Pheal
01 · Profil
Über Pheal
Das Unternehmen wird durch den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) sowie das Land Niedersachsen gefördert, wie auf der Unternehmenswebsite ausgewiesen. Laut einem Fallbeispiel auf solutions.covestro.com (2021) arbeitet Pheal mit Covestro zusammen, einem der weltweit führenden Polymermaterialhersteller, der Spezialmaterialien für die biomimetische Membran der Pflaster liefert. Eine weitere Kooperation besteht laut accensors.com mit accensors, einem Spezialisten für Wearable-Sensortechnik in der medizinischen Überwachung. Zusätzlich wird die Smart-Patch-Technologie bei medical-design.news als aufkommende Entwicklung der Wearable-Medizintechnik eingeordnet.
Wie funktioniert der Smart Patch
Der Smart Patch nutzt eine biomimetische Membran – eine Schicht, die gesunde Haut imitiert –, um einen kontrollierten Zugang zu Blut und Gewebeflüssigkeit herzustellen. Elektrochemische Sensoren, Biosensoren und optische Analyseverfahren messen kontinuierlich Biomarker. Zur Bestimmung des Körperwasserhaushalts kommt Bioimpedanzspektroskopie zum Einsatz – ein Verfahren, das auch in klinischen Körperzusammensetzungsanalysen eingesetzt wird. Die Messdaten werden über eine App an den Patienten und behandelnde Ärzte übermittelt. Bei kritischen Veränderungen erhält der Patient eine personalisierte Empfehlung, einen Facharzt aufzusuchen oder eine Telekonsultation zu nutzen. Das System ist laut Unternehmensangaben MDR-konform konzipiert und lässt sich in Pflege- und Krankenhausdokumentationssoftware integrieren. Der Patient entscheidet dabei, welche Daten mit dem Behandlungsteam geteilt werden.
Für wen ist das Produkt gedacht
Das primäre Anwendungsgebiet sind Patienten mit diagnostizierter Herzinsuffizienz und erhöhtem Dekompensationsrisiko. Daneben eignet sich das Produkt für ältere und pflegebedürftige Menschen, die zu wenig trinken und von einer kontinuierlichen Überwachung des Körperwasserhaushalts profitieren. Herzinsuffizienz ist einer der häufigsten Gründe für Wiedereinweisungen in Deutschland: Laut Unternehmensangaben auf Basis klinischer Versorgungsdaten werden innerhalb von 90 Tagen nach einem stationären Aufenthalt mehr als 16 Prozent der Betroffenen erneut hospitalisiert. Knapp 12 Prozent versterben in diesem Zeitraum. Die Lösung von Pheal soll durch frühzeitige Intervention genau diese Verläufe verhindern – indem Warnsignale erkannt werden, bevor eine stationäre Behandlung notwendig wird. Das Ziel: weniger Einweisungen, mehr Selbstständigkeit und eine bessere Lebensqualität für chronisch kranke Risikopatienten. Das System ist so konzipiert, dass es im häuslichen Umfeld ebenso eingesetzt werden kann wie unterstützend in Pflegeeinrichtungen und Kliniken.
02 · Wer profitiert
Zielgruppe
Die Zielgruppe von pheal GmbH umfasst Risikopatienten, insbesondere solche mit Herzinsuffizienz oder einem erhöhten Risiko für Dehydration. Dazu gehören ältere Menschen, die regelmäßig zu wenig trinken, sowie pflegebedürftige Personen. Auch medizinische Einrichtungen wie Pflegeeinrichtungen und Kliniken profitieren von der Technologie, da sie eine bessere Überwachung und Nachsorge von Patienten ermöglicht. Fachärzte und medizinisches Personal können die erhobenen Daten nutzen, um individuellere und präzisere Behandlungsansätze zu entwickeln.
05 · Was es kostet
Kosten & Preise
Das Geschäftsmodell von pheal GmbH basiert auf der Bereitstellung von Smart Patches und der dazugehörigen App, die eine kontinuierliche Überwachung der Gesundheitsparameter von Risikopatienten ermöglicht. Die Kostenstruktur ist nicht detailliert beschrieben, jedoch wird darauf hingewiesen, dass die Leistung zukünftig erstattungsfähig sein könnte. Dies deutet darauf hin, dass die Kosten möglicherweise von Krankenkassen übernommen werden könnten, was die finanzielle Belastung für die Patienten reduzieren würde.
FAQ · 05 Fragen
Häufig gefragt zu Pheal
Kurze Antworten aus unserer Recherche. Wenn etwas fehlt oder unklar ist: Schreib uns direkt.
Pheal ist ein deutsches MedTech-Startup, das tragbare Sensorpflaster zur kontinuierlichen Überwachung von Herzinsuffizienz-Patienten entwickelt. Die Smart Patches nutzen eine biomimetische Membran und Biosensoren, um Biomarker aus Blut und Gewebeflüssigkeit zu messen und kritische Veränderungen frühzeitig per App zu melden.
Das System richtet sich primär an Patienten mit diagnostizierter Herzinsuffizienz sowie ältere und pflegebedürftige Menschen mit erhöhtem Dehydrationsrisiko. Es kann zuhause, in Pflegeeinrichtungen und ergänzend in Kliniken eingesetzt werden.
Laut Unternehmensangaben ist eine zukünftige Erstattungsfähigkeit angestrebt. Das System ist MDR-konform konzipiert, eine konkrete GKV-Erstattung oder DiGA-Listung bestand zum Zeitpunkt dieser Übersicht nicht.
Pheal konzentriert sich auf zwei Indikationen: die Früherkennung einer Herzinsuffizienz-Dekompensation durch Biomarker-Messung im Blut sowie die Erkennung von Dehydration durch Bioimpedanzspektroskopie zur Überwachung des Körperwasserhaushalts.
Das Startup wird durch den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und das Land Niedersachsen gefördert. Weitere Förderung erfolgte laut Unternehmenswebsite über BAFA-Programme. Materialpartner ist Covestro, Sensortechnikpartner accensors.
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