenntnisse in die App einfließen.

Kostenübernahme und Zugang

Laut BfArM-DiGA-Verzeichnis übernehmen alle gesetzlichen Krankenversicherungen die Kosten für PINK! Coach vollständig – die App ist damit für GKV-Versicherte kostenfrei auf Rezept erhältlich. Für die Verordnung ist keine onkologische Spezialisierung nötig: jede Hausarztpraxis kann PINK! Coach ausstellen. Die App ist im App Store und bei Google Play verfügbar. Patientinnen, die keinen Arzt aufsuchen können, haben die Möglichkeit, PINK! Coach direkt über Plattformen wie TeleClinic per Kurzattest anzufordern – ohne Praxisbesuch und mit gesetzlicher Kostenübernahme. Privatversicherte sollten die Erstattung individuell mit ihrer Krankenversicherung klären.

Nutzerinnen berichten laut App-Store-Rezensionen, dass die geführten Bewegungseinheiten und die Ernährungsmodule dabei helfen, sich während der Chemotherapie weniger erschöpft zu fühlen und den Behandlungsalltag strukturierter zu gestalten. Die App ist sowohl für den stationären als auch für den ambulanten Therapieverlauf geeignet und begleitet Patientinnen damit in verschiedenen Behandlungsphasen.

02 · Wer profitiert

Zielgruppe

Brustkrebs-Patientinnen aller Behandlungsphasen (Diagnose, Therapie, Nachsorge), die digitale psychoonkologische Begleitung suchen.

05 · Was es kostet

Kosten & Preise

Kostenlos auf Rezept (BfArM-zugelassene DiGA, GKV-erstattungsfähig)

FAQ · 05 Fragen

Häufig gefragt zu PINK! Coach

Kurze Antworten aus unserer Recherche. Wenn etwas fehlt oder unklar ist: Schreib uns direkt.

PINK! Coach kann von jeder Ärztin und jedem Arzt unabhängig von der Fachrichtung verordnet werden – sowohl von Hausärzten als auch von Gynäkologinnen oder Onkologen. Auch telemedizinische Verordnungen ohne Praxisbesuch sind möglich. Nach Ausstellung des Aktivierungscodes wird die DiGA direkt in der App freigeschaltet.

PINK! Coach richtet sich an Brustkrebspatientinnen in verschiedenen Therapiephasen: Akuttherapie (Chemo, Bestrahlung, Operation), Rehabilitationsphase und Nachsorge. Die Inhalte passen sich individuell an die aktuelle Phase an und begleiten Nutzerinnen langfristig über den gesamten Therapieverlauf.

Im Bereich mentale Gesundheit bietet die App evidenzbasierte Übungen aus der kognitiven Verhaltenstherapie, Entspannungstechniken und angeleitete Achtsamkeitsübungen. Ziel ist die Reduktion therapiebedingter Ängste und depressiver Symptome, die laut Studien bei rund 30 bis 40 Prozent der Brustkrebspatientinnen auftreten.

Ja. Alle Bewegungsmodule basieren auf den Empfehlungen der S3-Leitlinie Mammakarzinom und wurden von Sportmedizinerinnen und Physiotherapeuten entwickelt. Die App berücksichtigt therapiebedingte Einschränkungen wie Fatigue, Lymphödemrisiko und postoperative Bewegungseinschränkungen.

Viele Inhalte lassen sich nach erstmaligem Herunterladen offline nutzen, was besonders während Chemotherapiesitzungen oder im Krankenhaus praktisch ist. Für die Synchronisierung von Fortschrittsdaten und den Zugang zu neuen Inhalten ist gelegentlich eine Internetverbindung erforderlich.

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